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Neue Bußgelder Was Vergehen im Straßenverkehr kosten

Wer die Rettungsgasse blockiert oder mit dem Handy im Auto telefoniert, bekommt seit Oktober 2017 nicht nur Punkte in Flensburg, sondern muss auch mehr zahlen.

Stand: 05.08.2019

Polizist steht bei einer Verkehrskontrolle am Straßenrand | Bild: mauritius images

Bußgeld Rettungsgasse nicht bilden

Wer auf Autobahnen oder Straßen außerhalb von Ortschaften keine Rettungsgasse bildet, zahlt 200 Euro und bekommt zwei Punkte. Kommt eine Behinderung hinzu, werden 240 Euro fällig, zwei Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat. Bei einer zusätzlichen Gefährdung beläuft sich das Bußgeld auf 280 Euro (plus einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte). Bei einer Sachbeschädigung, wenn es zum Beispiel zu einem Schaden kommt, weil ein Einsatzfahrzeug ausweichen muss, sind es gleich 320 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot.

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Die Rettungsgasse kann Leben retten: So helfen Sie dem Rettungsdienst, den Unfallort zu erreichen.Gepostet von BAYERN 1 am Donnerstag, 4. Juli 2019

Rettungsfahrzeuge blockieren

Ähnlich teuer wird es, wenn Autofahrer Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn nicht durchlassen, dann werden 240 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot fällig. Bei Gefährdung liegt das Bußgeld bei 280 Euro und zwei Punkten, bei Sachbeschädigung sogar bei 320 Euro - jeweils plus einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte.

Handy am Steuer

Wer das Handy oder ein anderes elektronisches Gerät beim Autofahren benutzt, zahlt 100 Euro und bekommt einen Punkt. Bei einer Gefährdung sind es schon 150 Euro, zwei Punkte plus ein Monat Fahrverbot. Mit einer Sachbeschädigung kostet den Autofahrer sein Telefonat 200 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Teuer ist es auch für Radler, die während der Fahrt telefonieren: Hier werden 55 Euro fällig. Was Sie wissen müssen: Handy am Steuer - was ist erlaubt?

Verhüllt Autofahren

Seit Oktober 2017 droht eine Strafe von 60 Euro, wenn Autofahrer mit verhülltem oder verdecktem Gesicht hinterm Steuer erwischt werden.

Radarwarner illegal

Radarwarner sind in Deutschland verboten - und zwar alle. Das gilt für "Navigationsgeräte, entsprechende Apps in einem Smartphone oder reine Radarwarner", so der ADAC. Wer sich nicht an dieses Verbot hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Die Polizei darf betriebsbereite Radarwarner übrigens beschlagnahmen: "Findet die Polizei im Rahmen einer Verkehrskontrolle einen betriebsbereiten Radarwarner, kann er sichergestellt und auch vernichtet werden", schreibt der ADAC.

Wie gut kennen Sie die Kürzel auf den Kennzeichen? Hier geht's zu unserem Autokennzeichen-Quiz.


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