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Münchner 7-Tage-Inzidenz steigt deutlich über 50 | BR24

© dpa / Frank Hoermann

München im Sonnenuntergang (Symbolbild).

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    Münchner 7-Tage-Inzidenz steigt deutlich über 50

    Die Corona-Lage in München verschärft sich. Nachdem die Stadt am Freitag den Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche knapp gerissen hatte, steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter. Sie liegt nun bei 54,2.

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    Nach 50,7 am Freitag liegt die 7-Tage-Inzidenz in der bayerischen Landeshauptstadt nun bei 54,2, wie die Stadt München am Samstag mitteilte. Wegen einer Panne bei der Datenübermittlung war es zuvor zu unterschiedlichen Werten bei verschiedenen offiziellen Stellen gekommen.

    130 neue Infektionsfälle

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann positive Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermittelt werden und können sich auch rückwirkend ändern (beispielsweise durch Qualitätskontrollen oder Nachmeldungen).

    Aufgrund eines IT-Übertragungsfehlers sind die 130 neuen Infektionsfälle noch nicht in der Statistik des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) geführt und deshalb auch nicht in die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz des LGL für München eingeflossen.

    Nach den eigenen Berechnungen des städtischen Gesundheitsamtes, in die die 130 Neuinfektionen aber einflossen, liegt die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt bei 54,16.

    OB Reiter: Entwicklung am Wochenende abwarten

    Nach dem Überschreiten des Grenzwertes am Freitag hatte sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit einer Stellungnahme gemeldet: Man wolle die Entwicklung am Wochenende abwarten – erst am Montag würde man gegebenfalls neue Maßnahmen beschließen.

    "Ich kann allen Münchnerinnen und Münchnern versichern, dass wir die weitere Entwicklung sehr genau im Blick behalten und notwendige Maßnahmen dann veranlassen, wenn wir sie für notwendig erachten", so Reiter.

    Mahnung zur Einhaltung der Hygiene-Regeln

    Reiter ermahnte ebenso Wirte und Besucher der sogenannten Wirtshaus-Wiesn am Wochenende, sorgfältig auf die Einhaltung des Corona-Hygienekonzepts zu achten und kündigte intensive Kontrollen von Polizei und KVR an.

    Die Stadt befürchtet, dass sich viele zu bierseligen "Wiesn-Ersatzpartys" treffen könnten und hat sowohl für die Theresienwiese als auch für bekannte Party-Hotspots ein Alkoholverbot erlassen. Eine Alternative zum coronabedingt geplatzten weltgrößten Volksfest bieten rund 50 Wiesn- und Innenstadtwirte, die bis zum 4. Oktober mit der Wirthaus-Wiesn Oktoberfeststimmung schaffen wollen.

    Regeln in Schulen und Kitas erst einmal unverändert

    Am Freitag hatte Reiter weiterhin Planungssicherheit in Schulen und Kitas für den Wochenanfang verkündet: "Es wird keine Änderungen geben – und das ist die zentrale Botschaft an die Eltern - im Bereich der Schulen und im Bereich der Kinderbetreuung", betonte er. Sollte so etwas wieder nötig werden, werde es einen angemessenen Vorlauf geben. "Am Montag, kann ich jetzt jedenfalls sagen, ist alles unverändert." Leider müssten die Kinder aber weiter eine Maske tragen. "Das ist der Preis, den wir dafür zahlen müssen."

    Bislang 10.583 bestätigte Infektionen in München

    Der Stadt zufolge gab es seit Beginn der Pandemie in München 10.583 bestätigte Infektionen. 8.929 Menschen sind demnach genesen, 223 an oder mit dem Coronavirus gestorben.

    Der Wert von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen.

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