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Börse: Zahlenflut an den Börsen | BR24

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Die Aktienmärkte stehen im Bann der aktuellen Quartalsberichte aus großen Unternehmen. In der Corona-Krise haben die DAX-Konzerne VW, Fresenius mit der Dialysetochter FMC und HeidelbergCement Zahlen vorgelegt. Der DAX startete mit Kursverlusten.

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Börse: Zahlenflut an den Börsen

Die Aktienmärkte stehen im Bann der aktuellen Quartalsberichte aus großen Unternehmen. In der Corona-Krise haben die DAX-Konzerne VW, Fresenius mit der Dialysetochter FMC und HeidelbergCement Zahlen vorgelegt. Der DAX startete mit Kursverlusten.

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Der DAX verliert rund 10 Minuten nach Handelsstart 1,1 Prozent auf 12.681 Punkte. Der Euro steht bei 1, 17 52 Dollar. Die Aktie von Volkswagen verliert 3,6 Prozent. Der Autobauer hat die Corona-Krise voll zu spüren bekommen und ist wie erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Vor Steuern stand im ersten Halbjahr ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro zu Buche, vor einem Jahr hatte VW hier noch 9,6 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Die Dividende für das vergangene Jahr soll gekürzt werden.

Licht und Schatten bei Fresenius

Einerseits zeige sich das Geschäftsmodell in der Krise insgesamt als robust, heißt es aus dem Gesundheitskonzern , dennoch setze ihm die Corona-Krise zu. Im zweiten Halbjahr seien Belastungen zu erwarten, teilte Fresenius am Morgen mit. Die Nachfrage nach Medikamenten zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Europa und den USA habe nachgelassen, das Geschäft in China erhole sich nur langsam. Zudem seien wegen der Pandemie Projekte verschoben worden. Daher hat Fresenius die Prognosen für das Gesamtjahr leicht zurückgenommen. Der Gesundheitskonzern hat im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang von 13 Prozent verbucht auf 410 Millionen Euro und seine Geschäftsprognosen fürs Gesamtjahr zurückgenommen. FMC hingegen hat die Jahresziele bestätigt. Die Aktie von Fresenius gibt 3,8 Prozent ab, die von FMC 1,2 Prozent.

HeidelbergCement-Aktie im Plus

Milliardenschwere Abschreibungen haben den Baukonzern HeidelbergCement tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Verlust von drei Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresquartal stand noch ein Gewinn von 290 Millionen Euro. Nachdem die Corona-Lockdowns in vielen Ländern das Geschäft im zweiten Quartal deutlich bremsten, zeigt sich der Baustoffriese inzwischen etwas zuversichtlicher. Man sei solide in das dritte Quartal gestartet, so hieß es. Die Aktie kann kurz nach Börsenbeginn 0,9 Prozent zulegen.