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Urlaub mit Hund So kommt Ihr Hund gut durch die Ferien

Spätestens kurz vor den Ferien stellt sich Hundebesitzern die Frage: Urlaub mit Hund oder ohne. Was Sie bei einer Reise mit Hund unbedingt beachten müssen und wohin Sie nicht reisen sollten.

Stand: 27.07.2017

Hund im Auto | Bild: mauritius-images

Wer mit seinem Hund verreisen will, muss frühzeitig planen – und ein bisschen mehr Gepäck mitnehmen.

Reisen mit Hund – gut abwägen

Ob der Hund mit in Urlaub soll oder nicht, sollten Sie gut abwägen. Eine Reise ist immer eine Belastung, auch wenn Sie versuchen, sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Dr. Vitus Schopper, Tierarzt in Mallersdorf-Pfaffenberg, sagt grundsätzlich: "Momentan würde ich mit einem Hund nicht südlich der Alpen Urlaub machen."

Der Grund: Tropische Parasiten, die zum Beispiel durch Stechmücken übertragen werden, sind mittlerweile auch in den Ländern am Mittelmeer heimisch. Sie übertragen Krankheiten wie die Leishmaniose, Babesiose oder Ehrlichiose, die im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben können.

Flugreisen sind eine große Belastung für Tiere und deshalb nicht empfehlenswert, außer Sie ziehen langfristig in ein anderes Land.

Prophylaxe und Vorbereitung

Unbedingt einpacken

Impfpass
Futter und gewohnte Näpfe
Heimtierausweis
Verbandszeug
Körbchen
Manche Länder verlangen das Mitführen eines Maulkorbs.
Reisetabletten
Evtl. täglich gebrauchte Medikamente
Mückennetz für den Hund
Schaufel, Kotbeutel
Spielzeug
Transportbox

Eine gute Prophylaxe und eventuelle Impfungen brauchen Zeit. Für die Impfung gegen Leishmaniose, die Haut, Knochenmark und Lymphknoten befällt, sind drei Injektionen im Abstand von drei Wochen notwendig.

Zusätzlich empfiehlt Dr. Schopper dem Hund während des Urlaubs täglich Allopurinol zu geben, das hält den Parasiten in Schach, falls der Hund doch gestochen wird. In manchen Ländern werden für die Einreise auch andere Impfungen, zum Beispiel gegen Tollwut, verlangt. Überprüfen Sie unbedingt auch die Einreisebestimmungen von Durchfahrtsländern.

Dr. Schoppers Rat: "Rechtzeitig um Tierarzt gehen und ein individuelles Impf- oder Prophylaxeprogramm zusammenstellen." Um dem Hund vor Ort einen Nahrungswechsel zu ersparen, packen Sie das gewohnte Futter ein. Dr. Hannes Wendt, Tierarzt bei der Münchner Tierrettung, rät außerdem schon vor der Abreise Adressen von Tierärzten in der Umgebung zu notieren. Das spart im Notfall wertvolle Zeit.

Die Reise

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Auf Autofahrten ruhig alle zwei Stunden eine Pause einlegen, mit dem Hund ein paar Schritte gehen und Wasser anbieten. Außerdem immer genügend Wasser im Auto haben, um auch einen längeren Stau zu überbrücken.

Da Hunde nicht schwitzen können, vertragen sie Hitze nur schlecht. Deshalb: Klimaanlage an und darauf achten, dass es nicht zieht. Hunde bekommen sehr leicht Bindehautentzündungen. Auch bei einer kurzen Reise den Hund niemals in geparkten Auto lassen. Ab 42 Grad stockt das Eiweiß im Körper, bei Hunden kann das im geschlossen Auto schon nach kurzer Zeit passieren. "Man unterschätzt, wie schnell das geht", sagt Dr. Hannes Wendt von der Tierrettung.

"Wenn sie einen Hund haben, bleiben sie im schönen Bayern."

Dr. Vitus Schopper, Tierarzt

Im Urlaub

Ein Schild am Halsband des Hundes auch mit der Urlaubsadresse versehen. Im besten Fall hat der Hund einen Chip, der europaweit ausgelesen werden kann, und die Kontaktdaten des Halters beinhaltet. Auch ein Halsband mit einem sogenannten Repellent, kann am Urlaubsort vor Stichen schützen.

Einen zusätzlichen Schutz bieten Mückennetze über dem Schlafplatz des Hundes. In jedem Fall sollte der Hund nicht draußen schlafen, da nachts besonders viele Mücken unterwegs sind.

So handeln Sie bei einem Notfall richtig

  • Wenn der Hund überhitzt ist, stark hechelt oder im schlimmsten Fall der Kreislauf zusammenbricht: kühlen! Wie, das ist relativ egal, sagt Dr. Wendt. Er empfiehlt, den Hund mit nassen Handtüchern zu bedecken oder, wenn das möglich ist, mit den Beinen in kühles Wasser zu stellen.
  • Die Hundepfoten haben zwar eine dicke Hornhaut, können sich aber trotzdem verbrennen. "Wenn sich Blasen bilden oder offene Stellen zu sehen sind, unbedingt zum Tierarzt", sagt Dr. Wendt. Denn kann sich die Pfote infizieren.
  • Schnitte durch Glasscherben oder ähnliches mit einem Verband gegen Dreck schützen. Einen richtigen Verband vom örtlichen Tierarzt anlegen lassen, der weiß wie's geht und kann die Wunde reinigen.

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Patricia, Mittwoch, 26.Juli 2017, 12:07 Uhr

2. In der Zeit voraus ...

Liebes BR-Team,
in Ihrem Artikel steht Stand: 31.07.2017. Wie geht das denn, heute ist doch erst der 26.07.2017?

Anm. d. Redaktion: Sorry, war ein Versehen und ist geändert worden. Danke für den Hinweis. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

Herbert Merklein, Dienstag, 18.Juli 2017, 22:17 Uhr

1. Urlaub mit Hund

Jeder Hundehalter sollte diese Kleinigkeiten wissen........ leider gibt es auch Doofies unter Hundehaltern..... Ich persönlich habe auch schon Familien im Stau gesehen, die keinen Tropfen Wasser für Ihre Kinder hatten..... tja.... was soll ich noch hinzufügen....