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Vierte Impfung Stiko empfiehlt die 4. Impfung - für wen?

Nach dem Booster ist vor der vierten Impfung: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hält eine vierte Impfung für wichtig. Allerdings nicht für alle.

Stand: 01.04.2022

Krankenschwetelefonster steht nach einer Impfung mit ihrem Mobil auf dem Flur | Bild: mauritius images

Wegen der noch ansteckenderen Omikron-Variante des Corona-Virus könnte nach der Boosterimpfung bald eine vierte Imfpung anstehen, um einen guten Schutz gegen eine schwere Erkrankung zu haben. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek gehen von einer vierten Impfung aus.

Seit 3. Februar 2022 spricht sich die Ständige Impfkommission (STIKO) für eine vierte Impfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen aus. Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine zweite Auffrischungsimpfung geben.

Vierte Impfung ab 60

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wirbt für die vierte Impfung für alle ab einem Alter von 60 Jahren. Er möchte auch erreichen, dass es in der EU eine einheitliche Empfehlung dafür gibt und übergeht damit quasi die STIKO. Lauterbach bezieht sich auf neue Daten aus Israel. Die STIKO hat sich zu einer vierten Impfung ab 60 noch nicht offiziell geäußert.

Vierte Impfung

Dieser Abstand soll zwischen der dritten und der vierten Impfung liegen bei diesen Personengruppen: "Die 2. Auffrischimpfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Personengruppen frühestens 3 Monate nach der 1. Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen soll die 2. Auffrischimpfung frühestens nach 6 Monaten erhalten. In begründeten Einzelfällen kann die 2. Auffrischimpfung auch bereits nach frühestens 3 Monaten erwogen werden", so das Robert Koch-Institut (RKI).

Vierte Impfung: Angepasster Impfstoff ab April/Mai

Die Hersteller Biontech/Pfizer wollten bis März 2022 einen an Omikron angepassten Impfstoff bereitstellen, das verschiebe sich aber auf April/Mai, sagte Firmen-Gründer Ugur Sahin im Februar. Bei Biontech wird aber davon ausgegangen, dass auch der derzeit eingesetzte Impfstoff nach der dritten Dosis gegen eine schwere Erkrankung durch Omikron schützt. Moderna will seinen Omikron-Booster-Impfstoff voraussichtlich im August liefern.

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Das gilt für Genesene

Alle, die genesen sind und danach zwei Mal geimpft wurden, gelten als geboostert. Ebenso: Alle, die nach einer Impfung an einer Infektion mit dem Corona-Virus erkrankt und genesen sind, und dann eine weitere Auffrischungsimpfung erhalten haben. NEU in Bayern: Wer nach zwei Impfungen von einer Corona-Infektion genesen ist, wird seit dem 12. Januar 2022 Geboosterten gleichgestellt - und ist damit auch von der zusätzlichen Testpflicht für 2G plus befreit. Entsprechend wäre eine dritte Impfung einer vierten dann gleichzusetzen.

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