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Urlaub mit Hund So werden die Ferien auch für Ihren Hund schön

Hundebesitzer müssen immer überlegen - machen wir Urlaub mit Hund oder ohne. Unser Experte gibt Tipps, was Sie im Auto beachten sollten und wohin Sie mit Ihrem Vierbeiner besser nicht reisen sollten. Inklusive Urlaubs-Packliste.

Stand: 07.08.2019 | Archiv

Zwei Hunde am Strand im Sand | Bild: mauritius images

Wer mit seinem Hund verreisen will, muss frühzeitig planen – und ein bisschen mehr Gepäck mitnehmen.

Reisen mit Hund – gut vorbereiten

Ob der Hund mit in Urlaub soll oder nicht, sollten Sie gut abwägen. Eine Reise ist immer eine Belastung, auch wenn Sie versuchen, sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Dr. Vitus Schopper, Tierarzt in Mallersdorf-Pfaffenberg, rät im Sommer vor bestimmten Urlaubsregionen ab: "Momentan würde ich mit einem Hund nicht südlich der Alpen Urlaub machen."

Der Grund: Tropische Parasiten, die zum Beispiel durch Stechmücken oder Sandmücken übertragen werden, sind mittlerweile auch in den Ländern am Mittelmeer heimisch. Sie übertragen Krankheiten wie die Leishmaniose, Babesiose oder Ehrlichiose, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufen können.

Fliegen mit Hund

Flugreisen sind eine große Belastung für Tiere und deshalb nicht empfehlenswert, außer Sie ziehen langfristig in ein anderes Land.

Packliste Urlaub mit Hund

EU-Heimtierausweis (gibt es beim Tierarzt)
Impfpass
Leine und Maulkorb - in manchen Ländern besteht Maulkorb-Pflicht.
Futter und gewohnte Näpfe
Verbandszeug
Körbchen
Reisetabletten
Evtl. tägliche Medikamente
Mückennetz für den Hund
Schaufel, Kotbeutel
Spielzeug
Transportbox
Adressliste mit Tierärzten am Urlaubsort

Mit Hund in den Urlaub - gegen Leishmaniose impfen

Eine gute Prophylaxe und eventuelle Impfungen brauchen Zeit. Für die Impfung gegen Leishmaniose, die Haut, Knochenmark und Lymphknoten befällt, sind drei Injektionen im Abstand von drei Wochen notwendig.

Zusätzlich empfiehlt unser Experte, dem Hund während des Urlaubs täglich Allopurinol zu geben, das hält den Parasiten in Schach, falls der Hund doch gestochen wird. In manchen Ländern werden für die Einreise auch andere Impfungen, zum Beispiel gegen Tollwut, verlangt. Überprüfen Sie unbedingt auch die Einreisebestimmungen von Durchfahrtsländern.

Dr. Schoppers Rat: "Rechtzeitig um Tierarzt gehen und ein individuelles Impf- oder Prophylaxeprogramm zusammenstellen." Um dem Hund vor Ort einen Nahrungswechsel zu ersparen, packen Sie das gewohnte Futter ein. Das sollten Sie wissen: Was dürfen Hunde nicht fressen.

Dr. Hannes Wendt, Tierarzt bei der Münchner Tierrettung, rät außerdem schon vor der Abreise, Adressen von Tierärzten im Urlaubsort zu notieren. Das spart im Notfall wertvolle Zeit.

Die Reise mit Hund

Auf Autofahrten am besten alle zwei Stunden eine Pause einlegen, mit dem Hund ein paar Schritte gehen und Wasser anbieten. Außerdem immer genügend Wasser für den Hund im Auto mitnehmen, um auch einen längeren Stau überbrücken zu können.

Da Hunde nicht schwitzen können, vertragen sie Hitze nur schlecht. Deshalb: Klimaanlage an und darauf achten, dass es nicht zieht. Viele Hunde bekommen sehr leicht Bindehautentzündungen. Auch bei einer kurzen Reise den Hund niemals in geparkten Auto lassen. Ab 42 Grad stockt das Eiweiß im Körper, bei Hunden kann das im geschlossenen Auto schon nach kurzer Zeit passieren. "Man unterschätzt, wie schnell das geht", sagt Dr. Hannes Wendt von der Tierrettung. So schützen Sie Ihren Hund bei Hitze.

"Wenn Sie einen Hund haben, bleiben Sie im schönen Bayern."

Dr. Vitus Schopper, Tierarzt

Tipps für Ihren Hund am Urlaubsort

Ein Schild am Halsband des Hundes am besten auch mit der Urlaubsadresse versehen. Ist ihr Hund gechipt, können Ihre Halterdaten europaweit ausgelesen werden kann.

Ein Halsband mit einem sogenannten Repellent, kann am Urlaubsort vor Stichen schützen.

Einen zusätzlichen Schutz bieten Mückennetze über dem Schlafplatz des Hundes. In jedem Fall sollte der Hund nicht draußen schlafen, da nachts besonders viele Mücken unterwegs sind.

So handeln Sie bei einem Notfall richtig

  • Wenn der Hund überhitzt ist, stark hechelt oder im schlimmsten Fall der Kreislauf zusammenbricht: Kühlen Sie ihn! Wie, das ist relativ egal, sagt Dr. Wendt. Er empfiehlt, den Hund mit nassen Handtüchern zu bedecken oder ihn mit den Beinen in kühles Wasser zu stellen.
  • Die Hundepfoten haben zwar eine dicke Hornhaut, können aber trotzdem verbrennen. "Wenn sich Blasen bilden oder offene Stellen zu sehen sind, unbedingt zum Tierarzt", sagt Dr. Wendt. Wird die Pfote nicht behandelt, kann sich die Pfote infizieren.
  • Schnitte durch Glasscherben oder ähnliches mit einem Verband gegen Dreck schützen. Einen richtigen Verband vom örtlichen Tierarzt anlegen lassen. Der weiß wie's geht und kann die Wunde auch richtig reinigen.

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Patricia, Mittwoch, 26.Juli 2017, 12:07 Uhr

2. In der Zeit voraus ...

Liebes BR-Team,
in Ihrem Artikel steht Stand: 31.07.2017. Wie geht das denn, heute ist doch erst der 26.07.2017?

Anm. d. Redaktion: Sorry, war ein Versehen und ist geändert worden. Danke für den Hinweis. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

Herbert Merklein, Dienstag, 18.Juli 2017, 22:17 Uhr

1. Urlaub mit Hund

Jeder Hundehalter sollte diese Kleinigkeiten wissen........ leider gibt es auch Doofies unter Hundehaltern..... Ich persönlich habe auch schon Familien im Stau gesehen, die keinen Tropfen Wasser für Ihre Kinder hatten..... tja.... was soll ich noch hinzufügen....