Bayern 1


747

Ausgangsbeschränkungen Bayern Corona Notbremse und die bayerische Lösung

Diese Regeln zu Kontaktbeschränkungen, Öffnungen und Ausgangsperre gelten derzeit - nach den Beschlüssen des bayerischen Kabinetts vom 10. Mai.

Stand: 12.05.2021 13:26 Uhr

Murnau am Staffelsee menschenleer | Bild: mauritius-images

Notbremse des Bundes - was gilt in Bayern

In Bayern gelten die Regeln des Bundes. An Stellen, wo die bayerischen Regeln bisher strenger sind, behalten diese strengeren, bayerischen Regeln aber ihre Gültigkeit bis mindestens 6. Juni. Das betrifft unter anderem die Möglichkeit der Bundes-Notbremse, nachts bis 24 Uhr joggen oder spazierengehen zu dürfen. Das ist in Bayern dann ab dem 7. Juni auch erlaubt.

Seit dem 6. Mai 2021 sind Genesene und Voll-Geimpfte von Quarantäne, Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und Testpflicht befreit. Dabei wichtig, auch für Geimpfte gilt:

"Die bekannten AHA-L Hygieneregeln gelten für alle weiter."

Bayerisches Innenministerium

Was bedeutet AHA-L Hygieneregeln

AHA-L bedeutet: A wie Abstand halten, H wie Hygieneregeln beachten (Niesen und Husten in die Armbeuge, Händewaschen), A wie Alltagsmasken tragen (in Bayern sind FFP2-Masken Vorschrift) und L wie Lüften.

Was bedeutet die Notbremse des Bundes

Am 21. April 2021 wurde die sogenannte Notbremse der Bundesregierung vom Bundestag beschlossen, am 22. April passierte das neue Infektionsschutzgesetz auch den Bundesrat. Diese Regeln sind vorgesehen, in Bayern gelten allerdings weiterhin teils strengere Regeln (siehe unten):

Überschreitet die Inzidenz in einem Landkreis an drei Tagen nacheinander den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, gilt Folgendes am übernächsten Tag nach der Überschreitung:

Private Kontakte: Ein Haushalt darf maximal eine weitere Person treffen.
Ausgangsbeschränkung: von 22 Uhr bis 5 Uhr gilt eine Ausgangsbeschränkung; Spazierengehen oder Joggen (jeweils allein) ist bis 24 Uhr erlaubt. Aber: Sonderregelung für Bayern; siehe unten
Schulen: 2x pro Woche testen bei Wechselunterricht, ab einer Inzidenz von 165 an drei aufeinander folgenden Tagen nur noch Unterricht zu Hause (Distanzunterricht).
Einzelhandel des erweiterten täglichen Bedarfs (Supermärkte): Einkauf mit Maske, begrenzte Anzahl an Kunden
Sonstiger Einzelhandel: Bei Inzidenz bis 150 Terminshopping mit negativem Test und Maske, Inzidenzwert über 150 - geschlossen.
Sport: Individualsport mit max. zwei Personen oder den Angehörigen des eigenen Haushalts, kontaktloser Gruppensport von 5 Kindern bis 14 Jahre.
Körpernahe Dienstleistungen: Medizinische und ähnliche Dienstleistungen wie Friseure und Fußpflege erlaubt mit FFP2-Maske; bei Friseuren und Fußpflege zusätzlich mit negativem tagesaktuellen Test.
Kultur und Freizeit, Gastronomie: Bleiben ab Werten über 100 geschlossen. Gastronomie: Abholung und Lieferdienste möglich.
Ausnahme: Außenbereiche von botanischen Gärten und Zoos dürfen mit einem tagesaktuellen, negativen Test besucht werden.

Nächtliche Ausgangssperre in Corona-Hotspots in Bayern

In Bayern gilt die Ausgangssperre in Landkreisen mit einer höheren Inzidenz als 100 ab 22 Uhr bis 5 Uhr. In diesem Zeitraum darf in den betroffenen Landkreisen seine Wohnung nur verlassen, wer:
- zur Arbeit oder zum Arzt geht,
- sein Sorge- und Umgangsrecht wahrnimmt,
- Sterbebegleitung leistet,
- Minderjährige und Hilfsbedürftige begleitet,
- Tiere versorgen muss, z.B. Gassi gehen
- genesen oder voll-geimpft ist
- oder nachweisbar gewichtige Gründe vorzuweisen hat.

Verstöße gegen die Ausgangssperre werden mit Bußgeldern (ab 500 Euro) geahndet. Joggen oder Spaziergehen von 22 bis 24 Uhr ist in Bayern im Gegensatz zu anderen Bundesländern NICHT erlaubt, so Ministerpräsident Söder am 27. April 2021. Und zwar bis 6. Juni; ab dem 7. Juni gelten auch in Bayern die bundesrechtlichen Vorgaben - also Spazierengehen und Joggen bis 24 Uhr erlaubt:

"Die Regelungen über die nächtliche Ausgangssperre (§ 26 der 12. BayIfSMV) gelten bis zum 6. Juni 2021 unverändert fort. Ab dem 7. Juni 2021 wird für die nächtliche Ausgangssperre in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz größer 100 die bundesrechtliche Regelung des § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IfSG übernommen."

Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

Vollständig Geimpfte und Genesene unterliegen nicht der Ausgangssperre (gilt seit 6. Mai).

Was gilt für Ausflüge?

Nach dem Beschluss der Kabinettsitzung vom 10. Mai dürfen ab dem 21. Mai 2021 Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze in Bayern wieder öffnen, sofern die Inzidenz in der Region stabil unter 100 liegt.
Voraussetzung dafür ist, bei der Anreise einen vor maximal 24 Stunden gemachten, negativen Corona-Test (gültig sind PCR-Test, POC-Antigentests oder Selbsttests unter Aufsicht) vorlegen zu können sowie alle weiteren 48 Stunden erneut einen negativen Test zu erbringen.
Der Gastronomiebereich der Unterbringungen darf für Hotelgäste bis 22 Uhr geöffnet haben. Auch dürfen Kur-, Therapie- und Wellnessangebote (darunter fallen Schwimmbäder, Fitnessräume und Solarien) den Gästen zur Nutzung freigegeben werden.

Betreiber müssen unter Vorlage eines Hygienekonzeptes beim Bayerischen Gesundheitsamt einen Antrag auf Öffnung stellen, für Gäste gilt die Test- und Maskenpflicht.

Was gilt für touristische Angebote?

Zudem beschloss das bayerische Kabinett am 10. Mai, dass ab dem 21. Mai Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr und auch touristische Bahn- und Reisebusfahrten wieder in Betrieb gehen dürfen. Sollte die 7-Tage-Inzidenz über 50 liegen, muss auch hier ein maximal 24 Stunden alter, negativer Corona-Tests vorgelegt werden.
Unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Stadt- und Gästeführungen sowie Berg-, Kultur- und Naturführungen im Freien als auch die Außenbereiche medizinischer Therme wieder genutzt werden.

Was gilt für Freizeitbäder, Kinos, Theater und Fitnessstudios?

Nach der Klausurtagung der CSU am 12. Mai kündigte Ministerpräsident Markus Söder die Inizidenz-abhängige Öffnung der Freibäder für den 21. Mai an.
Für Kinos, Theater und sonstige Kunst- und Kultureinrichtungen gilt seit 10. Mai 2021: Bei einer Inzidenz von unter 100 darf nach Antrag beim Bayerischen Gesundheitsministerium unter Einhaltung der Hygienekonzepte geöffnet werden. Neben der Test- und Maskenpflicht, müssen die Sitzplätze so gestaffelt sein, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können.

Buchhandlungen, Gärtnereien, Baumschulen sind wieder Inzidenzunabhängig

Seit dem 28. April dürfen in Bayern die Buchhandlungen wieder geöffnet sein - und zwar unabhängig vom Inzidenzwert. Dasselbe gilt für Büchereien und Archive. So gelten für Buchhandlungen, Büchereien, Archive, Gärtnereien und Baumschulen die gleichen Regelungen wie für den Einzelhandel. Das gilt aber nicht für Baumärkte.

Außerdem dürfen die Außenbereiche zoologischer und botanischer Gärten sowie Autokinos auch in Landkreisen geöffnet werden, in denen ein Inzidenzwert von 100 überschritten wird. Allerdings muss jeder Besucher über 6 Jahren einen maximal 24 Stunden gültigen Test vorlegen.

Friseure und Anbieter von körpernahen Dienstleistungen

Seit dem 1. März sind in Bayern Friseursalons und Anbieter von Fuß- und Gesichtspflege sowie Maniküre (Nagelstudios) wieder geöffnet. Also Dienstleister, die der Körperpflege und Körperhygiene zuträglich sind. Ab Inzidenz 100 gelten die Regeln der Notbremse des Bundes - also zum Beispiel Friseurbesuch nur mit tagesaktuellem, negativem Corona-Test und FFP2-Maske (siehe oben). Neuerung zum 28. April: Geimpfte mit einem vollständigen Impfschutz müssen etwa bei einem Friseurbesuch keinen negativen Coronatest vorweisen.

Für andere körpernahe Dienstleistungen gilt:

"Ab dem 10. Mai werden alle bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungen in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 unter den bereits heute für Friseure und Fußpfleger geltenden Bedingungen wieder zugelassen (Mindestabstand, Hygienekonzept, FFP2-Maskenpflicht, Quadratmeter je Kunde etc.)", so das bayerische Innenministerium.

Hier finden Sie die aktuelle Inzidenzkarte: Welche Inzidenz herrscht in welchem Landkreis?

Was gilt für Kitas und Schulen in Bayern

Für Schüler rund Lehrer gilt seit 12. April eine Testpflicht für Schüler und Lehrer. Sie werden mindestens zwei Mal in der Woche direkt in der Schule getestet. Eine Teilnahme am Unterricht ist nur mit einem negativen Test möglich.

Außerdem dürfen Schulkinder an Angeboten der Tagesbetreuung nur dann teilnehmen, wenn sie sich mindestens zwei Mal wöchentlich einem Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 unterziehen.

Bei einer 7-Tages-Inzidenz unter 100 gilt in Bayern derzeit Wechselunterricht, darüber bis auf wenige Ausnahmen - wie zum Beispiel Abschlussklassen - Distanzunterricht. Seit dem 10. Mai gilt: In den Grundschulen sowie den 5. und 6. Klassen von Förderschulen gibt es bis zu einer Inzidenz von 165 der Wechselunterricht, also Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht. Nach den Pfingstferien soll der Inzidenzwert von 165 auch für die weiterführenden Schulen gelten.

Alle Regelungen auf einen Blick: Was für die Schulen in Bayern gilt.

In Landkreisen oder Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 wird in Krippen, Kindergärten und Horten wieder der Regelbetrieb aufgenommen. Bei einem Wert zwischen 50 und 100 gibt es einen "eingeschränkten Regelbetrieb". Steigt die Inzidenz über 100, wird eine Notbetreuung angeboten.

Das gilt für den Sport

Entsprechend der Bundesregelung ist folgendes erlaubt: Individualsport mit max. zwei Personen oder den Angehörigen des eigenen Haushalts. Zudem ist auch in Gemeinden mit einer Inzidenz über 100 kontaktloser Gruppensport von maximal 5 Kindern bis 14 Jahren im Freien möglich. Erwachsene Trainer müssen dabei einen Test haben (der nicht älter als 24 Stunden ist), die Kinder nicht.

Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, ist laut dem bayerischen Innenministerium "nur kontaktfreier Sport mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und den Angehörigen eines weiteren Hausstands - max. fünf Personen - (Kinder unter 14 nicht mitgerechnet) sowie zusätzlich unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt."

Bei einer Inzidenz unter 50 "ist nur kontaktfreier Sport in Gruppen bis zu 10 Personen oder unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt", so das bayerische Innenministerium auf seiner Website.

Profisportveranstaltungen bleiben erlaubt, dürfen aber nur ohne Zuschauer stattfinden.

Was gilt fürs Einkaufen?

Bei einer Inzidenz von 100 bis 200 sind Terminshopping-Angebote ("Click & Meet") möglich. Hier kann ein Kunde nach einer Terminvereinbarung, über einen begrenzten Zeitraum und mit einem verpflichtenden negativem Test den Laden besuchen. Vollständig Geimpfte werden wie negativ Getestete behandelt, müssen also keinen Test vorlegen.
Bei einer Inzidenz unter 100 kann der Einzelhandel unter den bekannten Vorgaben (Abstand, Maske) wieder öffnen.

Was gilt für Restaurants und Gaststätten?

In Landkreisen mit einer Inzidenz unter 100 gilt seit dem 10. Mai 2021: Die Außenbereiche gastronomischer Betriebe dürfen öffnen, sofern ein Antrag beim Bayerischen Gesundheitsministerium gestellt wurde. Außer am Platz gilt auch dort die Maskenpflicht, Gäste müssen zudem einen gültigen negativen Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorlegen. Außerdem muss eine Kontaktverfolgung gewährleistet werden und eine Terminvereinbarung stattfinden.

Gaststätten und Restaurants dürfen Essen außer Haus verkaufen, auch bei höheren Inzidenzen. Alle Informationen finden Sie unter Was für Gaststätten in Bayern in der Corona-Pandemie gilt. Seit dem 11. Januar 2021 dürfen auch Betriebskantinen nur noch Getränke und Speisen zum Mitnehmen anbieten; Essen vor Ort ist nicht mehr erlaubt.

Hundeschulen - offen bis zu einer Inzidenz von 165

Auch in Hundeschulen darf wieder unterrichtet werden, so das bayerische Innenministerium: Hundeschulen werden seit dem 10. Mai ebenfalls in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 165 wieder zugelassen.

Wo herrscht FFP2-Maskenpflicht?

Seit dem 18. Januar gilt in Bayern im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen eine FFP2-Maskenpflicht - für Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren. Dabei wird es in Bayern auch weiterhin bleiben - auch, wenn bundesweit künftig eine weniger scharfe Maskenpflicht gelten wird: Für öffentliche Verkehrsmittel und beim Einkaufen sind im Bundesgebiet sogenannte medizinische Masken vorgeschrieben. Das heißt: Erlaubt sind FFP2-Masken, KN95-Masken oder auch die günstigeren OP-Masken.

Wo muss ich eine Maske tragen? Maskenpflicht in Bayern

Was ist mit dem Alkoholverbot?

Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das zunächst bayernweite verhängte Alkoholverbot gekippt hatte, kündigte Ministerpräsident Markus Söder an, dass man die Entscheidung über lokale Alkoholverbote nun wieder den Kommunen übertragen werde. Verbunden mit der Bitte, dass die bayerischen Städte und Kommunen ein solches "auf möglichst allen öffentlichen Plätzen" erlassen mögen.

Was gilt für Homeoffice?

Seit dem 27. Januar gilt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Diese bleibt weiterhin in Kraft. So sind die Arbeitgeber bis zum 30. April 2021 verpflichtet, Homeoffice anzubieten. Auch sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu angehalten, das Angebot, soweit sie können, anzunehmen.

Die neue Arbeitschutzverordnung legt fest, dass Räume, die gleichzeitig von mehreren Personen genutzt werden, für jede Person 10 Quadratmeter Platz zur Verfügung haben müssen. Betriebe ab 10 Beschäftigten müssen möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen etablieren und der Arbeitgeber muss mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen.

Welche steuerlichen Regelungen fürs Homeoffice in der Corona-Zeit gelten, lesen Sie hier: Pendlerpauschale? Homeoffice? Masken? Was kann ich von der Steuer 2020 absetzen?

Was gilt für Gottesdienste?

Gottesdienste dürfen weiterhin, wie gehabt unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und einem Verbot des gemeinsamen Singens, stattfinden. Hier müssen medizinische Schutzmasken (s. oben) getragen werden; Stoff- oder Community-Masken reichen nicht aus. Und es dürfen nur so viele Menschen teilnehmen, die unter Wahrung des Abstands von 1,5 Metern zwischen den teilnehmenden Personen in das jeweilige Gotteshaus passen.

Was gilt für Senioren-, Pflege- und Behindertenheime?

Ab dem 27. März dürfen Bewohner von Senioren-, Pflege- oder Behindertenheimen mehr als nur einen Besucher pro Tag empfangen; dieser muss einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen (Schnelltest) und eine FFP2-Maske tragen. Das wurde in der Kabinettsitzung vom 23. März beschlossen. Alle Beschäftigen müssen künftig FFP2-Masken tragen, wenn sie direkten Kontakt mit den Bewohnern haben und sich in regelmäßigen Abständen, mindestens aber zweimal pro Woche, auf Corona testen lassen.

Sind Besuche im Krankenhaus erlaubt?

Die Betreiber der Krankenhäuser legen die Umgangs- und Besuchsregelungen individuell fest. Deswegen informieren Sie sich unbedingt vor jedem Besuch im Krankenhaus, ob er noch erlaubt ist. Viele Krankenhäuser haben ihre Besuchszeiten stark eingeschränkt.

Zoos, botanische Gärten, Museen - dürfen bei bestimmten Werten öffnen

Für die Außenbereiche von botanischen und zoologischen Gärten gilt in Bayern gilt: Sie dürfen unter bestimmten Bedingungen öffnen, auch bei Inzidenzwerten über 100. Ein Test ist dann Pflicht:

"(...) gemäß § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 Halbsatz 2 IfSG ist die Öffnung von Außenbereichen der zoologischen und botanischen Gärten zulässig, wenn angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden und durch die Besucher ein negatives Ergebnis eines vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen PCR-Tests, POC-Antigentests oder Selbsttests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorgelegt wird", so das bayerische Innenministerium.

Bei bestimmten Inzidenzwerten - siehe unten - dürfen einzelne Einrichtungen unter Auflagen geöffnet werden.
Bis dahin gilt: Freizeitanlagen bleiben geschlossen. Dazu zählen: Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen und Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen. Außerdem: Alle Indoor-Sportstätten, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Therme, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

Eine Neuregelung gibt es dagegen für Autokinos: Sie dürfen mit dem Beschluss des bayerischen Kabinetts seit dem 29. April öffnen - mit Hygienekonzept und Maskenpflicht. Einen Überblick über die Autokinos in Bayern finden Sie hier: Jetzt trotz Corona wieder erlaubt: Autokinos in Bayern

Welche Veranstaltungen dürfen noch stattfinden?

Veranstaltungen aller Art bleiben verboten. Für Ausnahmefälle gilt durchgängig Maskenpflicht:

"Veranstaltungen aller Art werden untersagt, ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche (z. B. Gottesdienste, Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz)."

FAQ des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration

Universitäten - Seminare und Vorlesungen nur noch online

Hochschulen und Universitäten in Bayern haben grundsätzlich auf digitale Lehre umgestellt.

Erwachsenenbildung - Corona

"Für Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz und vergleichbare Angebote anderer Träger sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote gilt:

Die Angebote sind in Präsenzform zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz. Soweit die Einhaltung des Mindestabstands aufgrund der Art nicht möglich ist, sind gleichermaßen wirksame anderweitige Schutzmaßnahmen zu treffen. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird, sind die Angebote untersagt.

"Für Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks gilt dagegen anderes; sie sind unter bestimmten Voraussetzungen zulässig:
"Zwischen allen Beteiligten ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu wahren. Es besteht Maskenpflicht (Mund-Nasen-Bedeckung), soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz. Soweit die Einhaltung des Mindestabstands aufgrund der Art der Ausbildung nicht möglich ist, sind gleichermaßen wirksame anderweitige Schutzmaßnahmen zu treffen. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen."

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

Tourismus: Hotels im Lockdown - bis 21. Mai

Ab dem 21. Mai 2021 dürfen Hotels in Bayern wieder öffnen, sofern die Inzidenz unter 100 liegt. Betreiber müssen unter Vorlage eines Hygienekonzeptes beim Bayerischen Gesundheitsministerium einen Antrag auf Öffnung stellen, für Gäste gilt die Test- und Maskenpflicht.

Immer gilt: Notbremse ab einer 7-Tages-Inzidenz von 100

Steigt der Inzidenzwert in den Regionen und Ländern wieder über 100 gelten keine Lockerungen bzw. treten die strengen Lockdown-Regeln des Bundes in Kraft.

Sinkende Inzidenzwerte: Das sind die Öffnungsschritte

Die fünf Öffnungsschritte des Bundes im Überblick:

Für eine größere Ansicht einfach die Grafik anklicken.

Lockerungen bei einer 'stabilen' 7-Tages-Inzidenz von 50

Können Regionen und Bundesländer einen stabilen (also 3-4 Tage lang) Inzidenzwert von unter 50 aufweisen, dann kann, laut dem Beschluss vom 3. März, der Einzelhandel mit einer Begrenzung von einem Kunden pro zehn Quadratmetern öffnen. Ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern müssen pro Kunde 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Und auch kontaktfreier Sport ist in kleinen Gruppen von bis zehn Personen im Freien erlaubt. Das gilt genau so auch in Bayern.

Ebenfalls können ab einer stabilen Inzidenz von 50 in Bayern Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten wieder öffnen.

Lockerungen bei 14 Tage stabiler Inzidenzwert unter 50

Bleibt in einer Region der Inzidenzwert 14 Tage lang stabil unter 50, dann können Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser als auch Kinos wieder öffnen und der kontaktfreie Sport ist im Innenbereich wieder erlaubt. Auch Kontaktsport darf dann im Außenbereich wieder betrieben werden.

Wenn nach diesem Öffnungsschritt der Inzidenzwert weitere 14 Tage unter 50 bleibt, können die nächsten Öffnungen greifen. Dann können Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Menschen im Außenbereich wieder stattfinden. Dazu wird auch der Kontaktsport in Hallen gezählt.

Öffnungen bei 14 Tage stabiler Inzidenzwert unter 100

Sollte der Inzidenzwert wieder etwas steigen, aber 14 Tage lang unter 100 bleiben, dann können die Regionen und Länder Theater- oder Kinobesuche mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest erlauben. Auch die Öffnung der Außengastronomie wäre dann für Besucher (aber nur mit Terminbuchung) möglich. Wenn man dann an einem Tisch mit Personen aus mehreren Hausständen sitzen möchte, wäre ein tagesaktueller Test erforderlich.

FAQ zur Ausgangsbeschränkung/ Kontaktbeschränkungen in Bayern

Weitere Informationen und ein FAQ rund um die Corona-Maßnahmen gibt es auf der Website des Bayerischen Innenministeriums.


747