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Mindesthaltbarkeit So lange sind Lebensmittel wirklich haltbar

Ist das Verbrauchsdatum etwas anderes als das Mindesthaltbarkeitsdatum? Was bedeuten die verschiedenen Angaben auf unseren Lebensmitteln? Wenn Sie diese Regeln kennen, ist es ganz einfach.

Stand: 02.10.2018

Eine Frau sieht fragend auf ihren Joghurt. | Bild: mauritius-images

Stellen Sie sich die Lebensmittel-Empfehlungen vor wie die Ampelphasen: das Verbrauchsdatum bedeutet rot, das Mindesthaltbarkeitsdatum gelb und einige Produkte laufen eigentlich nie ab, sie bekommen grün.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Lebensmittel deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, sind nicht ungenießbar. Ganz im Gegenteil, meistens können Sie sie noch ohne Bedenken verwenden. Das Datum nennt lediglich den Zeitpunkt, bis zu dem sich das Produkt bei richtiger Lagerung nicht verändert haben darf. Es ist kein Verfallsdatum. Ihr Joghurt schmeckt zwei Tage nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum mit allergrößter Wahrscheinlichkeit noch genauso wie zum Kaufzeitpunkt - wenn Sie ihn gut gekühlt und noch nicht geöffnet haben.

Probieren Sie einen kleinen Löffel, riechen Sie daran und prüfen die Konsistenz. Fällt Ihnen nichts auf, können Sie ihn auch noch Tage später essen. Das gilt natürlich auch für alle anderen Lebensmittel. Verlassen Sie sich auf Ihre Sinne und sehen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich als eine Empfehlung.

"Bei trockenen Produkten, wie Nudeln, können Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum auch Monate überschreiten. Ganz allgemein: Liegt das Haltbarkeitsdatum zum Kaufzeitpunkt weit in der Zukunft, kann man das Lebensmittel auch deutlich später verbrauchen."

Susanne Moritz, Verbraucherzentrale Bayern

Verbrauchsdatum

Das Verbrauchsdatum ist tatsächlich als Verfallsdatum zu verstehen. Daran sollten Sie sich halten, Sie erkennen es an der Formulierung "zu verbrauchen bis...". Es findet sich auf schnell verderblichen Lebensmitteln wie frischem Fleisch oder Feinkostsalaten. Das Datum nennt den letzten Tag, an dem Sie das Produkt noch essen dürfen. Zusätzlich finden Sie eine Temperaturangabe, bei der Sie das Essen aufbewahren sollen.

Zum Beispiel bei Hackfleisch. Das ist nur wenige Tage haltbar und soll bei unter 4 Grad Celsius gelagert werden. Ist das Verbrauchsdatum überschritten, dürfen Sie es nicht mehr verzehren. Selbst wenn Sie daran riechen und nichts feststellen, rät Susanne Moritz von der Verbraucherzentrale Bayern, frisches Fleisch nach Ablauf des Verbrauchsdatums nicht mehr zu essen.

Lebensmittel, die nie verderben

Zucker, Salz und Essig laufen nicht ab, vorausgesetzt sie sind noch nicht geöffnet worden. Außerdem brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen bei Kaugummi. Auch Zuckerwaren, die hauptsächlich aus Zucker, Farb- und Aromastoffen bestehen, verderben nicht - Bonbons oder Zuckerstreusel zum Backen zum Beispiel. Getränke mit mindestens 10 Prozent Alkohol sind ebenfalls jahrelang haltbar; hier gilt: umso alkoholischer das Getränk, desto haltbarer.


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Jörg behla, Donnerstag, 02.Februar, 10:48 Uhr

2. Verbraucherschutz

Sämtliche Verbraucherminister auf Landes - Bundes- oder noch schlimmer Europaebene haben über Jahre gar Nichts erreicht! Warum nicht? Weil sie entweder der Industrie in den Arsch kriechen oder sich von der Lebensmittellobby schmieren lassen.
Denn wenn sie es ernst meinten könnte sie viel bewirken zB die deutlich sichtbare Kennzeichnung ( Grün, Gelb, Rot ) für Lebensmittel oder die für ALLE lesbare Herkunft. Außerdem das Verbot Lebensmittel aus irgendwelchen Regionen dieser Erde nur zB durch Verpackung zur heimischen Ware zu machen etc...
Alternative? Keine, weil die Politiker aller Parteien ( auch der Pseudo Öko Partei Die Grünen ) nichts bewirkt haben oder bewirken werden.

Toribio, Montag, 30.Januar, 13:14 Uhr

1.

Wahrlich ein Orakelbericht!
Immer nach dem Motto: Ja, aber.. und wenn.., sofern nicht..!
Bei allem, was die Industrie an künstl. oder manipulierten natürl. Zusatzstoffen (vor allem div. Süßungsmitteln, Geschmacks-/ Aroma-/ Farbstoffen, Neutralhefen u. v. a.) den Lebensmitteln beimengen werden darf, wahrlich ein Ritt auf der Rasierklinge!?
Inhaltsstoffe sind oft ohne Internet-Computer beim Einkauf gar nicht mehr identifizierbar, so klein geschrieben, dass man sie ohne Lupe kaum lesen kann.
Besser und Verbraucher adäquater wäre es, wenn sich unsere Print- und Radio- und Fernsehmedien bemühen würden, dass die Politik und die Industrie ihren Auftrag so erledigen würden, dass wir unseren Nahrungsmitteln wieder vertrauen könnten und mit orig. heimisch gewachsenen, für jeden Geldbeutel erschwinglichen Lebensmitt. versorgt würden.
Aber auch hier scheinen nur der Pressehype, das eigene Ego und Gewinnmaximierung vordergründig zu sein.
Nur Heuchelei zur Volksberuhigung/ -verdummung?!