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Bamberger Symphoniker: Jakub Hrůša bleibt Chefdirigent | BR24

© dpa

Jakub Hrůša

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    Bamberger Symphoniker: Jakub Hrůša bleibt Chefdirigent

    Die Zukunft gehört ihm: Mit 36 Jahren ist der Tscheche Jakub Hrůša jung genug, um noch große Pläne zu haben. Bis 2026 wird er in Bamberg bleiben, wo er seit zwei Jahren die Symphoniker leitet. Der Dirigent lobte Bamberg als "Ort der Inspiration".

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    Die Schuhe waren groß, die sein Vorgänger Jonathan Nott hinterließ, doch Jakub Hrůša passte offenkundig hinein. Jedenfalls teilte das Bayerische Kunstministerium mit, dass der Dirigent seinen Vertrag bis 2026 verlängert hat. Hrůša lobte die Stadt an der Regnitz in den höchsten Tönen:

    "In den beiden zurückliegenden Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass Bamberg ein Ort auf dieser Welt ist, an dem die Dinge besser funktionieren, als man es sich erträumen kann. Es ist wirklich ein außergewöhnlicher Ort, ein Ort der Inspiration, der Konzentration und der Freude - und der zentrale Grund ist für mich natürlich sein Orchester: die Bamberger Symphoniker. Als Chefdirigent habe ich seit 2016 das Privileg, gemeinsam mit diesem herrlichen Orchester durch die Schönheiten eines breiten und abwechslungsreichen Repertoires reisen zu dürfen, sowohl 'zu Hause' in Bamberg und in Bayern als auch auf Tourneen und bei Aufnahmen." Jakub Hrůša

    "Musikalisches Heimatgefühl"

    In seinem ersten Jahr in Bamberg hatte Jakub Hrůša noch wenig Zeit, war auch nach eigener Auffassung zu wenig präsent, da andere Verpflichtungen seine Aufmerksamkeit erforderten. Als die „abgearbeitet“ waren, konnte sich der Dirigent jedoch mit der Neuordnung des Orchesters beschäftigen, dazu gehörte etwa das Nachdenken über die ideale Sitzordnung für alle Instrumentengruppen.

    "Die Gewissheit, dass diese zutiefst bedeutsame Reise bis 2026 fortgesetzt werden kann, macht mich noch einmal glücklicher. Ich wollte immer dort sein, wo man sich unter den richtigen Bedingungen kontinuierlich entwickeln kann. Genau dies ist meine Erfahrung bei den Bamberger Symphonikern, einer Gemeinschaft von großartigen Musikern und einem engagierten Management, in der wir alle wachsen und uns in jeder Sekunde weiterentwickeln. Ich freue mich darauf, mein musikalisches Heimatgefühl in Bamberg zu vertiefen!" Jakub Hrůša

    "Herausragende Qualität"

    Die bayerische Kunstministerin Marion Kiechle zeigte sich hoch erfreut über die Tätigkeit des Tschechen und verwies auf die Auszeichnung für das "beste deutschsprachige Konzertprogramm":

    "Ich freue mich, dass Jakub Hrůša bereits heute seinen Vertrag verlängert hat und auch in den Spielzeiten 2021 bis 2026 Chefdirigent der Bamberger Symphoniker bleibt. Mit ihm hat die Bayerische Staatsphilharmonie ihren künstlerischen Weg enorm erfolgreich fortgesetzt und zählt zu den international bedeutsamsten Symphonieorchestern Bayerns. Die jüngste Auszeichnung für das beste deutschsprachige Konzertprogramm des Jahres der Spielzeit 2017/18 belegt die herausragende Qualität ebenfalls eindrucksvoll. Ich bin mir sicher, dass die Bamberger Symphoniker unter seiner Leitung auch in Zukunft Ton angebend sein werden." Jakub Hrůša