Unter dem Strich sind die Verantwortlichen mit der Besucherzahl sehr zufrieden – denn da Heiligabend auf den vierten Advent fällt, geht am kommenden Sonntag um 14 Uhr der denkbar kürzeste Christkindlesmarkt zu Ende. Im vergangenen Jahr war es genau umgekehrt: 2016 dauerte der Advent praktisch eine Woche länger und daher lag die Besucherzahl bei 2,5 Millionen.
Markt bleibt Publikumsmagnet
Dennoch scheinen die Händler auch in diesem Jahr zufrieden zu sein. Nach Auskunft von Marktamtsleiterin Christine Beeck berichten sie von guten Umsätzen. Die Congress- und Tourismuszentrale geht davon aus, dass rund 3.800 Reisebusse Nürnberg wegen des Marktes angesteuert haben.
Friedlicher Markt
Auch aus polizeilicher Sicht war der Markt ein Erfolg. Als besonders positiv bewertet das Polizeipräsidium Mittelfranken, dass im Bereich des Christkindlesmarktes kein einziger Fall von verbaler oder tätlicher Gewalt gemeldet wurde. Auf die besonderen Sicherheitsmaßnahmen zur Terrorabwehr und die vereinzelten Taschenkontrollen hätten die Marktbesucher positiv reagiert. Auch die Zahl der Taschendiebstähle sei mit 33 Einzefällen verhältnismäßig gering ausgefallen. Spektakulärster Zwischenfall war ein nicht genehmigte Drohnenflug: Ein 27-jähriger Tourist hatte am Eröffnungstag genau während der Prologs des Nürnberger Christkindes sein Fluggerät über den Hauptmarkt fliegen lassen. Er wurde ausfindig gemacht und ließ die Drohne wieder landen.
Besonderes Programm zum Abschluss
Wenn der Christkindlesmarkt am Sonntag zu Ende geht, soll es ein besonderes Programm geben. So findet kurz nach 12 Uhr, nach dem Männleinlaufen des Glockenspiels der Frauenkirche, ein Advents-Schlusswort mit dem katholischen und dem evangelischen Stadtdekan auf der Bühne vor der Frauenkirche statt. Dabei soll auch das Nürnberger Christkind, Rebecca Ammon, anwesend sein und zu seiner ersten Amtszeit interviewt werden.