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Pizzabäcker sind jetzt "Immaterielles Kulturerbe" der UNESCO | BR24

© dpa

Lecker Pizza!

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    Pizzabäcker sind jetzt "Immaterielles Kulturerbe" der UNESCO

    Der italienische Landwirtschaftsminister Maurizio Martina schrie "Vittoria!" (Sieg), die Neapolitaner sind begeistert: Die UNESCO erklärte die Kunst, Pizza zu backen, zum Immateriellen Weltkulturerbe. Zwei Millionen Italiener unterstützten das.

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    In der Pizzeria Brandi in Neapel wurde die weltberühmte Pizza Margherita, benannt nach der gleichnamigen damaligen italienischen Königin (1851 - 1926), angeblich erfunden. Die Monarchin besuchte 1889 Neapel und wollte der Legende nach die Spezialität der Stadt ausprobieren. Der bekannte Koch Raffaele Esposito, Inhaber der Pizzeria “Pietro…e basta così”, musste dafür eigens im Palast Reale di Capodimonte einen Pizza-Ofen bauen.

    Italienische Nationalfarben

    Esposito soll für die königliche Tafel insgesamt drei Pizzen zur Auswahl gestellt haben. Eine davon war mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum belegt, also in den italienischen Nationalfarben dekoriert. Diese Version schien der Königin am besten gemundet zu haben, denn sie schrieb dem Bäcker einen Dankesbrief, der bis heute in der Pizzeria Brandi in Neapel ausgehängt ist. Angeblich gibt es heute insgesamt 3000 "Pizzaiuoli" in der Stadt, also Menschen, die ihr Leben und Arbeiten der Pizza-Kultur widmen.

    Lieder und Geschichten

    In einer Petition hatten zwei Millionen Menschen den Antrag Italiens, die Pizza zum Weltkulturerbe zu machen, bei der Unesco unterstützt. Danach geht die Tradition weit über das berühmte Teigwirbeln der Pizzabäcker und das Belegen hinaus: Neben dem Handwerk werden auch Lieder und Geschichten seit dem 16. Jahrhundert "von Generation zu Generation weitergegeben", wie es in den Unterlagen heißt. Insgesamt bewarben sich Länder mit 23 Traditionen um Aufnahme in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes. Sie umfasst bereits mehr als 360 Titel aus Bereichen wie Tanz, Theater, Musik und Handwerk. Die jüngste Entscheidung fiel bei der Tagung des Unesco-Komitees auf der südkoreanischen Insel Jeju.