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Den bayerischen Landessieg hat das Julius Echter-Gymnasium aus Elsenfeld bereits. Nun will die Schule mit ihrem Mehrwegbecher-Pfandsystem "Miltenbecher" beim klimaschutzwettbewerb "Energiesparmeister" auch auf Bundesebene siegen.

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Elsenfelder Gymnasium will deutscher Energiesparmeister werden

Den bayerischen Landessieg hat das Julius Echter-Gymnasium aus Elsenfeld bereits in der Tasche. Jetzt will die Schule mit ihrem Mehrwegbecher-Pfandsystem "Miltenbecher" beim Klimaschutzwettbewerb "Energiesparmeister" auch auf Bundesebene siegen.

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Von
  • Barbara Ecke

Die Erfolgsgeschichte des "Miltenbecher" beginnt im Jahr 2017. Um den Biologie-und Chemielehrer Jörg Giegerich bildet sich eine Projektgruppe mit der Idee, etwas für die Umwelt zu tun. Mit dem umweltfreundlichen Mehrwegbecher für "Coffee to go" werden weniger Ressourcen verbraucht und es entsteht weniger Müll. Fast 15.000 Becher sind mittlerweile im Umlauf, größtenteils im Landkreis Miltenberg. Neben Bäckereien, Tankstellen, Cafes und Metzgereien ist der "Miltenbecher" auch schon in Betriebskantinen im Einsatz. Mit diesem Projekt ist das Julius-Echter-Gymnasium aus Elsenfeld beim bundesweiten Klimaschutzwettbewerb "Energiesparmeister" angetreten und hat bereits den bayerischen Landessieg geholt.

Elsenfelder Gymnasium will Bundessieger werden

An dem Klimaschutzwettbewerb haben sich 335 Schulen beteiligt. Seit 2009 gibt es die Aktion der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, unterstützt vom Bundesumweltministerium. Für den Landessieg hat das Julius Echter-Gymnasium bereits ein Preisgeld von 2.500 Euro bekommen. Der Bundessieger, der am Freitag in Berlin bekannt gegeben wird, erhält weitere 2.500 Euro. Noch heute kann jeder online abstimmen.

Die "Miltenbowl" als Ergänzung zum "Miltenbecher“"

Die Schüler-Gruppe hat sich als höchst professionell entpuppt: Neben Design und Werbung arbeitet sie bereits an einem Nachfolge-Modell: Die "Miltenbowl", eine Schüssel für Essen "to go". "Wegen der Corona-Pandemie wird momentan mehr Essen bestellt und meistens ist das in Einwegverpackungen. Deswegen ist es da auch nötig, die Umwelt zu schützen", sagt die Elftklässlerin Sophie Rothenbücher aus der Projektgruppe. Sie führt aktuell eine Marktstudie bei den Gastronomen durch: Wie groß soll die Schüssel sein, wie tief und welche Restaurants hätten Interesse.

Innovative Schüler-Ideen machen Projekt zum Erfolg

In der Projektgruppe wird auch am Design des Bechers und am Marketing gearbeitet. Die Schüler haben eine eigene Website erstellt. Auf den Bechern selbst sind QR-Codes, die direkt auf die Homepage weiterleiten. Darauf finden sich Fakten zum Energie- und Ressourcensparen. Außerdem hat die Gruppe sehr professionelle Videos rund um das Thema produziert.

"Miltenbecher" auf den Osterinseln

Für die Vermarktung in den sozialen Medien kam die Gruppe auf die Idee "Miltenbecher big picture". Die Leute waren aufgerufen, den Becher in den Urlaub mitzunehmen. Dort entstanden beeindruckende Fotos mit dem Mehrwegbecher – auf den Osterinseln, in Nordkorea, Südamerika und ganz Europa. Die Fotos wurden dann in den sozialen Netzwerken geteilt.

Eigener Becher-Ausgabeautomat

Innerhalb der Projektgruppe wurde auch ein solarbetriebener Ausgabeautomat für den Becher konstruiert. Der Prototyp soll vorerst in der schuleigenen Mensa aufgebaut werden – als Testlauf. Theo Spilger aus der neunten Klasse erklärt: "Wenn das gut läuft, wollen wir den Automaten auch verbreiten."

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