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Corona: Die Ereignisse vom 4. Mai bis 10. Mai | BR24

© dpa/Sina Schuldt

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    Corona: Die Ereignisse vom 4. Mai bis 10. Mai

    Stadt Rosenheim wieder über Referenzzahl von 50 Neuerkrankungen. OB Reiter und Grüne kritisieren Demonstranten in München. Bergbahnen sollen ab 18. Mai wieder öffnen - mit Abstandsregeln.

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    Sonntag, 10. Mai

    16.42 Uhr: Stadt Rosenheim wieder über Referenzzahl von 50 Neuerkrankungen

    In der Stadt Rosenheim ist erneut die Marke von 50 Covid-19-Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern binnen der vergangenen sieben Tage überschritten worden. Der Wert habe am Sonntag bei 50,5 gelegen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag in Erlangen mit.

    Die Stadt Rosenheim hatte bereits am 7. Mai die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen gerissen. Damals lag der Wert bei 52,7. Die aktuell erneut gestiegenen Fallzahlen seien durch eine Reihentestung in einer Asylbewerberunterkunft zu erklären, teilte das Landesamt mit.

    Traunstein senkt die Frühwarngrenze auf 35 Fälle

    In den Nachbarregionen, dem Landkreis Rosenheim und dem Landkreis Traunstein sind die Kennziffern mit 29,5 und 37,8 ebenfalls vergleichsweise hoch. Im Fall Traunstein liege das an erhöhten Fallzahlen in Pflegeheimen, teilte das Landratsamt mit.

    In diesem Landkreis sei eine lokale Allgemeinverfügung mit Besuchsverbot für Krankenhäuser, Altenheime und Asylunterkünften bis zum 15. Mai erlassen worden. Das Landesamt wolle künftig eine Frühwarngrenze bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern einziehen, um die betroffenen Kommunen warnen zu können und dort rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten.

    13.20 Uhr: OB Reiter und Grüne kritisieren Demonstranten in München

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat scharfe Kritik an den Pro-Grundrecht-Demonstranten geübt, die sich am Samstag zu Tausenden auf dem Marienplatz der bayerischen Landeshauptstadt versammelt hatten. "Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass die Menschen sich durch die getroffenen Maßnahmen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlen und baldmöglichst wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren möchten", sagte Reiter am Sonntag der Deutschen Presseagentur. "Gar kein Verständnis habe ich für Aktionen oder Demonstrationen, die durch fehlende Distanz und Mund/Nasenschutz jede positive Entwicklung des Infektionsgeschehens konterkarieren und weitere Lockerungen eher gefährden als ermöglichen."

    Die Münchner Grünen kritisierten, dass die Polizei die Demonstration mit 80 angemeldeten, aber 3.000 anwesenden Teilnehmern nicht unterbunden hat. Die Corona-bedingten Abstandsregeln seien notwendig, um die Infektionsrate zu reduzieren. Gleichzeitig seien sie ein massiver Eingriff in Grundrechte. "Die Menschen sind nur dann bereit, diese Einschränkungen weiter in Kauf zu nehmen, wenn sie für alle gleichermaßen gelten. Stringentes Handeln der Polizei ist dafür entscheidend", sagte der Vorsitzende der Münchner Grünen, Dominik Krause.

    12.30 Uhr: Basketball-Bundesliga hofft weiter auf Finalrunde in München

    Trotz Corona: München rüstet sich weiter für die Finalrunde um die deutsche Basketball-Meisterschaft im Juni. Hier soll im Audi-Dome ein dreiwöchiges Turnier ausgetragen werden, bei dem der Meister gekürt wird. Die zehn Teams sollen insgesamt 36 Partien austragen, ein Konzept wurde von der Basketball-Bundesliga an die Behörden übergeben.

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hatte schon im Vorfeld auf Unterschiede zwischen der Freiluftsportart Fußball und dem Hallensport Basketball hingewiesen. Allerdings planen die Basketballer eine strikte Quarantäne. Die Teams und Beteiligten sollen während des Turniers in einem gemeinsamen Hotel von der Außenwelt isoliert werden.

    Das Hygiene- und Sicherheitskonzept soll den Profis am Montag im Detail erklärt werden. Zuvor waren von einigen Spielern Bedenken geäußert worden. Diese will die Liga mit dem Konzept ausräumen. Bis zum 18. Mai hoffen die Vereine auf ein positives Votum der Behörden.

    09.21 Uhr: Bergbahnen sollen ab 18. Mai wieder öffnen - mit Abstandsregeln

    Die Bergbahnen in Bayern sollen laut Forderung des Verbandes Deutscher Seilbahnen zum 18. Mai wieder öffnen. Ein Hygienekonzept dafür sei vom Verkehrsministerium gemeinsam mit Seilbahnfachleuten und Hygieneexperten erarbeitet worden. Nach einhelliger Meinung könnten die Hygiene- und Abstandsregeln in den Seibahnen sehr gut umgesetzt werden, sagte Verbandspräsident Matthias Stauch der Deutschen Presse-Agentur.

    "Eines der wichtigsten Kriterien ist der überwiegende Aufenthalt der Personen im Freien", sagte Stauch, der auch Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn ist. "Darüber hinaus gilt neben den bekannten Abstandsregeln eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung für die Beförderung unserer Gäste."

    Ab 18. Mai dürfen in Bayern Berghütten und -restaurants ihre Gäste wieder im Freien bewirten. Zudem könnten so vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt am 25. Mai und vor den Pfingstferien die Hygienekonzepte einem Testlauf unterzogen und bei Bedarf angepasst werden.

    Der Liftbetrieb war im März wegen der Corona-Krise vorzeitig eingestellt worden. Da die Wintersaison aber zumindest in den meisten deutschen Gebieten ohnehin dem Ende zuging, blieben den Betreibern hier zumeist extreme Einbrüche erspart.

    Samstag, 9. Mai

    14.21 Uhr: Neue Corona-Fallzahlen aus München

    In München wurden am frühen Samstagnachmittag 43 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.320 Infektionen gemeldet, bilanziert die Stadt. In der Zahl enthalten sind 5.042 Personen, die bereits genesen sind, 983 Münchner Covid-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 197 Todesfälle.

    Am Samstag vergangener Woche (2.5.) waren es 34 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.989). Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    © Stadt München

    So haben sich die Tageswerte bestätigter Corona-Neuinfektionen in München entwickelt.

    10.08 Uhr: Fußballtraining ab Montag wieder eingeschränkt möglich

    In Bayern ist von Montag an wieder eingeschränktes Fußball-Training erlaubt. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat dazu einen Leit"aden veröffentlicht, welche Vorkehrungen Trainer und Betreuer treffen müssen. «Für all unsere Fußballer ist diese neue Entwicklung vom heutigen Abend eine gute Nachricht in dieser schwierigen Phase", sagte BFV-Präsident Rainer Koch, nachdem am Freitagabend dieser Weg zur Rückkehr auf den Platz geebnet wurde.

    Koch vertraut darauf, dass die Vereine verantwortungsvoll mit der Möglichkeit umgehen. "Wir wissen, dass es bis zur Rückkehr zur Normalität noch ein weiter Weg ist. Aber der erste Schritt ist gemacht", sagte Koch. "Jetzt kommt es auf uns alle an, dass wir uns auch strikt an die staatlichen Regelungen halten, wohl überlegt und mit gesundem Menschenverstand die ersten Schritte auf den Plätzen machen. Wir sind im Kampf gegen das Virus noch lange nicht am Ende. Vorsicht und Fürsorge sind weiterhin oberstes Gebot."

    Der Spielbetrieb in Bayern ist bis mindestens 31. August ausgesetzt. Der Verband hat in seinen rund 4.600 Vereinen mehr als 1,6 Millionen Mitglieder. Im Amateurspielbetrieb sind gut 25.000 Mannschaften in allen Altersklassen organisiert. Pro Wochenende finden normalerweise rund 13.000 Spiele statt.

    Freitag, 8. Mai

    23.33 Uhr: Nur noch 10 Neuinfektionen in einer Woche im Kreis Freising

    Zehn neue Infektionen mit dem Coronavirus hat das Gesundheitsamt Freising zuletzt innerhalb einer Woche registriert. So niedrig war diese Rate im Landkreis Freising seit dem Ausbruch der Corona-Welle Anfang März nicht mehr, teilt der Landkreis Freising . Insgesamt hatten sich bis Freitagmittag (8. Mai) 919 Menschen im Landkreis mit COVID-19 angesteckt, 762 Personen sind bereits wieder genesen, 40 Menschenstarben mit COVID-19.

    "Die anfangs kritische Lage ist jetzt beherrschbar", bilanzierte der neue Landrat Helmut Petz im Rahmen seiner ersten Pressekonferenz im Landratsamt. "Scheinbar wie selbstverständlich haben wir das Geschehen im Griff – in medizinischer Hinsicht und auch die Versorgungslage. Aber das ist alles andere als selbstverständlich“, so Petz. Dies sei vor allem dem "hervorragenden Krisenmanagement" und dem "außerordentlich großen Einsatz aller Beteiligten" zu verdanken. Die Mitarbeiter im Landratsamt und im Gesundheitsamt, im Klinikum, die Ärzteschaft oder die vielen Helfer in den Rettungs- und Hilfsorganisationen im Landkreis hätten sich alle"in unglaublicher Weise" eingesetzt, so der Freisinger Landrat. Ziel müsse es sein, nun bald wieder "ein Stück Normalität" zu schaffen, sagte Helmut Petz und verwies auf die bevorstehende teilweise Öffnung der Schulen.

    17.43 Uhr: Oberbayern meldet 20.132 Infizierte

    In Oberbayern sind 20.132 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Seit gestern sind 142 Fälle dazu gekommen. Im Vergleich zu gestern sind in Oberbayern 46 mit dem Coronavirus infizierte Frauen und Männer gestorben. Die meisten Todesfälle gab es in der Landeshauptstadt München mit 37. In den Landkreisen Rosenheim und Traunstein waren es jeweils 3 Personen, die gestorben sind. In beiden Landkreisen sind in Oberbayern die meisten Fälle registriert.

    17.23 Uhr: Klinikum Landsberg lockert Besuchsverbot

    Ab Samstag gelten im Landsberger Krankenhaus neue Besuchsregeln. Das generelle Verbot wird aufgehoben, wegen der anhaltenden Corona-Pandemie hat das Klinikum aber strenge Auflagen erlassen.

    So darf jeder Patient täglich nur von einer Person besucht werden – in Frage kommen die eigene Familie und enge Verwandte, der Aufenthalt ist auf eine halbe Stunde begrenzt. Jeder Besucher muss beim Betreten des Krankenhauses einen Gesundheitscheck absolvieren und seine Kontaktdaten hinterlassen, damit mögliche Infektionsketten nachverfolgt werden können. Während des Aufenthalts müssen Besucher grundsätzlich einen Mund-Nasenschutz tragen.

    Besucher sollten vorab einen Termin vereinbaren unter der Service-Nummer 08191/3331283, weil aus Infektionsschutzgründen nicht unbegrenzt Personen ins Krankenhaus gelassen werden können. Um die Wartezeit am Einlass zu verkürzen, empfiehlt das Klinikum ein Anmeldeformular unter www.klinikum-landsberg.de herunterzuladen und auszufüllen.

    17.03 Uhr: Münchner Wissenschaftler: Kinder - viele Viren, aber weniger krank

    Kinder erkranken in aller Regel weniger heftig an Corona - aber sie haben in etwa die gleiche Viruslast wie Erwachsene und sind damit wahrscheinlich gleichermaßen ansteckend. So fassen Wissenschaftler die bisherigen Erkenntnisse zusammen. Eine These zu den weniger schweren Krankheitsverläufen bei Kindern weise auf deren anders ausgerichtetes Immunsystem hin, sagte Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie an der Technischen Universität München (TUM) und am Helmholtz Zentrum München am Freitag in einer Online-Pressekonferenz.

    Das kindliche Immunsystem habe sich mit vielen Erregern noch nicht auseinandergesetzt und müsse deshalb auf breiter Basis wirksame Antikörper bilden, sagte Protzer. Es gebe auch eine ganze Reihe anderer Infektionskrankheiten, die im Kindesalter weniger dramatisch verliefen als bei Erwachsenen, etwa beim Epstein-Barr-Virus.

    16.30 Uhr: Schuldnerberater befürchten Anstieg der Überschuldung

    Die Zahl der Menschen, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen können, wird nach Einschätzung von Schuldnerberatern im Zuge der Corona-Krise steigen. Zuletzt lag sie bundesweit bei knapp sieben Millionen. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände, Michael Weinhold, sagte im Bayerischen Rundfunk („Interview der Woche“ auf B5 aktuell), die steigende Arbeitslosigkeit werde auch die Überschuldungsquote wachsen lassen. Denn der Verlust des Arbeitsplatzes sei ein Hauptgrund für Schuldenprobleme. Auch die Zahl der Selbständigen, die in Schwierigkeiten geraten, wird ihm zufolge spürbar zunehmen.

    Im BR-Interview forderte Weinhold die Politik auf, dafür zu sorgen, dass staatliche Soforthilfen für Verschuldete, deren Konten gepfändet sind, tatsächlich bei den Betroffenen ankommen. Er betonte, es ergebe keinen Sinn, wenn Steuergelder an Gläubiger gehen anstatt an Selbständige, die Unterstützung brauchen.

    Nach Einschätzung der Schuldnerberatungen sind finanzielle Probleme weiterhin regional sehr unterschiedlich verteilt. So können in Hof rund 14 Prozent der Haushalte ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, in Nürnberg sind es 12 Prozent. Eichstätt dagegen steht mit 4 Prozent deutlich besser da, ebenso Starnberg mit einer Überschuldungsquote von 3 Prozent.

    16.10 Uhr: IHK München und Oberbayern und Wirtschaftskammer Tirol für rasche Grenzöffnung

    Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Tirol fordert die IHK München und Oberbayern eine rasche Grenzöffnung, spätestens zum 15. Mai. Der eng verflochtene Wirtschaftsraum zwischen Bayern, Österreich und der Schweiz sei auf einen "grenzüberschreitenden Verkehr ohne jegliche Hürden und Hemmnisse angewiesen", so IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Tiroler Wirtschaftskammer.

    Damit schließen sich die beiden Kammern einem heute bereits erfolgten Auftruf von zehn Wirtschaftskammern der Bodenseeregion an. Die Infektionslage beiderseits der Grenze weise kaum noch Unterschiede auf, heißt es in der Begründung. Damit seien Einschränkungen der Personenfreizügigkeit nicht mehr gerechtfertigt.

    15.09 Uhr: Wegen Corona zwei Landesgartenschauen in 2021

    In Bayern wird es im nächsten Jahr zwei Landesgartenschauen geben: Nach dem Aufsichtsrat hat am Donnerstag auch der Stadtrat einer Verlegung der Ingolstädter Gartenschau ins kommende Jahr zugestimmt.

    Wie die Organisatoren mitteilten, soll diese nun vom 23. April bis 3. Oktober 2021 stattfinden. Vom 20. Mai bis zum 26. September 2021 wird zugleich die Landesgartenschau in Lindau am Bodensee ihre Tore öffnen. Man wolle auch bei einer Verschiebung der Schau in Ingolstadt wegen der Corona-Pandemie an der Planung festhalten, hatte die Geschäftsführung der Natur in Lindau gGmbH schon Ende April mitgeteilt. 

    In Ingolstadt sollte eigentlich seit 24. April dieses Jahres auf einer 23 Hektar großen Fläche besonders das Thema Nachhaltigkeit dargestellt werden. Das Gelände bleibt nun aber bis zur offiziellen Eröffnung im kommenden Jahr geschlossen.

    "Die für den neuen Park gepflanzten Bäume, Sträucher, Blumenwiesen und Rasenflächen profitieren sogar von der Verschiebung", so Eva Linder, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Ingolstadt. "Sie können länger wachsen und werden im nächsten Jahr bereits üppiger und voller sein."

    14.51 Uhr: Botanischer Garten München bis 18. Mai geschlossen

    Auch wenn Tierparks und Botanische Gärten ab Montag, 11. Mai wieder öffnen dürfen, bleibt der Botanische Garten in München voraussichtlich noch bis zum 18. Mai für Besucher geschlossen. Das Konzept für die Wiedereröffnung sei zwar vorbereitet, müsse aber in Detailfragen noch geklärt werden, damit die nötigen organisatorischen Voraussetzungen für die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften gegeben sind. Das schreibt der Botanische Garten in einer Pressemitteilung.

    Angesichts der Vorschriften müssen die Gewächshäuser auch nach der Wiedereröffnung geschlossen bleiben. Auch der Durchgang zum Schlosspark Nymphenburg könne aus organisatorischen Gründen nicht geöffnet werden.

    14.35 Uhr: Am Montag öffnet Münchner Tierpark Hellabrunn wieder

    Seit Mitte März hatten die rund 18.000 Tierpark-Bewohner in München ungewohnte Ruhe – ganz ohne Besucher. Ab Montag (11.05.) öffnet Hellabrunn wieder die Tore. Allerdings mit einer Zugangsbeschränkung: Maximal 2.185 Besucher dürfen täglich, aber nicht gleichzeitig, aufs Gelände.

    Eintrittskarten müssen mindestens einen Tag vor dem Besuch gekauft werden – online oder an den geöffneten Vorverkaufsstellen von München Ticket. Einige Bereiche des Parks wie Tierhäuser oder Streichelgehege bleiben weiter geschlossen. Auch Tier-Spaziergänge, Fütterungen oder öffentliche Tiertrainings fallen aus. Auf dem gesamten Gelände erinnern Hinweisschilder an die Corona-Regeln.

    Knapp zwei Monate war der Tierpark geschlossen. Durch die fehlenden Einnahmen ist ein Verlust von 2,7 Millionen Euro entstanden, sagt eine Sprecherin. Der Tierpark kostet jeden Tag insgesamt rund 50.000 Euro. Immerhin konnten in der Zeit schon mal Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorgezogen werden. Und noch etwas ist neu: Die Kunekune-Schweine, die Heckrinder und die Dahomey-Zwergrinder haben nämlich Nachwuchs bekommen.

    13.20 Uhr: Erneut mehr Infizierte in Rosenheim

    Jetzt sind in Bayern Familienbesuche wieder erlaubt und Spielplätze geöffnet. Wie das Rosenheimer Gesundheitsamt mitteilt, ist allerdings die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim deutlich angestiegen. Gestern (Donnerstag, 7. Mai) wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 36 neue Fälle gemeldet. Das ist der höchste Wert seit fast zwei Wochen. Am 24. April waren es 41 Neuinfektionen, zwischenzeitlich wurden sogar schon mal nur drei neue Infektionen vermeldet (am 3. Mai).

    Aber, darauf weist das Gesundheitsamt hin: 17 der insgesamt 36 Neuinfektionen wurden durch Reihenuntersuchungen in Asylbewerberunterkünften festgestellt. Da diese Unterkünfte bereits in Quarantäne sind, sei bereits eine entscheidende Maßnahme ergriffen, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, so ein Sprecher des Landratsamtes.

    Laut LGL liegt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Landkreis Rosenheim bei rund 37 und in der Stadt Rosenheim bei rund 33 (Stand: 7.Mai). Somit ist die kritische Obergrenze von 50 -trotz der Neuninfektionen- weit unterschritten.

    12.25 Uhr: "Haus der Berge" und Nationalpark Infostelle Hintersee öffnen Ende Mai wieder

    Das Nationalparkzentrum "Haus der Berge" und die Nationalpark-Informationsstelle Hintersee öffnen wieder am 25. Mai täglich von 9 bis 17 Uhr für Besucher. In beiden Einrichtungen werden bis dahin umfangreiche Infektionsschutzvorkehrungen getroffen. Alle Gäste der Nationalpark-Informationsstellen müssen einen eigenen Mund-Nase-Schutz tragen, Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Außerdem darf sich nur eine begrenzte Anzahl an Gästen gleichzeitig in den Innenräumen aufhalten. Auf die Regelungen wird vor Ort mittels Beschilderung hingewiesen. Alle kleineren, nicht personell besetzten Informationsstellen wie in Engert, Kühroint, St. Bartholomä und Wimbachbrücke bleiben vorerst geschlossen. Die Öffnungszeiten der Infostelle in der Gipfelstation der Jennerbahn richtet sich nach dem Bahnbetrieb. Sämtliche Bildungsveranstaltungen, Führungen, Kindergruppenstunden etc. des Nationalparks bleiben bis auf Weiteres untersagt. Das traditionelle "Haus der Berge"-Fest am 3. Oktober wurde abgesagt. Die Gastronomie im "Haus der Berge" macht bereits ab 18. Mai unter strengen Sicherheitsauflagen wieder auf.

    11.10 Uhr: Audi verlängert Kurzarbeit bis Ende Mai

    Audi verlängert die Kurzarbeit in Ingolstadt bis Ende Mai. Betroffen sind davon rund 20.000 der insgesamt 44.000 Mitarbeiter am Standort. Das sagte Audi-Sprecher Joachim Cordshagen zum Bayerischen Rundfunk. Auch im zweiten deutschen Audi-Werk Neckarsulm gibt es bis Ende des Monats Kurzarbeit. Unternehmenssprecher Cordshagen betonte, dass bei Audi trotz der Kurzarbeit der am 27. April gestartete  Anlauf der Produktion fortgesetzt wird. Nach dem coronabedingten Bandstopp arbeiteten Im April anfangs 1.500 Menschen in einer Schicht wieder in der Produktion. Seit 6. Mai sind 3.000 Audianer in zwei Schichten. Ab 11. Mai geht Audi zum drei Schichtmodell über.  Dann arbeiten 6.000 Menschen in der Produktion. Sie alle arbeiten an der Montagelinie drei und fertigen dort den A3 und den Q2.

    Donnerstag, 7. Mai

    19.25 Uhr: Münchner Klinik testet neue Lungen-Untersuchungsmethode

    Das Corona-Virus hinterlässt Spuren in der Lunge. Diese kann man im Krankenhaus bisher bei einer Computertomographie (CT) erkennen. Ab kommende Woche soll am Münchner Klinikum Rechts der Isar ein neues Röntgenverfahren getestet werden. Die für die Erkrankung typischen Veränderungen in der Lunge sollen damit sichtbar werden, zugleich sei die Methode schonender als die CT, erläuterte die Technische Universität München. Die CT habe die 50-fache Strahlenbelastung eines normalen Röntgenbildes. Das sei zu hoch für standardmäßige und auch häufigere Untersuchungen.

    18.03 Uhr: Knapp 20.000 Corona-Infizierte in Oberbayern

    In Oberbayern sind aktuell 19.990 Menschen mit den Coronavirus infiziert. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Seit Mittwoch sind 121 Fälle dazu gekommen. Damit hat Oberbayern nach wie vor im landesweiten Vergleich die meisten Neuinfektionen. Im Landkreis Rosenheim wurden 20 neue Fälle bekannt (gesamt 2.112). Im Landkreis Traunstein gibt es 19 Neuerkrankungen ( gesamt 1.226) , im Landkreis Dachau 11 Neuinfizierte (gesamt 888) und im Landkreis Fürstenfeldbruck sechs Neuerkrankte (gesamt 830). Seit gestern sind laut LGL neun Menschen am Coronavirus gestorben.

    16.01 Uhr: Münchner Polizei zieht Bilanz ihrer Kontrollen

    Seit Mittwoch sind die Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben. Das Polizeipräsidium München hat eine Bilanz der Kontrollen gezogen: Demnach wurden vom 21. März bis einschließlich 5. Mai im Stadtgebiet und im Landkreis rund 250.000 Überprüfungen durchgeführt. In dem Zeitraum wurden 7.800 Verstöße angezeigt. Bei etwa 7.000 davon hatten die Betroffenen die Ausgangsbeschränkungen nicht eingehalten, das entspricht einer Quote von drei Prozent. Zur Überwachung der Allgemeinverordnung waren neben den regulären Streifen 200 zusätzliche Polizeikräfte zur Unterstützung im Einsatz.

    14.49 Uhr: KZ-Gedenkstätte Dachau ab Montag wieder geöffnet

    Ab kommendem Montag sind die ehemaligen Konzentrationslager in Dachau und im oberpfälzischen Flossenbürg wieder zugänglich. Die Wiedereröffnung erfolge vom 11. Mai an schrittweise unter Berücksichtigung der vorgegebenen Schutz- und Hygieneauflagen, sagte Karl Freller, Stiftungsdirektor der Bayerischen Gedenkstätten, heute in München. In der KZ-Gedenkstätte Dachau können ab Montag das Außengelände sowie der Krematoriumsbereich inklusive der "Baracke X" wieder besichtigt werden. Ab 18. Mai soll dann das Besucherzentrum wieder öffnen – nur das Bistro bleibt vorerst zu. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in geschlossenen Räumen verpflichtend. Gruppenangebote wird es vorerst nicht geben.

    10.55 Uhr: Ex-Ski-Star Neureuther: Andere Sportarten sollen Fußball folgen

    Der frühere Ski-Star Felix Neureuther begrüßt die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga und hofft auf positive Effekte für andere Sportarten. "Der Fußball hat die Macht und dieses Vorreiterdenken in der Gesellschaft. Es ist gut, mit so einem Sport anzufangen, dass die Leute sich damit wieder identifizieren können", sagte der Sportler aus Garmisch-Partenkirchen im Bayerischen Fernsehen. "Und dann kann man schrittweise schauen, wie läuft das an, wie können andere nachziehen." Ab 15. Mai rollt der Ball wieder im deutschen Fußball.

    8.45 Uhr: Intendant der Münchner Kammerspiele befürchtet kunstfreie Gesellschaft

    Matthias Lilienthal, Intendant der Münchner Kammerspiele, fordert angesichts der Corona-Pandemie schnelle Hilfen für die freie Theaterszene. "Die Situation von freien Gruppen, Regisseuren, Schauspielern ist beschissen", sagte der 60-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Ohne Hilfen gehe diese Szene sonst vor die Hunde. "Wenn die Krise noch eine Weile dauert, haben wir sonst eine kunstfreie Gesellschaft. Die Krise ist eine Gelegenheit, dass man sich von der alleinigen Fixierung auf die Ökonomie verabschiedet."

    Als die Theater Mitte März wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, wurde auch seine letzte Spielzeit in München abrupt beendet. An eine Öffnung der Theater vor dem Sommer glaubt er nicht. "Ich würde gerne ein Abschiedsfest machen, wo ich jeden Menschen in den Arm nehmen kann, das ist nicht möglich", sagte Lilienthal, der im Sommer nach Berlin umziehen will. "Es wird ein Abschied ohne Abschied und abgebrochene Beziehungen sind für die Stadt nicht gut und für das Team und mich auch nicht, insofern ist das eine beschissene Situation."

    8.06 Uhr: Keine Ausgangsbeschränkungen: Motorradfahrer stirbt bei Zusammenstoß mit Lkw

    Gleich am ersten Tag, an dem die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen weggefallen sind, ist am Mittwochnachmittag ein Motorradfahrer im Landkreis Berchtesgadener Land bei einem Zusammenstoß mit einem Lkw tödlich verunglückt. Der 23-Jährige fuhr kurz vor 16 Uhr auf der Staatsstraße Richtung Teisendorf, als er von einem ihm entgegenkommenden Lkw-Fahrer beim Abbiegen übersehen wurde. Der Motorradfahrer krachte in die rechte Seite des Lastwagens und starb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen. Der 44-Jährige am Steuer des Lkw sowie sein Beifahrer erlitten der Polizei zufolge einen Schock. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen wird auf 6.000 Euro geschätzt.

    Seit dem 21. März waren Motorradtouren nicht mehr erlaubt, weil sie nicht als triftiger Grund galten, die Wohnung zu verlassen. Die Bayerische Staatsregierung hatte erst am Dienstag eine Lockerung der Maßnahmen in der Corona-Pandemie beschlossen.

    7.42 Uhr: Gewinn der Munich Re bricht wegen Corona-Schäden ein

    Hohe Schäden durch die Corona-Krise haben dem Münchner Rückversicherer Munich Re im ersten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Insgesamt legte der Dax-Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres rund 800 Millionen Euro für Versicherungsschäden infolge der Pandemie zurück, wie er am Donnerstag in München mitteilte.

    Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Quartalsgewinn dadurch um fast zwei Drittel auf 222 Millionen Euro ein. Angesichts der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Krise und die Höhe der Schäden wagt die Konzernführung um Vorstandschef Joachim Wenning weiterhin keine neue Gewinnprognose für das laufende Jahr. Sein ursprüngliches Gewinnziel von 2,8 Milliarden Euro hatte der Vorstand Ende März gekippt.

    7.10 Uhr: Drastischer Gewinneinbruch bei ProSiebenSat.1

    ProSiebenSat.1 hat seine vorläufigen Geschäftszahlen zum ersten Quartal bestätigt und traut sich mit Blick auf das Gesamtjahr noch keine weiteren Prognosen zu. Der Medienkonzern erwartet aber durch die Corona-Krise in allen Segmenten eine starke Beeinträchtigung des Geschäfts, wie er am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte.

    Im ersten Quartal ging der auf die Aktionäre des Konzerns entfallende Gewinn unter dem Strich und im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent auf 37 Millionen Euro zurück. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank - wie bereits bekannt - um 17 Prozent auf 157 Millionen Euro. Die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise hatten das margenstarke Werbegeschäft in der zweiten Märzhälfte belastet. Der Umsatz legte um 1 Prozent auf 926 Millionen Euro zu.

    6.05 Uhr: Bergfilm-Festival Tegernsee abgesagt

    Das Bergfilm-Festival in Tegernsee im Kreis Miesbach wird in diesem Herbst nicht stattfinden. "Die Gefahren der COVID-19-Pandemie erscheinen den Veranstaltern zu groß, um die gesundheitliche Sicherheit der erwarteten 7.000 Besucher garantieren zu können", so das Organisationsteam um Festivaldirektor Michael Pause und Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn.

    Gesundheit der Gäste ist wichtiger

    Das 18. Internationale Bergfilm-Festival in Tegernsee war für Mitte Oktober angesetzt und bereits in Planung. Im Festivalbüro waren bereits vier Wochen vor Anmeldeschluss über 50 Filme aus aller Welt zum Wettbewerb eingereicht worden. "Genauso wie ein hochwertiges Filmprogramm und eine tolle Festivalatmosphäre liegen uns die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste am Herzen. Deswegen haben wir uns mit großem Bedauern entschlossen, das diesjährige Festival abzusagen", so der Tegernseer Bürgermeister.

    Mittwoch, 6. Mai

    17.07 Uhr: Seniorenresidenz in Schliersee unter Quarantäne

    In Schliersee im Kreis Miesbach steht eine Seniorenresidenz, die Einrichtung "So Nursing Homes GmbH", unter Quarantäne. Sechs Bewohner und vier Mitarbeiter wurden positiv getestet, weitere Ergebnisse stehen noch aus, teilte das Landratsamt Miesbach mit.

    Alle Kontakte müssten auf das minimal notwendigste Maß reduziert werden. Auch Angehörige dürften die Einrichtung vorerst nicht besuchen, auch wenn das Besuchsverbot ab Samstag grundsätzlich gelockert werden würde, so das Landratsamt.

    17.01 Uhr: Weitere Asylbewerberunterkunft im Kreis Rosenheim unter Quarantäne

    Im Landkreis Rosenheim musste eine weitere Asylbewerberunterkunft unter Quarantäne gestellt werden. In Babensham bei Wasserburg wurde ein Bewohner positiv getestet. Die restlichen 62 Bewohner der Unterkunft sollen in den nächsten Tagen getestet werden.

    Um das Gebäude wurde bereits ein Bauzaun aufgestellt. Die Versorgung der Bewohner sei sichergestellt und es sei ausreichend Seife sowie Mund- und Nasenschutz ausgegeben worden, so das Landratsamt.

    Die Behörde informierte außerdem über die Situation in zwei weiteren Asylbewerberunterkünften im Landkreis, die bereits unter Quaränte stehen: in Brannenburg musste die Quarantäne bis 14. Mai verlängert werden, da fünf der 30 Bewohner positiv getestet worden sind. Sieben Bewohner gelten in Brannenburg als genesen, für sie konnte die Quarantäne wieder aufgehoben werden. In der Asylbewerberunterkunft in Bad Aibling gelten 36 Bewohner als genesen, 45 Bewohner wurden heute noch einmal getestet, die Quarantäne bleibt bestehen.

    15.06 Uhr: Seit gestern 104 Neuinfektionen in Oberbayern

    In Oberbayern sind aktuell 19.869 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (Stand: 6.5., 10 Uhr). Seit Dienstag sind 104 Fälle hinzugekommen. Oberbayern steht damit bei den gemeldeten Neu-Infektionen immer noch an der Spitze der bayerischen Regierungsbezirke. Die meisten Infektionen verzeichnet die Landeshauptstadt München (6.043), gefolgt von der Region Rosenheim (Landkreis: 2.092, Stadt: 462), vom Landkreis München (1.331) und dem Landkreis Traunstein (1.207). In Oberbayern sind seit Dienstag 28 Infizierte verstorben, die Gesamt-Zahl der Todesfälle im Regierungsbezirk liegt damit bei 740.

    13.06 Uhr: Per Fahrrad durch München - Rekord-Nutzung beim MVV-Radroutenplaner

    Die Corona-Krise und die warmen Temperaturen im April haben zum Fahrradfahren eingeladen. Das schlägt sich auch in den aktuellen Nutzungszahlen des MVV-Radroutenplaners nieder. Demnach sind mehr als 110.000 Routen allein in diesem April berechnet worden, das hat der Verkehrsverbund heute bekannt gegeben.

    MVV-Radroutenplaner mit vielen Möglichkeiten

    Über das reine Wegerouting – mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten für Radfahrer jeglicher Couleur – hinaus, bietet der MVV-Radroutenplaner Informations- und Serviceinhalte, eine Vielzahl ausgearbeiteter Radtourenvorschläge inklusive GPS-Tracks und Kartenmaterial zum Download, so der MVV. Der MVV-Radroutenplaner steht im Web unter rad.mvv-muenchen.de sowie als App für iOS und Android in den jeweiligen Stores zur Verfügung. Den Routenplaner gibt es seit 2015.

    Bis 85 Prozent weniger Fahrgäste beim MVV

    Der Einbruch bei den Fahrgästen der öffentlichen Verkehrsmittel im MVV war zwischen 75 und 85 Prozent seit Beginn der Corona-Krise, so MVV Sprecherin Franziska Hartmann. Mit der Lockerung der Kontaktbeschränkung werden die Fahrgastzahlen wieder steigen, doch werde es noch sehr lange dauern, bis das Niveau vor der Corona-Krise erreicht wird, so die Erwartung beim MVV. Vor allem die stufenweise Schulöffnung werde Fahrgäste zurückbringen.

    12.00 Uhr: Deutlich weniger Bergrettungseinsätze seit Corona

    Der Aufruf zum Verzicht auf Bergsport und Ausflüge ins Gebirge wegen der Corona-Ansteckungsgefahr hat Wirkung gezeigt. Die Einsatzzahlen bestätigen eine starke Zurückhaltung der Bevölkerung. Die Verantwortlichen der Bergwacht Bayern sind voll des Lobes, sprechen aber auch von einer weiteren großen Herausforderung wegen der Infektionsgefahr für Retter.

    Um 54 % sind die Bergrettungseinsätze im März und April in Bayern im Vergleich zu den letzten fünf Jahren zurückgegangen. Hauptsächlich waren es Unfälle beim Mountainbiken oder bei der Waldarbeit. Lediglich einmal mussten eingesetzte Retter in Quarantäne. Zu einer Infektion mit dem Corona-Virus kam es laut der Bergwacht Bayern bei keinem Einsatz.

    Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen werden auch weiter eine zentrale Rolle spielen, wenn jetzt bald wieder mehr Menschen in den Bergen unterwegs sind, sagt Stefan Blochum, Referent für Einsatz und Ausbildung der Bergwacht. Schutzmaske, Brille und Handschuhe werden zum festen Standard bei jedem Einsatz. Die Einsatzmannschaften werden klein gehalten. Nur wer zwingend erforderlich ist, kommt in direkten Kontakt mit Patienten. Bergrettung bedeute aber auch Teamarbeit und Nähe zum Patienten, sagt der Vorsitzende der Bergwacht Bayern, Otto Möslang. Daher werde die Infektionsgefahr zu einer neuen Gefahr am Berg. Genauso wie Absturz oder Steinschlag kann sie jeden treffen - insbesondere auch die Rettungskräfte.

    11.50 Uhr: Wirte wollen mehr Freischankflächen - KVR gegen pauschale Lösung

    Wenn ab dem 18. Mai die Außenbereiche von Lokalen wieder offen sein dürfen, werden dort nach jetzigem Stand deutlich weniger Gäste als vor der Corona-Pandemie einen Platz finden. Wegen der Abstandsregeln müssen die Wirte ihre Tische und Stühle weiter auseinanderrücken, sie dürfen aber insgesamt keine größere Fläche nutzen. "Eine pauschale Vergrößerung bestehender Freischankflächen kann (...) nicht in Aussicht gestellt werden", teilte das Münchner Kreisverwaltungsreferat auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit.

    Freischankflächen seien bereits jetzt individuell an die konkreten Gegebenheiten vor Ort angepasst. Kriterien wie die verbleibende Gehwegbreite, die Bedürfnisse der Feuerwehr sowie die Interessen von Anwohnern oder auch anderen Gewerbetreibenden müssten weiter beachtet werden. Laut KVR können aber weiterhin Einzelfall-Anträge gestellt werden. In die Entscheidung würden dann Fachdienststellen, der Bezirksausschuss und Anwohner eingebunden: "Von diesem üblichen Verfahren, bei dem alle berechtigten Interessen hinreichend gewürdigt werden, kann trotz der derzeitigen Ausnahmesituation nicht abgewichen werden."

    Bis bei mehr als 2.000 Betrieben im Einzelfall entschieden würde, könne es aber dauern, hält Gregor Lemke vom Augustiner Klosterwirt dagegen. Er ist Vorsitzender des Vereins Münchner Innenstadtwirte, der auf eine großzügigere grundsätzliche Regelung drängt. Dafür werde man sich nun auf politischer Ebene einsetzen und nach Möglichkeit den Stadtrat einschalten, kündigte Lemke im Gespräch mit dem BR an.

    Dienstag, 5. Mai

    21.15 Uhr: BMW will Stellen streichen

    Der Autobauer BMW hat wegen der Corona-Pandemie seinen Ausblick im Kerngeschäft gesenkt und will die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Die Ziele sollten mit einer Mitarbeiterzahl erreicht werden, die leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde, teilte der Dax-Konzern am Abend mit. BMW werde durch Fluktuation frei werdende Stellen nutzen, um den Personalumbau voranzutreiben. Zu der Anzahl der Stellen, die dem verschärften Sparkurs zum Opfer fallen könnten, machte BMW zunächst keine Angaben.

    BMW hatte Mitte März zunächst wegen der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Produktionspause von vier Wochen gerechnet - nun sind es rund sechs Wochen geworden. Zudem laufen die Werke in Europa, Südafrika und Nordamerika noch immer nicht wieder auf vollen Touren und es bleibt offen, ob die Autokäufer sofort wieder Autos kaufen wie vor der Krise.

    16.45 Uhr: Erleichterung im Tourismusort Garmisch-Partenkirchen nach Corona-Lockerungen

    Die schrittweisen Corona-Lockerungen für Hotellerie und Gastronomie wurden auch in Garmisch-Partenkirchen positiv aufgenommen. Die Stornierungswelle und Buchungsflaute hat den Tourismusort im Oberland schwer getroffen. Jetzt hoffen alle auf gutes Wetter und die Pfingstferien.

    Es geht schlichtweg für viele um die Existenz - das hat Daniel Schimmer der stellvertretende Kreisvorsitzende der DEOGA in Garmisch-Partenkirchen in den letzten Wochen immer wieder betont. Dementsprechend gespannt hat er am Dienstag den Entscheidungen der Kabinettssitzung entgegen gefiebert.

    Als Hotelmanager vom Garmischer Hof hat Daniel Schimmer selbst schlaflose Nächte hinter sich - die Aussicht auf das wichtige Pfingstferiengeschäft bringt neue Hoffnung. Seit Dienstagmittag - gleich nach der Pressekonferenz - würde das Telefon nicht mehr stillstehen, so Schimmer. Zahlreiche Buchungen sind seitdem eingegangen und die Nachfrage nach Zimmern für die Pfingstferien sei immens. Nicht nur in den Hotels auch in Pensionen und Campingplätzen in der Region laufen die Telefone heiß. Auch die Betreiber vom Alpencaravanpark Tennsee bei Krün bestätigen das. Haben bisher nur Gäste wegen Stornierungen angerufen werde jetzt endlich wieder gebucht.

    16.14 Uhr: Münchens OB Reiter begrüßt Lockerungen der Corona-Maßnahmen

    Nach der Ankündigung weiterer Lockungen bei den Corona-Maßnahmen spricht Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter von "guten Nachrichten". Für viele, die von der Krise besonders hart getroffen würden, gebe es jetzt "jetzt konkrete Ausstiegsszenarien, mit einem Zeitplan hinterlegt". 

    Unterdessen geht die Zahl der Neuinfektionen in der Landeshauptstadt weiter zurück. Heute wurden 64 Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Dienstag vergangener Woche waren es noch 112 gewesen.

    Die Entwicklung sei "Grund für vorsichtigen Optimismus und meiner Meinung nach auch der richtige Zeitpunkt für weitere Lockerungen der Maßnahmen, wie sie die Bayerische Staatsregierung heute beschlossen hat", so Reiter. Wenn Grundrechte eingeschränkt würden, um die Gesundheit zu schützen, müsse die Verhältnismäßigkeit der Mittel immer wieder neu überprüft werden. Und es brauche "einen Plan aus der Krise, damit sich alle darauf einstellen können und mit den bestehenden Einschränkungen besser zurechtkommen", stellt der OB fest: "Dieser Plan liegt nun vor."

    14.55 Uhr: 13 Todesfälle seit gestern in Oberbayern

    Seit gestern hat sich die Zahl der Corona-Todesfälle in Oberbayern um 13 erhöht. Das meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL. Damit sind 712 Personen an und mit Corona gestorben.

    Oberbayern hat damit weiterhin die meisten Todesfälle in Bayern (Platz 2 Oberpfalz: 293). Die Zahl der Infektionen stieg auf 19.765, das sind 90 mehr als gestern. Die Fallzahl pro 100.000 Einwohner beträgt 421,77. Damit ist Oberbayern bei der Infektionszahl pro 100.000 Einwohnern der am zweitstärksten betroffene Bezirk in Bayern hinter der Oberpfalz (430,37).

    Am stärksten betroffen in Oberbayern ist nach wie vor der Landkreis Rosenheim mit 800 Fällen pro 100.000 Einwohner bzw. Rosenheim Stadt mit 729 Fällen. Dann kommen der Landkreis Dachau mit 570, Freising mit 527 und Miesbach mit 521 Fällen pro 100.000 Einwohner.

    14.21 Uhr: Streit um Mundschutz führt zu Schlägerei

    Weil ein 18-Jähriger seinen Mundschutz nicht richtig aufgesetzt hatte, kam es in einem Bus in Starnberg zu einer Schlägerei. Dabei wurden beide Kontrahenten verletzt.

    Der 18-Jährige hatte beim Einsteigen die Maske nicht vollständig über die Nase gezogen. Dies missfiel einem 59-Jährigen, der bereits im Bus saß. Nachdem er den jungen Mann angesprochen hatte, habe ihn der 18-Jährige unvermittelt geschlagen, heißt es im Polizeibericht.

    Diesen Schlag räumte der Jüngere auch ein - sein Kontrahent wehrte sich mit mehreren Schlägen. Beide Männer wurden dabei verletzt - ärztliche Behandlung war nicht notwendig. Jedoch haben beide eine Anzeige wegen Körperverletzung bekommen.

    14.05 Uhr: Kliniken Südostbayern - pro Woche bis eine Mio. Euro Minus

    Der Vorstandsvorsitzende der Kliniken Südostbayern, Uwe Gretscher, rechnet damit, dass die intensive Versorgung der Coronapatienten, das Freihalten von Betten und verschobene Operationen der kommunalen Krankenhausträgergesellschaft wöchentlich ein tatsächliches Minus von einer halben bis einer Million Euro verursacht (Anm: Geld aus dem Rettungsschirm schon abgezogen).

    Patienten-Rettung und Personal-Schutz

    Der Versorgungsaufwand von Covidpatienten im Krankenhaus sei doppelt so hoch, wie zu normalen Zeiten, sagte Uwe Gretscher dem BR. Der Fokus liege auf der Rettung von Patienten und dem Schutz der Mitarbeiter. Millionenbeträge seien für Schutzkleidung und Mund-Nasen-Masken ausgegeben worden, die jetzt für die kommenden 12 Wochen reichen dürften. Die Leistung der Krankenhäuser sei auf 60 Prozent heruntergefahren worden.

    Hoffen auf Finanzhilfe

    Der Chef von sechs Krankenhäusern in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land hofft darauf, dass Bund und Freistaat bewusst sei, was die Krankenhäuser leisteten und die anfallenden Minus-Beträge rückerstattet würden. Uwe Gretscher wörtlich: "Wir gehen davon aus, dass es Sicherungsmaßnahmen gibt und weitere geben muss.......Wenn man es ernst meint mit Gesundheitsversorgung, auch in Pandemiezeiten, dann wäre es ein großer Wunsch, dass die Sicherheit, die wir der Bevölkerung auch hier geben, anerkannt wird, und auch adäquat finanziert wird. Dazu bedarf es weiterer Unterstützung. So wie es jetzt läuft, kann es nicht funktionieren."

    Im Landkreis Traunstein gibt es zahlreiche Covid 19-Fälle. Seit Wochen werden in den Kliniken Traunstein und Trostberg durchschnittlich etwa 50 Coronainfizierte gepflegt und betreut, davon derzeit noch immer rund 10 Patienten intensivmedizinisch.

    13.45 Uhr: Chiemsee-Alpenland-Tourismus verzeichnet wieder Buchungen für Sommer und Herbst

    Der Chiemsee-Alpenland Tourismus in Bernau am Chiemsee verzeichnet aktuell für Sommer und Herbst wieder Buchungen. „Viele unserer Gäste können es kaum erwarten hierher in den Urlaub zu fahren und fragen uns, wann sie wohl endlich anreisen dürfen“, so die Leiterin des Infocenters, Johanna Kagerer.

    Auch eine verstärkte Prospektbestellung wurde verzeichnet. Das Infocenter in Bernau Felden bereite sich unterdessen auf eine Öffnung mit Publikumsverkehr vor - mit Bodenmarkierungen, Desinfektionsspender und neuen Schutzwänden an den Beratungsschaltern.

    Insgesamt hat der Verband seine Maßnahmen und Aktivitäten die vergangenen Wochen komplett neu ausgerichtet, da auch in der Chiemseeregion viel storniert wurde. „Insgesamt gehen wir derzeit bereits von einem Brutto-Umsatzverlust von rund 150 Millionen Euro in der Region aus", so Geschäftsführerin Christina Pfaffinger Ende April.

    Das gesamte Marketingbudget fließe in Corona-Unterstützungsmaßnahmen, z. B. in einen neuen Erstellungs- und Vertriebsplan in Sachen Gastgeberverzeichnis. Kampagnen würden zudem regional und überregional beworben in Zusammenarbeit mit Tourist-Informationen und Gemeinden.

    13.25 Uhr: Schloss Linderhof nützt Zwangspause und putzt sich raus

    Die Zeiten ohne Besucher nutzt die Bayerische Schlösserverwaltung für wichtige Bauarbeiten. Derzeit wird in Linderhof der Schlossplatz neu mit Granitsteinen aus dem Bayerwald gepflastert. In sechs Wochen soll diese Maßnahme abgeschlossen und der bisherige Asphaltbelag durch Kleinsteinpflaster ersetzt sein. Die acht mal zehn Zentimeter großen, hellgrau-gelblichen Steine werden auf insgesamt rund 740 Quadratmetern verlegt.

    Zum Schutz der historischen Bausubstanz und Innenausstattung löst eine Überwachungsanlage im Schloss Alarm aus, wenn die Erschütterungen der Baustelle zu groß sind. Sehr viel früher als gedacht konnten Restauratoren ihre Arbeit an den historischen Parkettböden im Schloss beenden. Der prunkvolle Holzboden war durch Millionen Besucher der vergangenen 135 Jahre teilweise stark geschädigt. Begonnen hatte das Staatliche Bauamt Weilheim unter fachrestauratorischer Betreuung des Restaurierungszentrums der Bayerischen Schlösserverwaltung diese Maßnahme bereits im vergangenen Herbst.

    Vor der Schließung des Schlosses zum Schutz vor einer Verbreitung des Coronavirus konnte nur außerhalb der Öffnungszeiten, unter anderem nachts, gearbeitet werden.

    13.12 Uhr: Infineon in Neubiberg macht trotz Corona Gewinn

    Der Chiphersteller Infineon Neubiberg (Landkreis München) leidet zwar unter der Corona-Krise, hält sich aber deutlich in der Gewinnzone. Im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März sank der Gewinn auf 178 Millionen Euro, wie Infineon am späten Montagabend mitteilte. Der Umsatz blieb bei rund zwei Milliarden Euro in etwa stabil. Man habe erste Anzeichen des Abschwungs "gut abfedern" können, sagte Konzernchef Reinhard Ploss.

    Der Ausblick für das zweite Geschäftshalbjahr habe sich "deutlich eingetrübt", sagte Ploss. Infineon sei "nicht immun gegen den massiven Rückgang der Weltwirtschaft". Er betonte aber auch: "Unser Unternehmen ist krisenerprobt. Trotz aller Schwierigkeiten, etwa bei Lieferketten und in der Fertigung, konnten wir unseren Betrieb in den vergangenen Wochen weitgehend aufrechterhalten. Zudem haben wir frühzeitig Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet." In den Werken in Regensburg und Villach herrscht bereits Kurzarbeit, in Dresden ist sie geplant, Gehaltserhöhungen bei Führungskräften wurden ausgesetzt und Boni fallen voraussichtlich geringer aus, wie Ploss sagte.

    6.00 Uhr: Jazzlegende Klaus Doldinger sorgt sich wegen Coronavirus um Musikszene

    Der 83-jährige Klaus Doldinger, einer der bekanntesten Jazz-Musiker Deutschlands, macht sich in der gegenwärtigen Krise Sorgen um die Popkultur. "Es wird die ganze Zeit über Corona und die Auswirkungen der Pandemie auf unser Leben gesprochen", sagte der Münchner Saxofonist der Deutschen Presse-Agentur. "Die Musikszene kommt bei diesen Diskussionsrunden aber so gut wie nie vor." Dabei sei Musik ein probates Mittel, um Lockdown-Frust und depressive Verstimmungen wirksam zu bekämpfen. "Sie war doch schon immer ein rettender Faktor", betonte der Bandleader und Komponist, der unter anderem Filmmusiken für den "Tatort", "Das Boot" und "Die Unendliche Geschichte" schrieb. Die Musikszene lebe zu einem guten Teil von Auftritten - doch Konzertmöglichkeiten sind nicht in Sicht, was Doldinger entsetzt: "Da werden Existenzen ruiniert. Es sei denn, es haut mal einer auf den Tisch und sagt: Jetzt geht's wieder los!", so der Künstler, der am 12. Mai seinen 84. Geburtstag feiert.

    Montag, 4. Mai

    16.25 Uhr: Neue Corona-Fallzahlen aus Oberbayern

    Positive Nachrichten in Sachen Corona aus dem Landkreis Rosenheim, der von der Pandemie ja besonders betroffen ist: Gestern hat das Gesundheitsamt dort nur drei neue Corona-Fälle registriert. In ganz Oberbayern stieg die Zahl der Infektionen um 163 auf nunmehr 19.675, die Zahl der Todesfälle auf 699 – zwölf mehr als am Vortag.

    12.40 Uhr: Golfplatz in Wolfratshausen öffnet trotz Verbots

    Golf ist Sport. Warum also sollte ausgerechnet ein Golfplatz in der Corona-Pandemie weiter geschlossen bleiben? Der Geschäftsführer der Golfanlage Bergkramerhof in Wolfratshausen, Josef Hingerl, hält das in Bayern weiter geltende Öffnungsverbot für rechtswidrig und hat die Anlage am Montag geöffnet. Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit sei nicht gewahrt.

    Mindestens hundert Golfer seien in der Anlage unterwegs, berichtete Hingerl. "Die Polizei war da und hat ein Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgenommen", sagte der 72-jährige Rechtsanwalt. "Das spielt aber keine Rolle, weil ich davon ausgehe, dass die Einstellung des Betriebs am heutigen Tage verfassungswidrig ist."

    In vielen anderen Bundesländern dürfe bereits wieder gespielt werden. Sport sei grundsätzlich auch in Bayern erlaubt. Und eine Ansteckung mit dem Coronavirus sei auf einem Golfplatz so unwahrscheinlich wie kaum irgendwo sonst. Der Platz sei 70 Hektar groß. "Wenn hundert Leute spielen, hat jeder 7000 Quadratmeter."

    Friseure etwa dürfen seit Montag wieder öffnen und Haare schneiden. "Ich weiß nicht, wie ein Friseur die eineinhalb Meter einhält. Hier sehen sie alle 200 Meter jemanden." Hingerl kündigte an, gegen eine mögliche Schließung durch die Behörden juristisch vorzugehen.

    8.44 Uhr: Rosenheimer Stadtrat: Treffen im Kultur- und Kongresszentrum

    In Rosenheim findet am Nachmittag die konstituierende Sitzung des neugewählten Stadtrates statt. Damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann, findet die Sitzung im Kultur- und Kongresszentrum statt.

    Es gilt Maskenpflicht für die Teilnehmer und das Gesundheitsamt registriert zudem alle Besucher am Eingang, um im Bedarfsfall Kontaktpersonen identifizieren zu können. "Die Angabe des Namens ist daher verpflichtend", so die Stadt Rosenheim.

    Am Eingang steht Desinfektionsmittel bereit. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr, der Einlass um 16.30 Uhr. Bei großem Publikumsandrang müssen die Besucher in einen Saal nebenan ausweichen, dorthin wird die Sitzung mit Lautsprecher übertragen.

    6.05 Uhr: Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen: 31 Anzeigen

    Bei einer der vielen Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen am Samstag in München hat die Polizei 31 Personen angezeigt, als diese sich weigerten, den Versammlungsort nach Ende der Veranstaltung zu verlassen. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Generell gilt derzeit aufgrund der hohen Infektionsgefahr durch das Corona-Virus in Bayern ein Versammlungsverbot, es sind aber angemeldete Demonstrationen für eine Teilnehmerzahl bis maximal 50 Personen möglich.

    Am Samstag fanden in München sechs Demonstrationen gegen die Corona-bedingten Einschränkungen statt. Zu einigen Veranstaltungen kamen faktisch deutlich mehr Menschen, als offiziell genehmigt. Die Polizei unterscheidet hier zwischen Teilnehmern der Demonstration, die sich innerhalb eines markierten Bereichs aufhalten, und „interessierten Personen“, die am Rand dieses Bereichs die Veranstaltung verfolgen. Die erhöhten Teilnehmerzahlen wurden am Samstag toleriert.

    So waren bei der Demonstration am Max-Joseph-Platz nach Polizeischätzungen insgesamt 370 Personen anwesend, bei der Veranstaltung am Karlsplatz circa 150 Personen, bei der Veranstaltung am Marienplatz circa 200 Personen.

    Bei allen Demonstrationen habe die Polizei immer wieder auf die Achtung der Mindestabstandsregelung hinweisen müssen, heißt es bei der Polizei. Oft sei sie damit auf deutliche Ablehnung gestoßen. Es zeichnet sich ab, dass die Demonstrationen, die sich gegen die Rechtebeschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie richten, zunehmend auch zu einem Forum der politischen Rechten werden. So twitterte der Fotojournalist Robert Andreasch, dass bei der Veranstaltung am Max-Joseph-Platz mehrere AfD-Funktionäre anwesend waren.

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