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Bergtour per Bus & Bahn Aufs Sonntagshorn in den Chiemgauer Alpen

Überschreitung einer ebenmäßigen Pyramide: Von Ruhpolding führt eine lange und anspruchsvolle Tour auf das Sonntagshorn (1961m). Im Aufstieg verlangt eine Steilstufe sicheres Klettern, im Abstieg wartet ein Wasserfall mit Badeplatz.

Stand: 08.09.2021

Blick auf das Sonntagshorn bei Ruhpolding | Bild: Rudolf Pohl/CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Sonntagshorn: Höchster Gipfel der Chiemgauer Alpen

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Sonntagshorn: Höchster Gipfel der Chiemgauer Alpen

Gumpen, Wasserfälle und eine alte Triftklause

Relikt aus alter Zeit: Die hölzerne Triftklause am Hinteren Kraxenbach bei Ruhpolding

Das Sonntagshorn ist mit 1961 Metern der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen. Vom Ortskern in Ruhpolding sticht der Berg als ebenmäßige Pyramide ins Auge. Ausgangspunkt für die lange und anspruchsvolle Bergtour ist der Ortsteil Laubau (695m), den die kostenlose Dorflinie anfährt. Von dort geht es auf flacher Forststraße zur Schwarzachenalm (45 Min), wo man nach der Tour einkehren kann. Weiter nach Süden ins Mittlere Kraxenbachtal, das man über eine beschilderte Bachquerung wenige Minuten nach den Almen erreicht. Dem Bachlauf folgend führt der Steig an Gumpen vorbei durch steilen Wald bis zur Baumgrenze. Es öffnet sich ein weites Kar mit großer Sandreiße. Die Steilstufe am Sonntagshorn verlangt Klettererfahrung (II. Schwierigkeitsgrad) und Schwindelfreiheit. Auch ein Helm schadet nicht, weil der Fels brüchig ist. Oben am Grat ändert sich das Gelände schlagartig: Man blickt nach Süden über die Almwiesen des Unkener Heutals und kann unschwierig bis zum Gipfel auf 1961 Metern aufsteigen. Vom höchsten Punkt steigt man nach Osten ab ins Hintere Kraxenbachtal. Vorbei an tollen Gumpen und Wasserfällen kommt man auch an der hölzernen Kraxenbachklause vorbei, wo bis 1957 getriftet wurde. Zurück am Ausgangspunkt Laubau erzählt das Holzknechtmuseum von der einst schwierigen Arbeit der Waldarbeiter.

GPS-Track zum Herunterladen Format: GPX Größe: 95,28 KB

Tourdaten: Von Ruhpolding aufs Sonntagshorn

Schwierigkeit schwer

Dauer 7 Std.

Strecke 16 km

Auf-/Abstieg 1300 Hm

Beste Jahreszeit Juni – Oktober

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Ausgangs- und Zielpunkt: Ruhpolding-Laubau (695m)

Bahnstrecke München – Salzburg bis Traunstein, von dort stündlich Anschluss nach Ruhpolding (2 Stunden Fahrtzeit ab München). Vom Ruhpoldinger Bahnhof bringt einen die Gratis-Dorflinie in die Laubau. Erste Fahrt um 9.15 Uhr. Letzte Rückfahrt um 18.00 Uhr. Infos und Fahrplan hier.

Es lohnt sich, für die Tour das Rad mit nach Ruhpolding nehmen. Vom Bahnhof geht es an der Traun entlang flussaufwärts in die Laubau und auf gut ausgeschilderter Forststraße weiter zur Schwarzachenalm (9 km ab Bahnhof, 1/2 Std. Fahrtzeit)

Tickets:
Unterwegs mit der Bayerischen Regionalbahn (BRB). An Werktagen ist das Bayernticket erst ab 9.00 Uhr gültig, am Wochenende ohne Zeitbegrenzung. Bayerntickets kosten an BRB-Schaltern einen Service-Aufschlag. Tickets daher am besten auf bahn.de buchen.

Eine zielgenaue und detaillierte Verbindungssuche bietet der Bayern Fahrplan.

Unsere Öffi-Touren werden empfohlen vom "Gay Outdoor Club", der Alpenvereinssektion für Menschen aus der LGBTIQ-Community.


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