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Gefangenes Wolfsweibchen
© Nationalpark Bayerischer Wald

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Gefangenes Wolfsweibchen

Das Tier sei betäubt und tierärztlich betreut worden. Nach Angaben der Tierärztin des Nationalparks hat das Wolfsweibchen deutlich abgenommen. Das Tier werde jetzt einige Zeit zur Eingewöhnung und besseren Beobachtung in einem separaten Gehege untergebracht. Nationalparkleiter Franz Leibl zeigte sich "froh, dass sich die enormen Anstrengungen der vergangenen Wochen gelohnt haben." Man werde weiterhin auf ein Konzept mit Lebendfallen, Fotofallen und Suchtrupps mit Narkosegewehren setzen. Der Nationalpark hofft zudem weiter auf die Mithilfe der Bevölkerung. Zwei Gehegewölfe sind noch immer im Wald unterwegs. Ein Wolf war in den letzten Tagen nah am Tierfreigelände herumgestreift. Deshalb hatte man das Gelände mit dem Besucherzentrum am Freitag geschlossen.

Kritik am Nationalpark

Die Nationalparkverwaltung war zuvor teils heftig kritisiert worden, weil von den sechs entlaufenen Gehegewölfen zwei erschossen worden sind. Ein Tier war von einem Zug erfasst und getötet worden. Am Montag will eine Tierschutzorganisation in München eine Petition gegen weitere Abschüsse an das Umweltministerium übergeben. Dafür wurden deutschlandweit mehr als 29.000 Unterschriften gesammelt. Am 6. Oktober hatte ein Unbekannter das Tor zum Wolfsgehege geöffnet. Motiv und Täter sind weiter unbekannt.

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B5 Nachrichten vom 21.10.2017 - 13:33 Uhr