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Sanaa im Jemen

Der Bürgerkrieg im Jemen ist, laut UNO eine menschengemachte Katastrophe. 8,4 Millionen Menschen sind unmittelbar von Hunger bedroht. Rund 400 000 Kinder unter fünf Jahren seien schwer unterernährt, sagte Lowcock.

2011 brach der Bürgerkrieg im Jemen aus. Die schiitischen Huthi-Rebellen kämpfen gegen die international anerkannte Regierung des Landes. Diese wird von einer saudisch geführten Militärkoalition unterstützt. Im Endeffekt ist es jedoch ein Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Mit dem Militäreinsatz im Jemen will das sunnitische Saudi-Arabien den Einfluss des schiitischen Irans stoppen, der die Huthis unterstützt.

UN-Sicherheitsrat uneinig

Am Montag war im UN-Sicherheitsrat ein Resolutionsentwurf am Veto Russlands gescheitert, der dem Iran eine Mitschuld an Raketenangriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien zuwies und eine Verlängerung der Sanktionen vorsah. Stattdessen nahm der Sicherheitsrat eine von Russland eingebrachte Resolution einstimmig an, mit der lediglich das Waffenembargo im Jemen um ein Jahr verlängert wird.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA haben den Iran in einer gemeinsamen Erklärung wegen Verletzung des Waffenembargos im Jemen verurteilt. Die Missachtung des Embargos bedeute "ernsthafte Risiken für Frieden und Stabilität in der Region", hieß es in der am Dienstag von der US-Botschaft bei der UNO veröffentlichten Erklärung.

Waffenlieferungen aus dem Iran

Ein Expertengremium der Vereinten Nationen hatte dem Sicherheitsrat im Januar einen Bericht vorgelegt, dem zufolge der Iran das Waffenembargo gegen die Huthi-Rebellen verletzt hat. Die Experten hatten in Saudi-Arabien Überreste von Raketen, Militärausrüstung und Drohnen identifiziert, "die aus dem Iran stammen und nach der Verhängung des Waffenembargos in den Jemen eingeführt wurden".