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Kleidermotten bekämpfen: die wirksamsten Tipps und Hausmittel | BR24

© picture alliance/WILDLIFE

Tipps gegen Motten in den Klamotten

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    Kleidermotten bekämpfen: die wirksamsten Tipps und Hausmittel

    Kleidermotten sind eigentlich harmlos, nicht aber ihr gefräßige Nachwuchs: Die Raupen hausen im Kleiderschrank, fressen sich durch Pullis oder Hemden und hinterlassen ihr Markenzeichen: Löcher. Was tun?

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    Wenn Kleidermotten das Licht umschwärmen, sind Fliegenklatsche und Zeitung nutzlos, um einen Befall einzudämmen. Denn die träfen nur die Männchen, die auf der Suche nach einer paarungswilligen Partnerin sind. Dabei sind die Weibchen das Problem, denn sobald sie befruchtet sind, richten sie es sich gemütlich zwischen Spalten und Ritzen zum Beispiel im Kleiderschrank ein und produzieren ihren gefräßigen Nachwuchs. Zum Fliegen hat die weibliche Kleidermotte meist keine Lust.

    Kleidermotten: kein Anzeichen mangelnder Hygiene

    In der Wärme von Wohn- und Lagerräumen legt ein Weibchen bis zu 300 Eier ab - jedes einzeln, beispielsweise auf Kleidung oder Möbel. Nach 14 Tagen schlüpft der Nachwuchs. Auf seiner Speisekarte der Raupen stehen bevorzugt tierische Fasern, wie sie in Wollpullis oder in Klamotten aus Pelz und Leder verarbeitet sind. Kleidermotten sind kein Anzeichen mangelnder Hygiene, sondern zeigen, welche Stoffe im Schrank hängen: Durch Baumwolle und synthetische Textilien frisst sich die Raupe höchst selten.

    Nachtfalter mit verkümmertem Mundwerkzeug

    Nach etwa drei Monaten beginnt die Verpuppung. Dafür baut sich der künftige Nachtfalter bis zu 15 Zentimeter lange Röhren. Schlüpft die Kleidermotte, ist sie für Textilien keine Gefahr mehr. Das Mundwerkzeug des Tiers ist verkümmert und zur Aufnahme von Nahrung nicht mehr geeignet - etwa zwei bis drei Wochen später stirbt die Kleidermotte. Doch trotz der kurzen Lebensdauer haben Motten genügend Zeit, sich zu paaren und die Eier für die nächste Generation zu legen.

    Die chemische Keule: Mottenkugeln und Co.

    Im Handel gibt es eine Anzahl chemischer Mittel, um die Brut des Nachtfalters wirksam zu bekämpfen und vorzubeugen. Doch in den Produkten wie Mottenkugeln sind oft Substanzen, die gesundheitsschädlich wirken können - und das nicht nur bei der Motte.

    Hormongesteuerte Männchen

    Pheromon-Lockstofffallen helfen gegen einen akuten Befall nicht, können aber zumindest einen Mottenbefall nachweisen und längerfristig die Produktion des Nachwuchses stoppen. In diese Falle tappen nur die Männchen! Allerdings können sie so die Weibchen nicht mehr befruchten und der Nachwuchs bleibt irgendwann aus.

    © Chris Martin Bahr/SAVE

    Kaum zu erkennen: Kleidermotten lieben Wolle

    Bewährte Hausmittel gegen Kleidermotten

    Wer solange nicht warten kann: Hausmittel gegen Kleidermotten gibt es viele, aber mit keinem von ihnen ist man hundertprozentig gefeit vor Löchern in den Lieblingsklamotten. Aber einen Versuch ist es wert:

    • Waschen Sie die Sachen, wenn möglich, bei über 50 Grad.
    • Wenn Sachen nicht so heiß gewaschen werden können, müssen sie vier Wochen eingefroren werden, um den Motten den Garaus machen zu können.
    • Wenn Sie einen Balkon oder Garten haben: Hängen Sie die Sachen in die pralle Sonne. Das passt den Motten überhaupt nicht. Die Sachen dann noch eingepackt in schwarze Folie - und die Tiere und Eier sterben innerhalb von Stunden ab.
    • Reinigen Sie den Kleiderschrank regelmäßig und gründlich bis in die tiefste Ritze - aussaugen und mit Essigreiniger putzen!
    • Der Duft von Lavendel und Zedernholz kann den lästigen Vielfraß teilweise vertreiben.
    • Teure Kleidung sollte man am besten in einem Plastikbeutel aufbewahren, damit sie vor den gefräßigen Kleidermotten geschützt sind.
    • Zudem sollte der Kleiderschrank mehrmals im Jahr umgeräumt werden. Die damit verbundene Unruhe ist der Kleidermotte meist zu ungemütlich.

    Letzer Ausweg: der Kammerjäger

    Wenn Sie immer wieder mit Motten zu tun haben, sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer zurate ziehen. Er kann auch große Stücke wie Teppiche oder Pelze mottenfrei kriegen. Sie kommen in luftdichte Kunststoffzelte und werden mit Stickstoff begast.