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Länder überweisen Kirchen gut 500 Millionen an Staatsleistungen | BR24

© dpa-Bildfunk/Caroline Seidel

Symbolbild Kirche: Kölner Dom

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    Länder überweisen Kirchen gut 500 Millionen an Staatsleistungen

    Die Zahlungen der Bundesländer an die großen Kirchen sind gegenüber dem Vorjahr um gut 14 Millionen Euro auf den Rekordwert von 538 Millionen Euro gestiegen. Diese sogenannten Staatsleistungen bekommen die Kirchen unabhängig von der Kirchensteuer.

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    Auch Zahlungen für kirchliche Dienste, wie in Kindergärten oder Seniorenheimen, sind darin nicht eingeschlossen. Über den Anstieg berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf eine Erhebung der Humanistischen Union. Wie der kirchenkritische Verband demnach weiter vorrechnet, erhielten die Kirchen seit 1949 insgesamt fast 17,9 Milliarden Euro Staatsleistungen.

    Das Geld fließt dem Bericht zufolge aus dem allgemeinen Steueraufkommen der Länder; Bremen und Hamburg beteiligen sich nicht.

    Ausgleichszahlungen für Enteignungen im frühen 19. Jahrhundert

    Die Ansprüche der Kirchen haben laut FAZ ihren Ursprung im Wesentlichen im 19. Jahrhundert, als Ausgleich für Enteignungen, insbesondere 1803 zum Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.

    Von den 538 Millionen Euro in diesem Jahr erhalte die evangelische Kirche rund 314 Millionen und die katholische Kirche 224 Millionen Euro, schreibt die FAZ. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz kommentierten die Zahlen auf Anfrage der Zeitung nicht.