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Am 5. August ist offizieller Kinostart für den neuen Eberhofer-Krimi "Kaiserschmarrndrama". Und der beschert dem niederbayerischen Markt Frontenhausen wieder einen Tourismusschub.

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"Kaiserschmarrndrama" bringt Eberhofer-Fieber nach Frontenhausen

Am 5. August ist offizieller Kinostart für den neuen Eberhofer-Krimi "Kaiserschmarrndrama". Und der beschert auch dem niederbayerischen Markt Frontenhausen wieder einen neuen Tourismusschub.

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Von
  • Harald Mitterer

Nach einer langen Corona-bedingten Durststrecke kommen jetzt auch die Eberhofer-Fans wieder auf ihre Kosten. Der neue Eberhofer-Krimi "Kaiserschmarrndrama" kommt am 5. August offiziell in die Kinos. Und das sorgt im niederbayerischen Markt Frontenhausen wieder für einen neuen Tourismusschub.

Sogar Busreisen nach Frontenhausen

Seitdem bekannt ist, dass die Eberhofer-Krimis in Frontenhausen gedreht werden, kommen immer mehr Fans des kultigen Dorfpolizisten dorthin, um sich auf die Spuren des Franz Eberhofer zu begeben. Sogar Busreisen werden inzwischen angeboten. Im Mittelpunkt: Der Eberhofer-Kreisverkehr am Ortseingang.

Kult-Kreisel

Er gilt inzwischen als wichtigster Kreisverkehr der deutschen Filmgeschichte. Mit den beiden Hauptdarstellern Franz Eberhofer und Rudi Birkenberger in Lebensgröße als Denkmal. Hier entscheidet sich aber auch, wohin die Reise geht. Nach Eichendorf, Aham, Marklkofen oder doch Dingolfing.

Touristen nehmen lange Strecken auf sich

Wir treffen Christoph Pleul aus Fulda. Wie viele andere macht er ein Selfie mit den Hauptdarstellern aus Stahl am Kreisel: "Ich kann das jetzt in meinem Status posten und alle wissen jetzt, dass ich meine Ankündigung wahr gemacht habe". Keiner geht hier ohne Selfie mit den lebensgroßen Kinostars Franz Eberhofer und Rudi Birkenberger vom Kreisverkehr: Auch Dominik Goldmann aus Detmold kann nicht widerstehen: "Wir sind im Urlaub am Chiemsee und eineinhalb Stunden hierhergefahren, um den Eberhofer Kreisel zu sehen". Etwas weniger begeistert seine Frau: "Die Folgen sind supertoll, aber dass ich eineinhalb Stunden für einen Kreisverkehr hierher fahren musste, finde ich nicht so toll".

Auch Metzgerei und Bäckerei bei Touristen beliebt

Der Eberhofer-Kreisel in Frontenhausen ist inzwischen eine der Sehenswürdigkeiten Niederbayerns. Die Filmtouristen aber wollen mehr sehen. Den Bäcker Schleich, dessen Niederkaltenkirchen-Tassen inzwischen Kultstatus bei den Fans haben. Und natürlich die Metzgerei, in der Eberhofer seine Leberkässemmeln kauft. Der Film-Simmerl selbst steht im echten Leben allerdings nicht hinter der Theke. Sondern Christian. Und der kann es selbst gar nicht fassen, wie viele Filmtouristen inzwischen kommen. Und was wollen die? "Hauptsächlich Leberkässemmeln", freut sich der Verkäufer. "Und Fotos machen halt natürlich, klar!"

Frontenhausen muss sich hässlich machen

Frontenhausen lebt inzwischen mit und von den Erfolgen der Eberhofer-Filme. Auch wenn der Ort für die Dreharbeiten immer auf "hässlich" getrimmt werden muss. Die Blumen am Markplatz müssen abgenommen werden, damit sich Franz Eberhofer alias Sebastian Bezzel richtig wohlfühlt in seinem Niederkaltenkirchen. Bürgermeister Franz Gassner nimmt es gelassen, dass beispielsweise die Blumen am Rathaus bei den Dreharbeiten immer abgenommen werden müssen. "In echt sind wir viel schöner!" sagt er und freut sich über jeden Filmtouristen, der sich davon selbst überzeugt.

Auch Navis finden nach Niederkaltenkirchen

Lange Zeit war es gar nicht so einfach, das Filmdorf Niederkaltenkirchen - also Frontenhausen - auch zu finden. Doch weil so viele danach gegoogelt haben, lotst einen der Routenplaner der Suchmaschine inzwischen automatisch nach Frontenhausen, wenn man Niederkaltenkirchen eingibt.

Ein Appell des Bürgermeisters

Bürgermeister Franz Gassner kann den touristischen Erfolg selbst gar nicht so recht fassen. Er appelliert an die Vernunft der Eberhofer-Fans. Vor allem am Eberhofer-Kreisel: Wegen der vielen Besucher hat die Marktgemeinde am Kreisverkehr schon für alle die aussteigen und ein Selfie machen wollen einen kleinen Parkplatz anlegen lassen . Vor allem am Wochenende ist der Rummel groß. "Ich kriege auch mit, dass die Besucher alles Mögliche anstellen. Manchen bleiben stehen oder fahren gar rückwärts. Ich appelliere an alle: Aufpassen, dass nichts passiert. Weil wir möchten den Eberhofer-Kreisel noch möglichst lange erhalten".

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