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Alles nur eine Frage der Einstellung Frühsport bei Nebel und Niesel

Der Herbst ist eine schwierige Zeit. Mal präsentiert er sich in leuchtenden, warmen Farben, mal wird es den ganzen Tag über nicht richtig hell. Dazu kommen kühle Temperaturen, unangenehmer Nebel oder Dauerregen. Doch es gibt Leute, denen das alles völlig wurscht ist und die unverdrossen nach draußen zum Sport aufbrechen. Gute Laune und Energie für den Tag sind ihnen damit garantiert.

Von: Frauke Gerbig

Stand: 03.11.2016

Jogger im morgendlichen Herbstnebel in München | Bild: picture-alliance/dpa

Vor allem morgens, wenn es vielleicht noch düster ist und man am liebsten den Rest des Tages auf dem Sofa verbringen würde, ist Outdoor-Sport eine echte Herausforderung. Für die meisten Menschen jedenfalls.

Alles ist Einstellungssache

Der Kopf hat das Sagen. Entweder lässt er einen jammern: „Nee, ist viel zu ungemütlich, ich geh‘ jetzt doch nicht laufen oder Rad fahren bei dem Wetter." Oder er braucht gar nichts zu machen, denn die Motivation ist bereits vorhanden. „Klar, warum nicht auch bei Schmuddelwetter um 8 Uhr morgens mit dem Rad zur Arbeit fahren? Muss man sich halt Regenhose und Regenjacke überziehen und vielleicht ein Wechselshirt in den Rucksack packen." Wer der Ungemütlichkeit keine große Bedeutung beimisst, sich stattdessen auf die frische Luft freut, braucht sich nicht groß zu überwinden.

Alles ist Erfahrungssache

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn er bislang schon die Vorstellung schrecklich fand, morgens laufen zu gehen, wird er solange daran glauben, bis er nicht eine andere, positive Erfahrung gemacht hat. Wenn er dieses gute Gefühl („Es war super, diese frische Luft, die Bewegung, ich war danach den ganzen Tag guter Laune“) am Leben erhält, sich daran erinnert, wenn er mal wieder keine Lust hat,  fällt ihm die Überwindung leichter. Also: Ausprobieren. Machen. Und Erfahrungen sammeln. Nach zwei, drei Monaten regelmäßiger Übung haben sich neue Gewohnheiten durchgesetzt.

Alles fühlt sich nach Sport besser an

Sport im Herbst ist genauso schön wie im Sommer, im Frühling, im Winter. Die Bewegung am Morgen macht einen wach und aufmerksam. Der Kopf wird mit Sauerstoff versorgt, das Herz-Kreislauf-System angeregt, das Immunsystem gestärkt. Gerade wenn jeder vor sich hin schnieft und Bazillen und Viren in den öffentlichen Verkehrsmitteln weitergereicht werden, hat das Radeln in die Arbeit eindeutige Vorteile. Viele Menschen brauchen den regelmäßigen Sport am Morgen, um auf Touren zu kommen oder weil sie kein anderes Zeitfenster haben, um Sport zu machen.

Aufpassen muss man schon

Wer im Herbst morgens radelt, muss dem Untergrund angepasst radeln. Denn es kann durch die nassen Blätter oder Frost rutschig sein. Außerdem für ausreichend Licht sorgen! Wer längere Strecken radelt, sollte Wechselkleidung mitnehmen und sich im Büro duschen oder umziehen. Auch Läufer und Walker sollten Kleidung mit Leuchtstreifen tragen oder, wenn es wirklich noch dunkel ist, eine Stirnlampe tragen.


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