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Ambrosia So erkennen und entsorgen Sie Ambrosia

Sie sehen unscheinbar aus, lösen aber bei Allergikern starke Symptome aus: Ambrosiapflanzen. Wie Sie erkennen können, ob in Ihrem Vogelfutter auch die Samen stecken, erfahren Sie hier

Stand: 23.07.2018

Bilder der Ambrosiapflanze. | Bild: picture-alliance/dpa

Ambrosia Allergie

Ambrosien überleben durch Samenbildung und produzieren deshalb eine Vielzahl an Pollen - bis zu einer Milliarde pro Pflanze. Durch ihr hohes allergisches Potenzial können Ambrosien Reizungen der Atemwege bis hin zu einem Asthma-Anfall auslösen. Durch die Berührung der haarigen Stiele kann es außerdem zu einer Kontaktallergie kommen.

Im Gegensatz zu den meisten anderen allergenen Pflanzen setzt der Pollenflug bei der Ambrosia erst relativ spät im Hochsommer ein und verlängert damit die Leidenszeit für Allergiker.

Die Samen der Ambrosia-Pflanze sind sehr resistent, sie können bis zu 40 Jahre lang keimfähig bleiben. Auch wenn die Pflanze eigentlich aus Nordamerika stammt, ist sie auch in Deutschland mittlerweile stark verbreitet.

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Beim Vogelfutter-Kauf aus Ambrosia achten!

Besonders viele Pflanzen finden sich häufig in der Nähe von Vogelhäuschen, da in Futter mit Sonnenblumenkernen oft Ambrosiensamen enthalten sind. Achten Sie deswegen beim Kauf Ihres Vogelfutters darauf, dass keine Ambrosia enthalten ist - das wird auf der Packung vermerkt, oft mit den Worten "100% frei von Ambrosia"

Ambrosia-Pflanze erkennen

Doppelt fiederschnittige Blätter, die auf beiden Seiten grün sind: die Ambrosiapflanze.

Die Ambrosiapflanzen, auch Beifußblättriges Traubenkraut oder Ragweed genannt, können 20 bis 150 Zentimeter groß werden und sind oft buschig verzweigt. Die Blätter sind doppelt fiederschnittig und beiderseits grün. Die Stängel sind abstehend behaart. Die männlichen Blüten sehen traubenförmig aus und blühen gelb-grün an den Astspitzen. Die weiblichen Blüten wirken knäuelartig und wachsen in den Blattachseln.

Wo kann ich einen Ambrosia-Fund melden?

Wer einen großen Ambrosia-Bestand von mehr als hundert Pflanzen entdeckt, sollte ihn melden, damit die Pflanzen fachgerecht entsorgt werden können. Wenden Sie sich dafür an das zuständige Landratsamt oder der Stadtverwaltung, ein Meldeformular finden Sie auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Wie kann ich Ambrosia entsorgen?

Wer Ambrosia im Garten entdeckt, kann einzelne Pflanzen auch selbst entsorgen - das gilt allerdings nur für gesunde Menschen, nicht für Allergiker. Zur Sicherheit sollten Sie dabei immer Schutzkleidung, vor allem einen Mundschutz und Handschuhe, tragen.

Ambrosiapflanzen nur mit Handschuhen und immer mitsamt der Wurzel ausreißen.

Am besten entfernen Sie die Ambrosien vor der Blütezeit im Frühjahr oder Frühsommer. Reißen Sie einzelne Ambrosiapflanzen immer mitsamt der Wurzel aus dem Boden und entsorgen Sie sie in einer gut verschlossenen Plastiktüte im Hausmüll.

Auch blühende Pflanzen können noch ausgerissen werden, allerdings ist dann die Schutzkleidung umso wichtiger. Auf keinen Fall sollten Sie die Pflanzen dann auf dem Komposthaufen entsorgen, da sich so Pollen weiterverbreiten. Die Fundstelle sollte nach drei bis vier Wochen kontrolliert werden.

Um eine weitere Verbreitung der Ambrosia zu verhindern, sollten Sie im Handel nach Ambrosia-freiem Vogelfutter fragen. Kontrollieren Sie außerdem im Frühjahr die Fläche unter der Futterstelle auf keimende Pflanzen.

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