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Ambrosia Diese Pflanze löst Allergien aus - so erkennen und entsorgen Sie sie

Sie sehen unscheinbar aus, lösen aber starke Allergie-Symptome aus: Ambrosiapflanzen. Was Sie tun sollten, wenn Sie die Pflanze entdecken. Und zwar am besten, bevor sie blüht.

Stand: 16.07.2024

Die Pflanze im Vordergrund, eine niesende Frau dahinter | Bild: mauritius images / Ulrich Niehoff

Ambrosia-Pflanze erkennen

So sehen die Blütenstände der Ambrosiapflanze aus

Die Ambrosiapflanzen, auch Beifußblättriges Traubenkraut oder englisch 'Ragweed' genannt, können 20 bis 150 Zentimeter groß werden und sind oft buschig verzweigt. Die Blätter sind doppelt fiederschnittig und beiderseits grün. Die Stängel sind abstehend behaart. Die männlichen Blüten sehen traubenförmig aus und blühen gelb-grün an den Astspitzen. Die weiblichen Blüten wirken knäuelartig und wachsen in den Blattachseln. Hier gibt es nochmal einen Überblick, wie man die Pflanze erkennt und wie man sie vom Gemeinen Beifuß unterscheiden kann.

Beim Vogelfutter-Kauf auf Ambrosia achten

Besonders viele Pflanzen finden sich häufig in der Nähe von Vogelhäuschen, da in Futter mit Sonnenblumenkernen oft Ambrosiensamen enthalten sind. Das kommt daher, dass Ambrosien oft auf Sonnenblumenfeldern als Ackerunkraut vorkommen. Kontrollieren Sie deswegen im Frühjahr die Fläche unter der Futterstelle gründlich auf keimende Pflanzen.

Achten Sie deswegen beim Kauf Ihres Vogelfutters darauf, dass keine Ambrosia im Futter enthalten ist - das wird auf der Packung vermerkt, oft mit den Worten "100 Prozent frei von Ambrosia".

Ambrosia, wann blüht sie?

Im April beginnen die Ambrosiasamen auszutreiben. Am besten entfernen Sie die Ambrosien vor der Blütezeit im späten Frühjahr oder Frühsommer. Mitte Juli beginnt die Ambrosia zu blühen, die Hauptblütezeit liegt im August und September.

Ambrosia entsorgen

Ambrosiapflanzen nur mit Handschuhen und möglichst immer mitsamt der Wurzel ausreißen.

So gehen Sie vor: Reißen Sie einzelne Ambrosiapflanzen immer vorsichtig und mitsamt der Wurzel aus dem Boden und entsorgen Sie sie in einer gut verschlossenen Plastiktüte im Hausmüll.

Auch blühende Pflanzen können noch ausgerissen werden, allerdings ist dann die Schutzkleidung umso wichtiger: Unbedingt eine Feinstaub-Schutzmaske tragen, um zu verhindern, dass Sie Pollen einatmen. Auf keinen Fall sollten Sie die Pflanzen dann auf dem Komposthaufen entsorgen, da sich so die Pollen weiterverbreiten. Die Fundstelle muss nach drei bis vier Wochen kontrolliert werden.

Ambrosia artemisiifolia

Welche heimischen Pflanzen Ambrosiapflanzen ähnlich sehen und was typisch ist für die Beifuß-Ambrosie oder Ambrosia artemisiifolia lesen Sie beim Julius Kühn Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

Ambrosia Allergie

Warum es so wichtig ist, Ambrosia-Pflanzen der Gattung "Ambrosia artemisiifolia" auszureißen oder größere Vorkommen den Behörden zu melden: Sie haben ein extrem hohes allergisches Potenzial können Reizungen der Atemwege, Allergien bis hin zu einem Asthma-Anfall auslösen. Sie sind in ihrer Wirkung deutlich heftiger als Birken- oder Gräserpollen. Und das gilt nicht nur für Menschen, deren Allergie bereits bekannt ist. Auch Menschen, die bisher nicht allergisch reagieren, können durch Ambrosia eine Allergie entwickeln.

So sieht Ambrosia als Keimling aus

Durch die Berührung der haarigen Stiele kann es außerdem zu einer Kontaktallergie kommen.
Ambrosien überleben durch Samenbildung und produzieren deshalb eine Vielzahl an Pollen - bis zu einer Milliarde pro Pflanze.

Pollenflug Ambrosia

Im Gegensatz zu den meisten anderen allergenen Pflanzen setzt der Pollenflug bei der Ambrosia erst relativ spät im Hochsommer ein und verlängert damit die Leidenszeit für Allergiker.

Wo kann ich Ambrosia melden?

Wer einen großen Ambrosia-Bestand von mehr als hundert Pflanzen an Straßenrändern, Brachen oder Schnittblumen-Pflückfeldern entdeckt, sollte ihn melden, damit die Pflanzen fachgerecht entsorgt werden können. Wenden Sie sich dafür an das zuständige Landratsamt oder die Stadtverwaltung, ein Meldeformular finden Sie auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Wie kann man denn eigentlich wirklich nachhaltig gärtnern? Mit dieser Frage befasst sich diese Episode aus unserem Umweltpodcast Besser leben - hier anhören:

https://www.ardaudiothek.de/episode/besser-leben-der-bayern-1-nachhaltigkeitspodcast/bio-duenger-welcher-bioduenger-ist-gut/bayern-1/12473265/

So einfach können Sie zuhause Kartoffeln pflanzen.


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