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Symbolbild: Kreissparkasse

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    Kreissparkassen München/Starnberg/Ebersberg schließen Filialen

    Keine Mitarbeiter mehr zu Beratung, nur noch Geldautomaten: Das erwartet die Kunden der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg in Zukunft an zwölf Standorten – von Aying bis Seeshaupt. Ihnen bleiben dann nur noch die Online-Angebote ihrer Bank.

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    Von
    • Manuel Mehlhorn

    Als Begründung für die Schließungen nannte die Kreissparkasse die anhaltende Niedrigzinsphase, die hohen regulatorischen Anforderungen und einen starken Wettbewerb. "Zwei von drei Sparkassenkunden nutzen statistisch gesehen den Service und die Beratung bei einfachen Fragen über digitale Kanäle", so das Unternehmen. Insgesamt sei jeder dritte Kunde ausschließlich über Online-Angebote mit der Sparkasse in Kontakt. Das vergangene Jahr habe diesen Trend verstärkt.

    Landkreise München, Starnberg und Ebersberg betroffen

    Bei den Schließungen geht es um die folgenden Filialen: In Aschheim, Aßling, Aying, Berg, Feldafing, Forstinning, Hohenschäftlarn, Inning, Neuried, Putzbrunn, Seeshaupt und Steinhöring stehen den Kunden künftig nur noch ein Geldautomat und kein Bankmitarbeiter mehr gegenüber.

    Außerdem werden zwei Standorte zusammengelegt: Das betrifft die Haarer Filialen am Jagdfeldring und der Leibstraße sowie die Filialen Planegg und Krailling. In Krailing gibt es fortan gar keine Sparkassen-Niederlassung mehr.

    Sparkasse verweist auf Online-Angebote

    Der Kraillinger Bürgermeister Rudolph Haux (FDP) bedauert die endgültige Schließung, von der insbesondere ältere Bürger betroffen seien. Auf BR-Anfragte teilt die Kreissparkasse dazu mit: "Wir können die Besorgnis im Namen der älteren Mitbürger nachvollziehen." Das Unternehmen verweist auf die verbliebenen Filialen und die gestiegene Akzeptanz von Online-Angeboten durch ältere Bürger.

    Filialschließungen sind bundesweiter Trend

    Ob durch Filialschließungen auch Arbeitsplätze abgebaut werden, ließ die Sparkasse offen. In der Pressemitteilung heißt es lediglich, dass die betroffenen Mitarbeiter an den größeren Filialstandorten und im Telefon-Service-Center eingesetzt werden sollen.

    Die Filialschließungen sind Teil eines bundesweiten Trends, der sich durch die Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie verstärkt. So kündigte zum Beispiel die Commerzbank Ende Januar an, mehr als 40 Prozent ihrer Filialen schließen zu wollen.

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