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Begegnung mit einem Wildschwein: So verhalten Sie sich richtig! | BR24

© dpa-Bildfunk/Gregor Fischer

Begegnungen mit Wildschweine: So verhält man sich richtig!

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    Begegnung mit einem Wildschwein: So verhalten Sie sich richtig!

    Immer öfter verirren sich Wildschweine auf der Suche nach Nahrung in die Stadt. Aber auch im Wald kann man auf die Tiere treffen. Wann wird es gefährlich und wie verhält man sich richtig?

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    Zwei Wildschweine, die plötzlich in der Wohnung stehen, Wildschweine, die in einer Bäckerei randalieren, oder ein Bericht über einen Zusammenstoß mit einem "großen Hamster mit sehr großen Zähnen". Immer wieder gibt es kuriose Begegnungen zwischen Wildschwein und Mensch, aber auch tragische Unfälle passieren. Denn bei dem Schwarzwild handelt es sich um wehrhafte Tiere, besonders, wenn sie sich in Bedrängnis fühlen oder verletzt sind. Dann können sie aggressiv und gefährlich werden.

    Ausflüge in die Stadt - nicht ohne Grund

    Wildschweine bekommen die meisten nur sehr selten zu Gesicht. Versteckt in den bayerischen Wäldern und Feldern haben sie sich in den letzten Jahren aber massiv vermehrt. Vor allem während der Herbsternte fliehen die Tiere vor den Maschinen aus ihren Verstecken. Ein weiterer Grund für die Stadtflucht: Hunger. Wenn die Felder abgeerntet sind, sind viele Wildtiere auf der Suche nach neuen Futterquellen. Und dann kann ihr Ausflug sie auch bis in die Städte oder die heimischen Gärten führen.

    Wenn es brenzlig wird

    In der Stadt fühlen sich Wildschweine häufig in die Enge getrieben. In keinem Fall sollte man sich ihnen dann in den Weg stellen, sondern ihnen eine Fluchtmöglichkeit einräumen. Auffällige Zeichen, dass es brenzlig werden kann, sind: Schnaufen durch die Nase, aufgestellter Schwanz und Zähneklappern. Wenn man in so einer Situation nicht ausweichen kann, sollte man sich großmachen und in die Hände klatschen und so versuchen, das Tier in die Flucht zu schlagen.

    © picture-alliance/dpa

    Wildschweinmutter hat sich mit ihren Jungen in die Stadt verirrt.

    Wildschweine – Gefahr auf Straßen und Schienen

    Eine weitere Gelegenheit, bei der man mit Wildschweinen konfrontiert werden kann, ist, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Immer häufiger kommt es zu Zusammenstößen zwischen Tieren und Autofahrern – ein Blechschaden ist dabei garantiert. Im schlimmsten Fall werden aber auch Menschen verletzt, denn die Kollision mit einem zentnerschweren Wildschwein ist mit der eines Nashorns vergleichbar.

    Wenn Sie ein Wildschwein angefahren haben oder ein verletztes Tier am Straßenrand entdecken, müssen Sie äußerst vorsichtig sein. Verletzte Tiere sind aggressiv und können angreifen. In so einem Fall sollten Sie umgehend die Polizei informieren.

    Wildschwein-Begegnungen im Wald

    Im Wald gehen Begegnungen mit den starken Tieren meisten glimpflich aus. Haben die Wildschweine die Möglichkeit dazu, werden sie in der Regel die Flucht vorziehen. Deswegen sollte man darauf achten, den Tieren immer eine Rückzugsmöglichkeit freizuhalten. Ansonsten gilt: Ruhe bewahren und sich langsam und leise zurückziehen.

    Wenn ein Wildschwein allerdings auf Sie zustürmt, weil es Gefahr wittert und die Situation aufgrund seiner schlechten Augen nicht einschätzen kann, sollte man auch hier laut rufen oder in die Hände klatschen. Normalerweise verzieht sich das Wildschwein dann.

    Anders kann es aussehen, wenn man auf eine Wildschweinmama mit ihren Kindern trifft. Auf keinen Fall sollte man dem Impuls nachgeben, die niedlichen Schweinchen streicheln zu wollen. Denn die Bache verteidigt ihre Jungen mit dem Leben.

    Grundsätzlich gilt im Wald

    • Auf den Wegen bleiben - auch dem Lebensraum Wald zuliebe.
    • Müll und Essensreste nicht im Wald entsorgen. Das lockt hungrige Tiere an.
    • Vermeiden Sie Wanderungen bei der Dämmerung oder in der Nacht, denn da ist das Schwarzwild aktiv.