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Killer’s Security: IT vor Gericht | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: IT vor Gericht

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über gerichtsmäßiges: Der Europäische Gerichtshof bremst Cookies und Hate-Speech. Und der Trojaner "Emotet" sucht derweil das Kammergericht Berlin heim.

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    Das Internet beschäftigt derzeit den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg – und zwar vollauf. Am Dienstag hat er entschieden, dass Website-Betreiber schon richtig fragen müssen, bevor sie einem ein Cookie auf die Festplatte schreiben, so eine kleine Datei, an der sie einen wiedererkennen, wenn man das nächste Mal vorbeikommt. Richtig fragen müssen sie, nicht einem bloß mitteilen, oder einem die Cookies so nebenbei unterjubeln. Das geht nicht, sagt der EuGH.

    Hass-Bremse

    Und am Donnerstag hat der Gerichtshof bestimmt, dass Facebook verpflichtet werden kann, nach Beleidigungen auf seinen Seiten zu suchen. Wenn jemand beleidigt worden ist, dann muss Facebook das löschen – klar – und unter Umständen eben auch nach inhaltlich ähnlichen Beleidigungen suchen und die dann natürlich auch löschen.

    Vorratsdaten vor Gericht

    Anhängig ist noch ein Verfahren zur Vorratsdatenspeicherung. Die gilt in Deutschland, wird aber nicht angewandt, weil der EuGH 2016 – mit Bezug auf Schweden und Großbritannien - geurteilt hat, dass nicht ohne konkreten Anlass – also eben auf Vorrat – massenhaft persönliche Daten gesammelt werden dürfen. Daraufhin ist die Vorratsdatenspeicherung auch in Deutschland ausgesetzt worden. Und jetzt befasst sich der EuGH damit.

    Emotet im Gericht

    Auch das Kammergericht Berlin ist derzeit wegen des Internets voll ausgelastet bis überlastet, allerdings anders als der EuGH. Im Kammergericht Berlin müssen die Computer gereinigt werden, weil sich dort der berüchtigte Schädling Emotet eingenistet hat. Telefon, Fax und Briefe gehen am Kammergericht, Mail und Web nicht.

    Nachahmungs-Malware

    Wer so übel erfolgreich ist wie der Emotet, der wird natürlich auch nachgeahmt. Und das macht derzeit ein Stück digitales Ungeziefer Namens Buran. Darauf haben Leser den Heise-Verlag aufmerksam gemacht.

    Das funktioniert so: Man bekommt per Mail mitgeteilt, dass man ein Fax erhalten habe. Und es gibt ja Dienstleister, die wandeln Faxe in Word-Dateien um. Eine Word-Datei hängt denn auch an, angeblich das Fax. Und um das anschauen zu können, wird man aufgefordert – „enable content“ – „Inhalte zu aktivieren“ oder Makros zuzulassen. Wer das macht, hat verloren. Das Makro, das Programm, das dann ausgeführt wird, ist der Buran. Und der verschlüsselt alle Dateien, an die er rankommt, und verlangt dann Lösegeld. Also die gleiche üble Masche wie beim Emotet.

    Ein Update für das Update vom Update

    Gut 14 Tage ist Apple’s Handy-Betriebssystem iOS 13 alt, und schon drei Mal hat der Konzern nachbessern müssen. Jetzt steht IOS 13.1.2. im Netz. Apple sagt, damit würde die Kamera wieder funktionieren, die Taschenlampenfunktion und das Backup.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.