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Linkspolitiker López Obrador neuer Präsident von Mexiko | BR24

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López Obrador neuer Präsident Mexikos

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Linkspolitiker López Obrador neuer Präsident von Mexiko

Der Links-Nationalist Andrés Manuel López Obrador wird neuer Präsident von Mexiko. Nach einer ersten offiziellen Hochrechnung erhielt er zwischen 53 und 53,8 Prozent der Stimmen, wie der Wahlrat mitteilte.

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Schon nach Veröffentlichung der Prognosen hatten López Obradors stärkste Rivalen, der Konservative Ricardo Anaya und José Antonio Meade von der sozialdemokratischen Regierungspartei PRI, ihre Niederlagen eingeräumt. "Zum Wohle Mexikos wünsche ich ihm den größten Erfolg", sagte der vermutlich drittplatzierte Meade an die Adresse López Obradors. 

Der 64-jährige López Obrador hatte sich bereits zwei Mal erfolglos um das höchste Staatsamt beworben. Diesmal verfingen bei vielen Wählern offenbar seine Versprechen, die Korruption zu beseitigen, die grassierende Gewalt im Land einzudämmen und Millionen Bürger aus der Armut zu holen. Zudem stellte er der Jugend Stipendien und vom Staat bezahlte Ausbildungsangebote in Aussicht, den Älteren höhere Renten.

Geteilte Reaktionen auf López Obrador

Der große Zulauf für den Kandidaten der Morena-Partei fällt in eine Phase großen Unmuts in der Bevölkerung über die regierende PRI des unpopulären Staatschefs Enrique Peña Nieto. Von dessen marktliberalen Wirtschaftsreformen hatten viele Mexikaner nicht profitiert. Rivalen und Kritiker von López Obrador warnten indes davor, dass der linke Kandidat das Land mit seiner interventionistischen Wirtschaftspolitik um Jahrzehnte zurückwerfen werde.

Trump erster ausländischer Gratulant

US-Präsident Donald Trump gratulierte dem linksgerichteten Politiker als erster ausländischer Staatsvertreter zu dessen Wahlsieg. Er freue sich "sehr" darauf, mit López Obrador zusammenzuarbeiten, twitterte er in Washington. "Es gibt viel zu tun, das sowohl den USA als auch Mexiko zugute kommt!", erklärte der republikanische US-Präsident, dessen Handels- und Einwanderungspolitik zu einem historischen Tief in den Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten geführt hat.