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Bildrechte: REUTERS/Joshua Roberts

Gewalt bei Rechtsextremisten-Aufmarsch

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Charlottesville: Tote und Verletzte bei Ausschreitungen

Bei Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremisten und Gegendemonstranten sind im US-Bundesstaat Virginia drei Menschen ums Leben gekommen und 35 verletzt worden. Ultrarechte Gruppierungen hatten zu einer Demonstration aufgerufen.

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Die rechtsextremen Demonstranten protestierten dagegen, dass ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernt werden soll. Lee trat für Sklaverei ein. Bei einer Gegendemonstration linker Gruppen wurde eine 32-jährige Frau getötet, als ein Auto offenbar mit Absicht in die Menschenmenge raste. Dabei wurden 19 Menschen verletzt. Der Fahrer des Autos wurde festgenommen. Weitere Verletzte gab es als die beiden Gruppen mit Stöcken und Metallstangen aufeinander losgingen. Beim Absturz eines Polizeihubschraubers am Rande der Ausschreitungen kamen zudem zwei Menschen ums Leben. Die Ursache ist noch unklar. Das FBI leitete nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen eines möglichen Hassverbrechens ein.


Kritik an Trump


Präsident Donald Trump kritisierte in allgemeiner Form die Gewalt - zog sich aber auch in der eigenen Partei Kritik zu, weil er die Rechtsextremisten nicht ausdrücklich als Urheber benannte. Es sei "sehr wichtig, dass der Präsident die Ereignisse in Charlottesville als das beschreibt, was sie sind: als Terroranschlag weißer Rassisten", so der republikanische Senator Marco Rubio. Virginias Gouverneur, der Demokrat Terry McAuliffe, zeigte sich entsetzt über die Vorfälle. Er sprach von "weißen Rassisten und Nazis", die "Hass, Menschenverachtung und Gewalt" verbreiteten. Zu dem Aufmarsch hatten mehrere Gruppierungen vom extrem rechten Rand aufgerufen - unter ihnen der Ku Klux Klan. Manche Teilnehmer gaben sich auf Mützen und T-Shirts als Trump-Anhänger zu erkennen. Linke Gruppen veranstalteten eine Gegendemonstration.


US-Justizminister Jeff Sessions verurteilte die Tat: "Die Gewalt und die Toten in Charlottesville treffen das Herz der amerikanischen Justiz und Gerechtigkeit." Wenn Handlungen aus rassistischen Motiven und Hass verübt würden, könne das nicht toleriert werden.