#fragBR24­čĺí Fleischersatz - Rettung f├╝r die Umwelt?
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#fragBR24­čĺí Fleischersatz - Rettung f├╝r die Umwelt?

Soja-Wurst, Schnitzel aus Erbsen, Frikadellen aus Insekten. Die Nachfrage nach Fleischersatz steigt. Nun hat das Umweltbundesamt in einer Studie unter anderem untersucht, welche Auswirkungen derartige Produkte f├╝r die Umwelt haben.

├ťber dieses Thema berichtet: BR24 im BR Fernsehen.

60 kg Fleisch isst jeder Deutsche pro Kopf und Jahr. Das ist zu viel, meint die EAT Lancet Kommission aus Expertinnen und Experten f├╝r Gesundheit, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Politik und Landwirtschaft, die gegr├╝ndet wurde, um die wissenschaftliche Grundlage f├╝r eine Transformation des globalen Ern├Ąhrungssystems zu schaffen. "Gesund und nachhaltig w├Ąren maximal 15 kg Fleisch."

Denn: Der Konsum und die derzeitigen Herstellungsprozesse verursachen erhebliche Probleme - f├╝r die Umwelt durch Treibhausgasemissionen aus Viehhaltung oder Regenwaldabholzung, f├╝r die Tiere durch die oft tierqu├Ąlerischen Haltungsbedingungen und f├╝r die menschliche Gesundheit unter anderem durch den Einsatz von Antibiotika in St├Ąllen.

"Aus Umweltsicht ist es unverzichtbar, den Fleischkonsum zu reduzieren." Dirk Messner, Pr├Ąsident Umweltbundesamt

Fleischersatz auf Pflanzenbasis mit bester Umweltbilanz

Beim Vergleich von Fleischersatz auf pflanzlicher Basis (Soja, Weizen, Erbsen), von Fleischersatz auf Insektenbasis und von im Labor hergestelltem In-Vitro-Fleisch schneidet in der Studie "Fleisch der Zukunft" aus Umweltsicht Fleischersatz auf pflanzlicher Basis am besten ab. Denn hier dienen die Pflanzen auf direktem Weg der menschlichen Ern├Ąhrung.

Nehmen sie aber den Umweg ├╝ber das Tier, werden deutlich mehr pflanzliche Kalorien ben├Âtigt, bis die gleiche Kalorienzahl ├╝ber das Fleisch beim Menschen ankommen - und somit auch mehr Ackerfl├Ąche, Wasser, Energie. Zudem werden mehr umweltsch├Ądliche Treibhausgase freigesetzt.

Aussto├č von Treibhausgasen bei Produktion von:

  • 1 kg Fleischersatz auf Sojabasis: 2,8 kg
  • 1 kg Schweinefleisch: 4,1 kg
  • 1 kg Gefl├╝gel: 4,3 kg
  • 1 kg Rindfleisch: 30,5 kg
  • 1 kg Fleischersatz auf Insektenbasis: 3 kg

Fleischersatz auf Insektenbasis oder auch Laborfleisch - Alternativen?

Zu den Auswirkungen von Erzeugnissen aus essbaren Insekten auf die Gesundheit ist noch wenig bekannt. Oft enthalten sie zwar mehr Eiwei├č, bergen aber auch f├╝r bestimmte Allergiker ein Risiko.

Zu In-Vitro-Fleisch ist es insgesamt noch schwer, Aussagen ├╝ber die Umwelt- und Gesundheitswirkungen zu treffen. Erste Prognosen zum Abschneiden im Vergleich mit herk├Âmmlichem Fleisch: Wasser- und Landverbrauch besser, Energieverbrauch schlechter.

Fazit der Studie des Umweltbundesamts

In Fleischersatz liegt laut Umweltbundesamt ein hohes Potential. Am besten ist es, wenn es zudem wenig verarbeitet und wenig verpackt ist. Es gebe allerdings noch gro├če Hemmnisse wie die geschmackliche Akzeptanz bei den Verbrauchern oder die Vorstellung, Insekten zu essen. Zudem finden sich in Fleischersatz oft Zus├Ątze wie Farbstoffe, Stabilisatoren oder S├Ąureregulatoren.

"Fleischproduktion schadet nachweislich der Umwelt und tr├Ągt zur Erderhitzung bei. Fleischersatz k├Ânnte eine gro├če Rolle bei einer umweltschonenderen und auch ges├╝nderen Ern├Ąhrung spielen." Dirk Messner, Pr├Ąsident Umweltbundesamt

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