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Brot auftauen So schmeckt altes Brot wieder frisch

Brot und Semmeln einfrieren ist praktisch, bringt aber nichts, wenn sie nach dem Auftauen und Aufbacken nicht mehr schmecken. Mit diesen Tipps für resches Brot passiert das nicht!

Stand: 22.02.2018

Brote liegen auf einem Backblech. | Bild: mauritius-images

Brot einfrieren - so geht es richtig

Wenn Sie Brot einfrieren wollen, sollten Sie es gut schützen: "Das Brot sollte immer verpackt werden, um Gefrierbrand zu vermeiden - am besten im geschlossenen Gefrierbeutel", sagt Bäckermeister und Konditor Robert Döppert. Eine dünne Folie oder Papiertüte schützt das Brot allerdings nicht ausreichend vor einem Gefrierbrand.

Wenn Sie frisches Roggenbrot einfrieren wollen, sollte es vorher komplett ausgekühlt sein. Denn Roggenbrot enthält etwa 10 bis 15 Prozent mehr Wasser und würde durch Einfrieren im warmem Zustand Schaden nehmen. Bei einem hohen Roggenanteil kann es deshalb sogar sinnvoll sein, einen Tag zu warten.

Brot auftauen

Der Vorteil des eingefrorenen Roggenbrots zeigt sich dann beim Auftauen: Sie können das Brot einfach im geöffneten Gefrierbeutel bei Zimmertemperatur stehen lassen. Die feste Kruste bleibt stabil.

Beim Weißbrot ist es dagegen sinnvoll, das aufgetaute Brot kurz aufzubacken, damit die Kruste wieder knusprig wird. "Das beste Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie das Weißbrot etwa eine halbe Stunde auftauen lassen und dann kurz aufbacken", empfiehlt Robert Döppert.

Brot aufbacken

Aufbacken macht aus einer weichen Kruste wieder eine knusprige - allerdings nur, wenn sie es nicht übertreiben. Ein paar Minuten bei etwa 200 Grad reichen bei bereits angetautem Brot aus, um es wieder resch zu machen. Der Trick, die Kruste des Brotes mit Wasser zu bestreichen, hilft laut Döppert nicht. Beim Altern wandert die Feuchtigkeit vom Inneren des Brotes in die Kruste: Das Brot wird innen hart und die Kruste wird weich. Einen Schaden nimmt das Brot dadurch allerdings auch nicht.

Viel wichtiger sei es mit dem Essen sollten nicht zu lange warten, denn die Haltbarkeit ist begrenzt: "Sie sollten nur die Menge Brot aufbacken, die gebraucht wird. Wenn Sie es nach dem Aufbacken liegen lassen, schmeckt es nicht mehr", rät Robert Döppert.


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