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Kritik an türkischer "Willkürjustiz" im Fall Tolu

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Reporter ohne Grenzen kritisiert "Willkürjustiz" im Fall Tolu

Der Geschäftsführer der Organisation "Reporter ohne Grenzen", Christian Mihr, hat mit Blick auf die verlängerte Ausreisesperre für die Journalistin Mesale Tolu die "Willkürjustiz" in der Türkei kritisiert.

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Ein türkisches Gericht hält die Ausreisesperre für die Journalistin Mesale Tolu aufrecht, sie darf die Türkei weiterhin nicht verlassen.

Das Land habe "kein Interesse an einer weiteren Deeskalation, wenn es um Pressefreiheit in der Türkei geht", sagte Christian Mihr dazu im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2. Es werde weiterhin "massiv" vorgegangen "gegen alle, die sich unabhängige Journalisten nennen".

Solidaritätskampagne für Deniz Yücel war größer

Die deutsche Regierung übt nach Mihrs Einschätzung im Fall Tolu durchaus Druck aus: "Ich habe schon den Eindruck, dass die Bundesregierung einiges tut." Allerdings sei die "Solidaritätskampagne für Deniz Yücel deutlich größer" gewesen. Tolu habe beispielsweise kein großes deutsches Medienunternehmen hinter sich.

Die vorangegangenen Urteile gegen mehrere Redakteure der türkischen Zeitung "Cumhuriyet" bezeichnete Mihr als "Schock" und als "politisches Willkürurteil". Die Vorwürfe seien "absurd" gewesen. Es sei nur darum gegangen, "unabhängige Meinungen, unabhängige Berichterstattung zu unterdrücken".