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Automobilindustrie

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    Wie viel Arbeit gibt's noch bei Audi in Ingolstadt?

    Zentrales Thema auf der Audi-Betriebsversammlung ist die Frage, wie sehr die Probleme durch das Zulassungsverfahren WLTP auf die Auslastung des Werks durchschlagen werden. In Ingolstadt ist eine Drosselung der Produktion geplant. Von Susanne Pfaller

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    Schon jetzt ist klar, dass die Produktion nicht nur während der Sommerferien im August stark gedrosselt wird. Auch im September sollen Schichten ausfallen. Die bange Frage der 18.000 direkt in der Produktion beschäftigten Audianer ist, wie oft die Bänder stillstehen werden und vor allem, wie sich diese Arbeitsausfälle auf die Gehaltszettel niederschlagen werden. Insider halten Schichtkürzungen bis Ende des Jahres für möglich.

    Betriebsrat: Nicht alles nur auf dem Rücken der Belegschaft austragen

    Betriebsratschef Peter Mosch fordert, dass die Folgen der neuen WLTP-Zulassung "nicht alleine auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen" werden. Die Abkürzung steht für "Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure". Wegen des neuen Verfahrens müssen direkteinspritzende Benziner auf Otto-Partikelfilter umgestellt werden.

    Außerdem wird ein Jahr nach der Einführung des neuen Standards im September auch noch ein Realtest verbindlich, bei dem das tatsächliche Verhalten des Motors im Straßenverkehr untersucht wird. Der neue Standard soll helfen, den tatsächlichen Kraftstoffverbrauch sowie die wirklichen Schadstoff- und CO2-Emmissionen festzustellen.

    Klare Worte vom Übergangs-CEO Schot erwartet

    Neben Mosch wird auch der kommissarische Audi-Chef Bram Schot auf der Betriebsversammlung sprechen. Von ihm erwartet die Belegschaft klare Worte zu den Folgen der Dieselkrise und zur künftigen Strategie des Unternehmens. Trotz aller Schwierigkeiten kann Schot darauf verweisen, dass der Audi-Absatz im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent gestiegen ist.

    Auf die Nachrichten von der Betriebsversammlung warten nicht nur die Audianer, sondern die ganze Region, vor allem die Zuliefer-Betriebe. Denn ihnen fehlt angesichts der Produktionskürzungen derzeit jegliche Planungssicherheit.