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In Herzogenaurach stimmen die Bürger über den Bau einer Umgehungsstraße ab. Sie soll den Vorort Niederndorf vom Durchgangsverkehr entlasten.

Bildrechte: BR/Johanna Schlüter
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Umfahrung ja oder nein? Bürgerentscheid in Herzogenaurach

Tausende Pendler täglich: Die Stadt Herzogenaurach will ihren Vorort Niederndorf vom Durchgangsverkehr entlasten. Sie plant den Bau einer Umgehung. Eine Bürgerinitiative ist wegen des Flächenverbrauchs dagegen. Am Sonntag entscheiden die Bürger.

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Karin GoeckelKarin Goeckel
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Die Anwohner der Hauptstraße in Niederndorf sind schon seit Jahren lärmgeplagt. An Werktagen walzen jeden Morgen und jeden Abend Massen an Fahrzeugen durch den Ort. 14.500 sind es täglich, zählten Verkehrsgutachter im Jahr 2017. Ein Großteil der Pendler will zu ihrem Arbeitsplatz bei Adidas, Puma und Schaeffler. Durch Niederndorf führt aber auch der Weg nach Erlangen und zur Autobahn. Soll nun eine Umfahrung her?

Südumgehung: Vernichtung von Ackerland?

Die Stadt Herzogenaurach möchte das Nadelöhr Niederndorf mit einer Umgehungsstraße entlasten. Eine Mehrheit im Stadtrat ist für den Bau einer Südumgehung. Sie würde auch dem Erlanger Stadtteil Neuses helfen, der ebenfalls viel Durchgangsverkehr verkraften muss. Doch aus Sicht einer Bürgerinitiative wäre der Bau der Südumgehung ein zu großer Eingriff in die Natur. Außerdem verbraucht die neue Straße zu viel wertvolles Ackerland, argumentieren die Gegner. Am Sonntag nun können die Bürgerinnen und Bürger von Herzogenaurach entscheiden. Sie haben die Wahl zwischen einem Ratsentscheid für den Bau der Südumgehung und einem Bürgerentscheid, der den geplanten Bau stoppen will.

Schaeffler bittet Beschäftigte um Ja zur Umgehung

Im Vorfeld der Entscheidung gab es in Herzogenaurach heftige Debatten. So hat die Unternehmensleitung von Schaeffler ihren Mitarbeitern dieser Tage einen Brief geschrieben und sie gebeten, sich an der Abstimmung zu beteiligen. In dem Brief sprechen sich der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld und Werkleiter Alexander Putz klar für den Bau der Südumgehung aus. "Wenn wir in Herzogenaurach weiter nachhaltig Zukunft gestalten wollen, benötigen wir dringend eine leistungsfähige und attraktive Verkehrsinfrastruktur, nicht nur für Schaeffler, sondern für die gesamte Stadt und das Umland", schreibt Rosenfeld. Dazu gehöre sowohl eine Südumgehung als auch die geplante Stadt-Umland-Bahn (StUB) und ein Schnellradweg zwischen Herzogenaurach und Erlangen.

Das Ergebnis des Bürgerentscheids soll am Sonntag gegen 20.00 Uhr feststehen.

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