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Linke kritisieren Niedriglöhne in Deutschland | BR24

© dpa/pa/Jens Büttner

Niedriglohnsektor Gebäudereinigung

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    Linke kritisieren Niedriglöhne in Deutschland

    Gut 3,7 Millionen Arbeitnehmer verdienen weniger als 2.000 Euro brutto im Monat, das sind knapp 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten, wie aus einer Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht.

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    Die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann, die die Anfrage im Vorfeld des Tages der Arbeit gestellt hatte, sagte: "Viel zu viele Beschäftigte werden mit Niedriglöhnen abgespeist." Wegen der Inflation und vielerorts explodierender Mieten komme man mit unter 2000 Euro brutto nicht mehr weit. "Es ist ein Skandal, dass insbesondere der Osten weiterhin so deutlich abgehängt ist."

    Zimmermann: "Mindestlohn muss auf zwölf Euro erhöht werden"

    Die Bundesregierung müsse sich für eine weitere Angleichung der Löhne einsetzen. So müsse unter anderem der Mindestlohn von 8,84 Euro auf 12 Euro erhöht werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte am Freitag darauf hingewiesen, dass die unabhängige Mindestlohnkommission im Sommer Vorschläge für die Anfang kommenden Jahres geplante Erhöhung vorlege, "die wir dann gesetzgeberisch umsetzen".