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„Mittelreich“: Die Autorenlesung zum Film | BR24

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© Suhrkamp, DAV, BR

Josef Bierbichler liest aus "Mittelreich"

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„Mittelreich“: Die Autorenlesung zum Film

„Zwei Herren im Anzug" heißt der grandiose Film von Josef Bierbichler, derzeit in den Kinos. Gedreht nach Motiven seines eindrucksvollen Romandebüts „Mittelreich", jetzt neu aufgelegt als Autorenlesung im Hörbuch. Von Cornelia Zetzsche

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„Zwei Herren im Anzug“

Wann hat man je ein Tableau so bestürzend schöner schwarzweißer Seebilder gesehen: Die Pilger in Tracht, singend, in langen schmalen Booten auf der grauen Spiegelfläche des Wassers; den See als Schicksalsort; das Wirtshaus als Mikrokosmos des Landes „Mittelreich“; den Seewirt Pankraz zwischen Neigung, Schuld und Verantwortung; und Martina Gedeck als Theres, seine Frau, überzeugend bayerisch.

„Ich war vollkommen umgehauen, ich liebe diesen Film.“ (Martina Gedeck)

Gedreht wurde „nach Motiven“ von Bierbichlers hochgelobtem Debütroman „Mittelreich“ von 2011. Die Geschichte der Seewirtsfamilie Birnberger von 1914-1984, vom Ersten Weltkrieg über die Nazizeit und die Adenauer-Ära bis zur Pershing-Debatte der 80er Jahre. Schauplatz: ein Wirtshaus am See, dem Wirtshaus der Bierbichlers am Starnberger See nicht unähnlich

"Mittelreich", der Roman

Während der Film „Zwei Herren im Anzug“ den Vater-Sohn- und Generationenkonflikt in den Vordergrund rückt, ist der Roman ein Gesellschaftstableau mit einer Fülle von Biographien.

„Ich hab‘ kein Porträt meiner Familie geschrieben! Wirklich nicht! Das sähe anders aus, das wäre viel aggressiver geworden oder viel wahrer.“ (Josef Bierbichler)

Städter kommen aufs Land, Fremde auf Zeit, die bleiben; ehemalige Zwangsarbeiter und Flüchtlinge wie Viktor aus Polen, dem der Krieg die Heimat nahm. Oder das feine, aber falsche Fräulein von Zwittau. Sie alle bringen ihre Geschichten mit als Täter und Opfer, Hochstapler und Traumatisierte, bis aus ihren Biographien ein Panorama des Landes wird.

Bierbichler liest „Mittelreich“

"Spannender, vitaler und eindringlicher kann ein 'Heimatroman' nicht sein als diese Beschreibung einer Gastwirts- und Bauernfamilie aus dem Voralpenland über drei Generationen: Das ist das Leben mit all seinen Verwicklungen, seinen Dramen und seiner Komik. Besser könnte die Sprachmacht des Romans nicht hörbar gemacht werden als durch die Vitalität des Autors. Einfach pfundig!",

schrieb die Jury und vergab 2011 den Deutschen Hörbuchpreis an Josef Bierbichler. Jetzt ist die Autorenlesung noch einmal auf Bayern 2 zu hören und als Hörbuch neu aufgelegt.

Josef Bierbichler: „Mittelreich“, Roman bei Suhrkamp,10 €  Hörbuch im Audio Verlag, 17,99 € , eine Kooperation mit dem BR