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Ernährung "Zuckerfrei": Das bedeuten die Bezeichnungen

Nicht nur in Süßigkeiten, auch in salzigen Lebensmitteln steckt oft eine Menge Zucker. Doch oft versteckt sich die Süße hinter komplizierten Begriffen. So entschlüsseln Sie das Etikett.

Stand: 26.03.2019

Paar teilt sich ein Müsli | Bild: mauritius-images

Gut 33 Kilogramm Zucker nimmt jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr zu sich. Viel zu viel - sagen Ärzte und Ernährungswissenschaftler. Laut WHO sollten sogar nur fünf Prozent des täglichen Energiebedarfs über Zucker aufgenommen werden.

Kalorien ohne Nährstoffe

"Durch den Zucker nehmen Sie leere Kalorien zu sich, also Energie ohne Vitalstoffe, Mineralstoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe", sagt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Wer einen großen Teil des täglichen Energiebedarfs über zuckerhaltige Lebensmittel deckt, hat Schwierigkeiten die notwendigen Vitalstoffe aufzunehmen. In Kombination mit zu wenig Bewegung führt eine zuckerreiche Ernährung zu Übergewicht oder gar Diabetes.

Versteckte Zucker in Lebensmitteln erkennen

Problematisch: Selbst wenn Sie auf den Löffel Zucker im Kaffee verzichteten, nehmen Sie über viele Lebensmittel deutliche mehr Zucker auf als empfohlen. "Die Lebensmittelindustrie nutzt 70 verschiedene Bezeichnungen für Zucker, für den Verbraucher ist das kaum zu überschauen", sagt Krehl.

Tatsächlich haben einige solcher Stoffe auch eine Funktion, wie zum Beispiel zu verhindern, dass ein Produkt zu viel Feuchtigkeit aufnimmt. Oft lässt sich so aber auch verhindern, dass der Zucker in der Zutatenliste ganz vorne auftaucht, weil prozentual sehr viel davon enthalten ist. "Wenn man die verschiedenen Stoffe aber zusammenrechnet, würde der Zucker deutlich weiter vorne landen", sagt Daniela Krehl.

Süßmolkenpulver, Glucosesirup, Laktose, Fruktose, Maltodextrin - alles Zucker

Grundsätzlich lässt sich an der Endung -ose erkennen, dass es sich um Zucker handelt - in der Praxis ist es aber oft schwierig, alle versteckten Zucker zu entdecken. Daniela Krehl empfiehlt daher, immer auf die Nährwerttabelle der Lebensmittel zu schauen - dort ist unter den Kohlenhydraten der Zuckergehalt noch einmal separat aufgeführt.

Das bedeuten die Versprechen auf der Verpackung:

  • "Zuckerarm" - Es dürfen nicht mehr als 5 g Zucker pro 100 g Lebensmittel enthalten sein.
  • "Zuckerfrei" - Das Produkt darf nicht mehr als 0,5g Zucker pro 100 g enthalten.
  • "Ohne Zuckerzusatz" - Es dürfen kein Traubenzucker und kein Haushaltszucker zugesetzt werden, andere Zuckerarten aber sehr wohl.
  • "Reduzierter Zuckergehalt" - Das Lebensmittel muss mindestens 30 Prozent weniger Zucker enthalten als ein vergleichbares Produkt.
  • "Weniger süß" - Bezieht sich tatsächlich nur auf den Geschmack, über den Zuckergehalt sagt diese Bezeichnung gar nichts aus.

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MickTrau, Sonntag, 11.September, 13:15 Uhr

1. Zucker

Immer der böse Zucker.
Die hochgelobte Grundlage der Ernährung die aus Getreide, Kartoffeln und ähnlichem sein sollte wird aber während der Verdauung leider auch zu Zucker abgebaut um auf genommen werden zu können.