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Hackfleisch einfrieren So frieren Sie Lebensmittel clever ein

Wie lange bleibt Hefeteig in der Tiefkühltruhe frisch? Warum müssen Sie Lebensmittel beim Einfrieren immer beschriften? Lassen sich Eier einfrieren? Wie werden Kräuter am besten tiefgekühlt? Und warum ist der Eiswürfelbereiter dabei so wichtig? Unsere Einfriertipps erleichtern Ihnen Ihre Küchen-Routine.

Stand: 29.08.2019

Frau vor dem geöffneten Kühlschrank | Bild: mauritius-images

Hackfleisch einfrieren

Hackfleisch verdirbt durch seine große Oberfläche sehr schnell, deswegen sollte es immer am Tag des Einkaufs zubereitet werden. Wenn das aus irgendwelchen Gründen einmal nicht geht, sollten Sie das Hackfleisch einfrieren.

Am besten füllen Sie das Hackfleisch in einen Gefrierbeutel und rollen diesen mit einem Nudelholz schön flach. Mit Hilfe eines Essstäbchens portionieren Sie das Hackfleisch in einzelne Quadrate. Das hat den Vorteil, dass das Hackfleisch erstens schneller einfriert, aber auch bei Bedarf schneller wieder auftaut. Die Portionierung sorgt dafür, dass Sie nur so viel Hackfleisch verwenden müssen, wie Sie tatsächlich brauchen. Aufgetautes Hack immer gut durchgaren.

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Tiefgefrorenes ratzfatz auftauenSieht komisch aus, klappt aber wirklich, und zwar richtig schnell: Mit diesem Trick lässt sich gefrorenes Fleisch im Nu auftauen.Gepostet von BAYERN 1 am Sonntag, 12. Mai 2019

Wie lange halten sich Lebensmittel im Tiefkühlfach

Die meisten Lebensmittel lassen sich sechs bis zwölf Monate ohne Bedenken einfrieren, schreibt das Umweltbundesamt. Ewig frisch bleiben Lebensmittel allerdings auch tiefgekühlt nicht. Daher sollten Sie das, was Sie einfrieren, immer mit Datum beschriften.

Das sind die Haltbarkeiten der verschiedenen Lebensmittel:

LebensmittelHaltbarkeit
Obst und Gemüse11 bis 15 Monate
Rindfleisch und Geflügel9 bis 12 Monate
Fisch und fettreiches Fleisch6 bis 9 Monate
Käse 2 bis 4 Monate
Butterbis zu 9 Monate
Margarine, Quark und Sahnebis zu 12 Monate
Brot, Brötchen, Hefegebäck, Biskuitböden, Obstkuchen, Rührkuchenbis zu 6 Monate
Torten, Blätterteig (roh)bis zwei Monate
Biskuit-, Hefe- und Rührteig (roh)bis zu einem Monat

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Diese Lebensmittel kann man nicht einfrieren

Manche Lebensmittel gehören nicht ins Tiefkühlfach:

"Nicht zum Einfrieren geeignet sind beispielsweise Eier (egal, ob roh oder gekocht), Blattsalate, Tomaten, rohe Kartoffeln, Joghurt sowie rohe Äpfel und Birnen."

Tiefkühlknigge der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Kräuter einfrieren

Kräuter-Eiswürfel mit Olivenöl: schnell gemacht und in vielen Gerichten verwertbar.

Wenn Sie zuviel eingekauft haben oder reich im Garten ernten: Frische Kräuter lassen sich sehr gut einfrieren. Kräuter wie Petersilie, Rucola, Rosmarin, Thymian, Oregano sind völlig unkompliziert. Am besten hacken Sie sie klein und füllen sie mit etwas Wasser in die kleinen Fächer eines Eiswürfelbereiters. Oder Sie verwenden statt Wasser Olivenöl. Als Faustregel: Zwei Drittel Kräuter mit einem Drittel Wasser oder Olivenöl einfrieren.

Basilikum sollten Sie vor dem Einfrieren kurz in kochendem Wasser blanchieren und dann in Eiswasser abkühlen. Das erhält das Aroma des Mittelmeergewürzes. Oder Sie machen aus dem Basilikum, das übrig ist, ein Pesto und frieren das portionsweise in einer Eiswürfelform ein.

Zwiebeln einfrieren

Wer nach dem nächsten Einkauf alle Zwiebeln aus dem Netz in Würfel schneidet und einfriert, spart sich für beim nächsten Kochen die Zeit für das lästige Schneiden. In Eiswürfelbehältern oder in einem Muffinblech - je nach gewünschter Zwiebelportion - ein bis zwei Stunden anfrieren lassen und dann in Gefrierbeutel umpacken, dann klebt nichts zusammen und die Würfelchen bleiben portionierbar.

Gemüse einfrieren

Viele Gemüsesorten sollten Sie vor dem Einfrieren blanchieren.

Selbst gezogenes Gartengemüse oder zu viel Eingekauftes: Die meisten Gemüsesorten sollten Sie vor dem Einfrieren kurz in kochendem Wasser blanchieren und dann in Eiswasser abschrecken. Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt, warum: "Blanchieren inaktiviert die zelleigenen Enzyme und tötet anhaftende Keime ab. Das verlängert die Haltbarkeit und es gehen weniger Vitamine verloren," so die Ernährungswissenschaftlerin. Roh dürfen Pilze und Zucchini ins Gefrierfach. Möhren, Fenchel, Spinat, Bohnen und Blumenkohl dagegen besser blanchieren.

Gläser einfrieren

Beim Einfrieren müssen Sie nicht zwangsläufig Plastikboxen oder Gefrierbeutel benutzen. Das geht auch mit Gläsern, die im Haushalt anfallen wie Gurken-, Marmeladen-, Sauerkirschengläser. Sie sollten rund und nicht zu hoch sein, dafür aber eine große Öffnung und einen Schraubverschluss haben.

Da sich Flüssigkeiten ausdehnen, wenn sie gefrieren, dürfen Gläser mit Flüssigkeiten maximal zu drei Vierteln gefüllt sein und müssen stehend gelagert werden, damit sie nicht platzen. Noch ein Tipp: Den Schraubdeckel am Anfang nicht ganz fest drehen. Erst, wenn alles gefroren ist, fest verschließen.

Brot auftauen

Gemüse kommt gefroren gleich in die Pfanne, Obst und Brot tauen bei Zimmertemperatur auf. Im Kühlschrank dagegen müssen Sie Fleisch, Fisch, Käse auftauen. Fleisch oder Fisch sollte dabei in einem Sieb liegen, das über einer Schüssel eingehakt ist, damit es keine Berührung mit dem Auftauwasser gibt. Das verhindert eine Keimbelastung von Fleisch und Fisch.

Platz im Gefrierfach richtig nutzen

Binder Clips schaffen Ordnung im Tiefkühlfach.

Gibt es eine Zwischenablege mit Streben, können Sie Ihre Tiefkühlgemüsebeutel mit sogenannten Foldback-Klemmen oder Binder Clips aufhängen und so den Platz optimal nutzen.

Generell spart es Platz, Tiefkühlpizzen ohne Umverpackung einzuräumen und statt einer wilden Beutelwirtschaft flache Päckchen einzufrieren. Die flachen Vierecke lassen sich dann gefroren gut hochkant in rechteckige Behälter stellen. Und tauen auch schneller wieder auf.

Tiefkühlfach abtauen

Wer nur ein kleines Gefrierfach in seinem Kühlschrank hat, muss seine Tiefkühlvorräte platzsparend einräumen. So ein kleines Tiefkühlfach wird noch kleiner und außerdem ineffizienter, wenn es mit einer dicken Eisschicht bezogen ist. Daher gilt: Gerät und Fach regelmäßig abtauen - so bleiben Gefrierfach und Kühlschrank fit.


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