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Grasmilben Stiche aus der Wiese? Das müssen Sie wissen

Grasmilbenstiche jucken - und das auch mal für bis zu zwei Wochen. Wie Sie die juckenden Stiche vermeiden und was zu tun ist, wenn sie bereits gestochen wurden.

Stand: 19.06.2018

Die Grasmilben leben im Gras. | Bild: mauritius-images

Einmal barfuß durch die Wiese und schon sind die kleinen Stiche das: Rote Pünktchen, die sich auch mal in große Quaddeln verwandeln. Schuld daran sind Grasmilben, genauer Grasmilbenlarven.

Die Milben leben eigentlich im Boden, die nur 0,2 bis 0,3 mm großen Larven aber sitzen an den Spitzen und beißen zu, wenn sich die Chance ergibt. Die zur Gattung der Spinnentiere gehörenden Grasmilben suchen sich am liebsten leicht feuchte und warme Stellen, wie zum Beispiel die Kniekehle. Dort setzen sie ihre Mundwerkzeuge an und verletzen die dünne Haut, durch den Speichel beginnt die Haut an der Stelle später zu jucken.

Grasmilben-Stiche - und was dagegen hilft

Häufig beginnt der Juckreiz erst nach einem Tag, kann dann aber bis zu zwei Wochen andauern. Denn wie bei Mückenstichen gilt leider auch hier: Wer kratzt, leidet länger - und riskiert eine Entzündung.

Im Grunde hilft alles, was auch bei Stichen von Stechmücken den Juckreiz lindert: kühlen und vor allem nicht kratzen. Denn auch wenn sie lästig sind, die Stiche sind ungefährlich.

Eine Hautreaktion kann auch durch andere Tiere ausgelöst werden. Alle Informationen über den Eichenprozessionsspinner finden sie hier.

Test: Habe ich Grasmilben?

Ob in Ihrer Wiese Grasmilben wohnen, können Sie ganz einfach testen: Legen Sie ein weißes Blatt Papier auf die Wiese. Die Helligkeit lockt Milben, die im Boden leben, an und Sie sehen die Milben als kleine orangerote Pünktchen.

Wie kann man sich vor Grasmilben schützen?

  • Grasmilben finden sich vor allem auf trockenen Wiesen, auf denen sich auch Nutz- und Haustiere aufhalten. Vermeiden Sie, barfuß durch solche Wiesen zu gehen.
  • Tragen Sie hohes Schuhwerk und stecken Sie die Hose in die Socken. Besprühen Sie Ihre Kleidung mit Repellentien, die z.B. DEET enthalten. Auch Teebaumöl auf der Haut soll helfen.
  • Mähen Sie den Rasen in Ihrem Garten häufig, da sich die Milben auf den Spitzen der Grashalme aufhalten. Entsorgen Sie das Schnittgut nicht auf dem Komposthaufen.
  • Wässern Sie Ihren Rasen, wenn er trocken ist, da die Milben sich bei Feuchtigkeit tief in den Boden zurückziehen.
  • Lassen Sie zwischen Rasen und Haus mindestens einen 2-3 Meter langen Abstand, so dass die Parasiten nicht in die Wohnung kommen.
  • Vertikutieren Sie Ihren Rasen im Frühjahr, um Moos zu entfernen, auf dem sich die Milben besonders gerne aufhalten.
  • Mäuse gehören zu den wichtigsten Wirten der Milben, deshalb sollte man sie unbedingt bekämpfen.

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