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Neue Landzunge auf La Palma durch ins Meer geströmte Lava

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Neue Landzunge auf La Palma durch ins Meer geströmte Lava

Der Vulkanausbruch auf La Palma lässt die Kanareninsel wachsen. An der Westküste ist bereits eine Landzunge aus geschmolzenem Gestein entstanden. Weil sich der Wind dreht, nimmt auf der Insel die Dichte der Aschepartikel zu.

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Von
  • Claudia Steiner

Durch den Lavastrom des Vulkans Cumbre Vieja auf der Kanareninsel La Palma hat sich im Meer eine Landzunge gebildet. Die aus erkalteter Lava bestehende Landzunge solle mit Hilfe von Drohnen genauer vermessen werden, sagte der Sprecher des Vulkanologischen Instituts der Kanaren (Involcan), David Calvo, der Nachrichtenagentur AFP. Erste Berichte gehen von einem bereits bis zu 25 Hektar großen Gebiet aus.

850 Gebäude zerstört

Der Cumbre Vieja war vor elf Tagen ausgebrochen. In der Nacht zum Mittwoch erreichte seine Lava schließlich den Atlantik. Auf ihrem etwa sechs Kilometer langen Weg dorthin dehnte sie sich nach Behördenangaben auf mehr als 470 Hektar Land aus und zerstörte mehr als 850 Gebäude sowie einige Straßen. 6.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Weiterhin fließt glühendheiße Lava aus dem Vulkan.

Schwefeldioxidwerte steigen an

Bislang hat die ins Meer fließende mehr als 1.000 Grad heiße Lava keine schwerwiegenden Vorfälle wie etwa Explosionen oder siedendheiße Wellen verursacht. Der Wind trug den Rauch bislang auf das Meer hinaus. Experten befürchten jedoch eine Verschlechterung der Luftqualität in den nahe gelegenen Wohngebieten. In Tazacorte stiegen die Schwefeldioxidwerte nach Angaben des Nationalen Instituts für Toxikologie am Donnerstag erstmals an. Anwohner wurden aufgerufen, drinnen zu bleiben, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

In Santa Cruz de La Palma nahm die Dichte der Aschepartikel zu. Nun könnten auch die Bewohner von El Paso und Los Llanos de Aridane aufgefordert werden, ihre Häuser nicht zu verlassen, da sich möglicherweise die Windrichtung ändert.

Auf lange Sicht "bereichernd" für Tiere und Pflanzen

Die ersten Auswirkungen der Lava auf die maritime Flora und Fauna waren nach Angaben von Fernando Tuya, Experte für Biodiversität und Umweltschutz an der Universität Las Palmas de Gran Canaria, "verheerend". Organismen, die unter der Lava begraben werden, sterben demnach sofort. Auf lange Sicht könnte das Ereignis jedoch "bereichernd" sein. "Die Lava wird einen Felsen bilden, der Nährboden für eine Reihe von Meerestieren sein wird, die ihn in drei bis fünf Jahren besiedeln können."

Zuletzt war der Vulkan in den Jahren 1971 und 1949 ausgebrochen. Bei diesen Ausbrüchen kamen insgesamt drei Menschen ums Leben. Zwei von ihnen starben, nachdem sie gesundheitsschädliche Gase eingeatmet hatten.

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