Bayern 1


17

Neue Bußgelder Was Vergehen im Straßenverkehr jetzt kosten

Höhere Bußgelder, mehr Punkte und schneller Fahrverbote: Wer die Rettungsgasse selbst nutzt, wird bald deutlich strenger bestraft. Auch Raser werden schneller das Auto stehen lassen müssen.

Stand: 24.02.2020

Polizist steht bei einer Verkehrskontrolle am Straßenrand | Bild: mauritius images

Die vom Bundesverkehrsministerium verabschiedete Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sieht neue Strafen für einige Vergehen im Straßenverkehr vor. Sie soll schnellstmöglich in Kraft treten - das hat die Bundesregierung am 14. Februar 2020 angekündigt.

Neue Bußgelder Rettungsgasse nicht bilden

Wer auf Autobahnen oder Straßen außerhalb von Ortschaften keine Rettungsgasse bildet, zahlt 200 Euro und bekommt zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Es kann demnächst auch für das Nichtbilden der Rettungsgasse ein Fahrverbot verhängt werden. Wer die Rettungskräfte behindert, zahlt 240 Euro und kassiert zwei Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat. Bei einer zusätzlichen Gefährdung beläuft sich das Bußgeld auf 280 Euro (plus einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte). Bei einer Sachbeschädigung, wenn es zum Beispiel zu einem Schaden kommt, weil ein Einsatzfahrzeug ausweichen muss, sind es 320 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot.

Facebook-Vorschau - es werden keine Daten von Facebook geladen.

BAYERN 1

Die Rettungsgasse kann Leben retten: So helfen Sie dem Rettungsdienst, den Unfallort zu erreichen. Gepostet von BAYERN 1 am Donnerstag, 4. Juli 2019

Rettungsgasse durchfahren - nicht nur neue Bußgelder

Wer die Rettungsgasse selbst nutzt, dem drohen härtere Strafen als bisher:

"Deutlich härter werden künftig vor allem Fahrer bestraft, die durch die Rettungsgasse fahren oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängen: mindestens 240 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot."

ADAC

Geschwindigkeitsüberschreitungen: Neue Strafen für 21 km/h zu schnell

Ab 21 km/h innerorts und ab 26 km/h außerorts über der vorgeschriebenen Geschwindigkeit soll es nach der Änderung der StVO einen Monat Fahrverbot geben. Ab 16 km/h über der vorgeschriebenen Geschwindigkeit (inner- wie außerorts) gibt es einen Punkt, wer mehr als 26 km/h über demTempolimit liegt, bekommt zusätzlich zu Bußgeld und Fahrverbot zwei Punkte in Flensburg eingetragen.

Auto-Posing kann mit Bußgeld geahndet werden

Wer gern mit seinem Auto angibt und gerne den Motor aufheulen lässt, sollte sich das besser sparen.

"Durch die StVO-Novelle kann die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem unnützen Hin- und Herfahren von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben werden."

Bundesverkehrsministerium

Bußgeld Parken auf Geh- und Radwegen

Das Parken auf Geh- und Radwegen wird teurer und kann auch Punkte in Flensburg geben: Statt wie bisher 20 Euro werden 55 Euro fällig. Wer länger als eine Stunde dort stehenbleibt oder sogar mit seinem parkenden Fahrzeug andere behindert, zahlt 70 bis 80 Euro und kassiert einen Punkt in Flensburg. Wer andere mit seinem Parken gefährdet, zahlt 80 bis 100 Euro und bekommt einen Punkt.

Parken auf Behindertenparkplatz - neues Bußgeld

Wer in Feuerwehrzufahrten sein Auto abstellt, Rettungsfahrzeuge behindert oder widerrechtlich auf Behindertenparkplätzen oder Stellplätzen für E-Autos parkt, muss mit 55 bis 70 Euro Bußgeld rechnen.

Halten in zweiter Reihe wird mit 55 Euro statt bisher 15 Euro bestraft und kann je nachdem, ob man andere behindert oder gefährdet, es bis 100 Euro teuer werden und 1 Punkt einbringen.

Wie gut kennen Sie die Kürzel auf den Kennzeichen? Hier geht's zu unserem Autokennzeichen-Quiz.


17