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Wer arm ist, stirbt früher | BR24

© picture-alliance/dpa

Altersarmut in Bayern

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    Wer arm ist, stirbt früher

    Laut dem Münchner Soziologen Christian Janßen hängt die Lebenserwartung vom Durchschnittseinkommen in den jeweiligen Regionen ab. Die SPD im Bayerischen Landtag will deswegen soziale Ungleichheiten mehr in den Blick nehmen. Von Daniel Knopp

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    Schlusslichter östliches Oberfranken und nördliche Oberpfalz

    Schlusslichter sind bei der Lebenserwartung der Frauen das östliche Oberfranken und die nördliche Oberpfalz, jeweils mit knapp 82 Jahren. Bei den Männern sind dies Oberfranken-Ost (76,6 Jahre) und Oberpfalz-Nord (77,1 Jahre).

    München Spitzenreiter bei Lebenserwartung und Einkommen

    Die Münchner haben im Schnitt die höchste Lebenserwartung in Bayern. Bei neugeborenen Frauen liegt sie in der Landeshauptstadt laut einer aktuellen Studie im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion bei 84,4 Jahren, Männer kommen in der Landeshauptstadt auf 80,6 Jahre. Die Plätze zwei und drei bei den Frauen belegen Ingolstadt (83,6 Jahre) und Augsburg (83,5 Jahre). Bei den Männern folgen das bayerische Oberland und Ingolstadt (je 79,3 Jahre).

    Höchstes Durchschnittseinkommen in München

    Auch hier ist München Spitzenreiter mit gut 2.160 Euro. Schlusslichter sind die niederbayerische Region Donau-Wald (1.683,30 Euro) und die unterfränkische Region Main-Rhön (1.741,60 Euro). Auch in der nördlichen Oberpfalz liegt das Durchschnittseinkommen nur bei 1.700 Euro. Die Studie des Soziologen Christian Janßen von der Hochschule München zeigt:

    "dass Menschen die eher geringere Bildung haben und ein geringeres Einkommen öfter krank sind und somit eher weniger lang leben als Menschen mit einem höheren Einkommen." Christian Janßen, Hochschule München

    Die Gründe dafür sieht die SPD im Bayerischen Landtag neben gesundheitlichen Benachteiligungen am Wohnort und am Arbeitsplatz auch bei gesundheitsbezogenen Risikofaktoren wie Gewicht, Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel und Ernährung. Diese Risikofaktoren seien direkt durch gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung zu beeinflussen, so die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller.

    "Uns ist es einfach ein Anliegen, dafür zu sorgen, dass es egal ist, wo ein Mensch geboren ist, welches Einkommen er hat und welche Bildung er hat. Es sollen alle gesund, alt und groß werden können in unserem Land Bayern." Ruth Müller, SPD-Landtagsabgeordnete

    Mit einem verbesserten Präventionsgesetz will die SPD im Bayerischen Landtag deswegen noch in dieser Legislaturperiode die gesundheitliche Chancengleichheit der Menschen in Bayern verbessern.