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Facebook will gegen Fake News vorgehen

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Facebook will gegen Fake News vorgehen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat vor der Bundestagswahl erklärt, dass er Demokratien vor Fake News schützen möchte. Dabei arbeite man auch mit Behörden zusammen. Dem US-Kongress will Facebook mutmaßlich russisch gesteuerte Werbeanzeigen offenlegen.

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Zuckerberg betonte, dass er um den demokratischen Prozess besorgt sei. Sein Unternehmen werde weitere Maßnahmen ergreifen, um Demokratien vor Fake News und vor betrügerischen Anzeigen zu schützen. "Die Unversehrtheit von Wahlen ist fundamental für alle Demokratien", erklärte Zuckerberg am Firmensitz in Menlo Park. Gleichzeitig gab er bekannt, dass das soziale Netzwerk eng und gut mit dem Bundesamt für Sicherheit in Deutschland zusammenarbeite. So habe man gegen tausende Konten in Deutschland Maßnahmen ergriffen, bereits gesperrte Konten beobachte man sehr genau. 

Ermittlungen in Sachen Russland

Den Inhalt von rund 3.000 Werbeanzeigen, die mutmaßlich von Russland aus gesteuert wurden, will Facebook Ermittlern des US-Kongresses offenlegen. Der Internetkonzern und die Regierung arbeiteten im Rahmen der Ermittlungen zu einer mutmaßlichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf aktiv zusammen, erklärte Zuckerberg. Facebook hatte die fraglichen Anzeigen zuvor bereits dem Sonderermittler zur Verfügung gestellt, der die Vorwürfe zu Russland untersucht.

"Ich möchte nicht, dass jemand unsere Tools benutzt, um die Demokratie zu untergraben. Dafür stehen wir nicht." Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer

Transparenz bei politischen Anzeigen

Zudem kündigte Zuckerberg mehr Transparenz bei politischen Werbeanzeigen in dem sozialen Netzwerk an. Künftig müsse offengelegt werden, wer für die Anzeigen zahlt und ob Weitere geschaltet wurden. Bisher werden diese Informationen nicht offen angezeigt. 

Zuckerberg kündigte an, im kommenden Jahr 250 Mitarbeiter anzustellen, die die Rechtschaffenheit bei Wahlen sicherstellen sollen. Er warnte jedoch, dass Facebook nicht alles ungewollte Material finden könne, bevor es tatsächlich veröffentlicht wird. "Wir überprüfen nicht, was Leute sagen, bevor sie es sagen", so Zuckerberg. Wer jedoch gegen das Gesetz oder die Richtlinien von Facebook verstoße, werde sich dafür den Konsequenzen stellen müssen. 

Politischer Druck

Hintergrund für Zuckerbergs Vorstoß könnte sein, dass der führende Demokrat im Geheimdienstausschuss, Senator Mark Warner, indes an einem Gesetzentwurf arbeitet, der die Internetkonzerne dazu verpflichten würde, offen zu sagen, wer für politische Anzeigen gezahlt hat - ähnlich wie es bereits bei TV-Spots die Regel ist. In einem Interview sagte Warner, er hoffe, bei dem Entwurf mit den großen Social-Media-Unternehmen zusammenarbeiten zu können.