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Exotische Schnecken erstmals in Europa nachgewiesen

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    Potenziell gefährliche Schnecken erstmals in Europa gefunden

    Forscher haben erstmals in Europa zwei potenziell gefährliche Schneckenarten nachgewiesen: die Schlammschnecke, die sonst in Asien zu Hause ist, und die Leberegel-Schnecke aus der Karibik und Südamerika.

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    Beide Schneckenarten sind schädlich für Reispflanzen, sie können aber auch Krankheiten übertragen. So dienen sie als Zwischenwirte für die sogenannte Fasziolose, also die Infektion des Menschen mit dem Großen Leberegel. Der Parasit kommt normalerweise bei Wiederkäuern wie Rindern, Ziegen und Schafen vor.

    Manchmal können sich aber auch Menschen infizieren - zum Beispiel, wenn sie rohe befallene Pflanzen essen wie Brunnenkresse oder Salat. Weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO rund 2,5 Millionen Menschen betroffen.

    Entdeckt auf katalonischen Reisfeldern

    Die Schnecken wurden auf Reisfeldern im spanischen Katalonien gefunden und in den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden untersucht. Das Ebro-Delta gilt bei Forschern als eine Art Hotspot für Einwanderer aus der Weichtierwelt.