BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

#fragBR24💡 Wie viel CO2 verursache ich beim Video-Streamen? | BR24

© BR

Seit Corona streamen wir so viel wie noch nie. Doch wer online Serien schaut, spielt oder Videokonferenzen abhält, verursacht Treibhausgase. Allerdings nicht immer gleich viel. Das hängt nämlich ab, von der Art, wie die Daten zu mir kommen. #fragBR24

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

#fragBR24💡 Wie viel CO2 verursache ich beim Video-Streamen?

Seit Corona streamen wir so viel wie noch nie. Doch wer online Serien schaut, spielt oder Videokonferenzen abhält, verursacht Treibhausgase. Allerdings nicht immer gleich viel. Das hängt nämlich ab, von der Art, wie die Daten zu mir kommen.

Per Mail sharen

Wie viel CO2 ich beim Video-Streamen, also bei Video-Konferenzen, beim Schauen eines Films aus der Cloud oder beim Online-Spielen verursache, hängt sehr davon ab, auf welche Art die Daten zu mir kommen. Der Anteil an CO2-Emmissionen durch die Datenverarbeitung im Rechenzentrum ist dabei mit durchschnittlich 1,5 Gramm CO2 pro Stunde relativ gering. Was den Unterschied macht, ist, wie die Daten übertragen werden.

Bessere CO2-Bilanz über WLAN

Kommen die Daten in HD-Qualität über Glasfaser, entstehen für Rechenzentrum und Datenübertragung laut einer Studie des Öko-Instituts und des Fraunhofer IZM im Rahmen des Forschungsprojektes „Green Cloud-Computing“ 2 Gramm CO2 pro Stunde. Der Stromverbrauch des Endgeräts wurde bei der Erhebung nicht berücksichtigt. Kommen die Daten über ein Kupferkabel sind es 4 Gramm.

Bei einer Datenübertragung mit dem UMTS-Standard im Mobilfunknetz (3G) sind es jedoch 90 Gramm CO2. Bei einer Übertragung über das 5G-Netz hingegen nur 5 Gramm.

Forderung: Mehr WLAN-Hotspots und Glasfasernetze

Je mehr also über WLAN und Festnetz gestreamt wird, desto klimafreundlicher ist es. „Aus Umweltsicht ist es eine gute Idee, mehr öffentliche WLAN-Hotspots einzurichten“, folgerte Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei der Vorstellung der Studie. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes ergänzte, „wir sollten mehr in Glasfasernetze investieren.“ Zudem sei die neue 5G-Technik aus Klimaschutzsicht vielversprechend.

Noch mehr für die Umwelt tun, kann, wer eine möglichst geringe Auflösung wählt. Denn sonst werden beim Streamen über Glasfaser aus 2 Gramm bei HD-Qualität ganz schnell rund 20 Gramm bei Ultra-HD. Durch Streamen in geringerer Auflösung kann also jeder CO2 einsparen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!