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Drei Jahre nach Abbruch: Enormer Eisberg treibt im Südatlantik | BR24

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Drei Jahre nach Abbruch: Enormer Eisberg treibt im Südatlantik

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Drei Jahre nach Abbruch: Enormer Eisberg treibt im Südatlantik

Einer der größten Eisberge der Geschichte, der sich vor drei Jahren von der Antarktis gelöst hat, treibt durch den südlichen Atlantik und droht zu zerfallen. Ursprünglich war er doppelt so groß wie Luxemburg.

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Drei Jahre nach seiner Entstehung treibt ein riesiger Eisberg mitten im Südatlantik und droht zu zerfallen. Das berichtet die europäische Weltraumorganisation Esa. Der Weg des Kolosses wurde mit Hilfe von Satelliten verfolgt.

Der Eisberg mit der Bezeichnung A-68A hatte sich am 12. Juli 2017 vom Larsen-Schelfeis an der Ostküste der Antarktischen Halbinsel gelöst.

Urprünglich doppelt so groß wie Luxemburg

Mittlerweile befinde er sich 1.050 Kilometer von dieser Stelle entfernt in der Nähe der Südlichen Orkneyinseln, teilte die Esa mit. Ursprünglich sei der Eisberg doppelt so groß wie Luxemburg gewesen - und war damit einer der größten bekannten Eisberge der Geschichte. Nachdem er zwei Eisbrocken verloren hat, sei er nun etwas weniger riesig. Und jetzt, da er sich in raueren Gewässern befinde, könnte er weiter zerbrechen, schreibt die Esa.

Eisberg tausend Kilometer gereist

Der Eisberg trägt seit den Abspaltungen den Namen A68-A - die abgebrochenen Eisberge heißen A68-B und A68-C. Der Name setzt sich aus einem Buchstaben für das Herkunftsgebiet und einer laufenden Nummer zusammen. Der Buchstabe steht für den Quadranten, in dem der Eisberg entdeckt wurde. Ursprünglich trug der Eisberg daher den Namen A68.

Antarktis schmilzt seit 2012 deutlich schneller

Dass sich Eisbrocken von der Antarktis lösen, ist ein normaler Vorgang. Selten aber sind sie so groß. Im Jahr 2019 war ebenfalls ein übergroßer Eisberg abgerissen, er hatte die Größe des Großraums von London.

Das Eis in der Antarktis ist seit 2012 deutlich schneller geschmolzen als zuvor. Der Kontinent rund um den Südpol habe seitdem nahezu dreimal so viel Eismasse verloren wie in der Zeit davor. Das ist das Ergebnis einer Studie des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven.

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Wir befinden uns im Jahr 2020 nach Christus. Die ganze Antarktis ist von Eis besetzt. Die ganze Antarktis? Nein, denn langsam kann das "ewige Eis" der Erderwärmung nicht mehr Widerstand leisten. Nur scheinbar hat das irgendwie keinen Nachrichtenwert.