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Zahl der Verkehrstoten in Bayern sinkt weiter | BR24

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Die Zahl der Verkehrstoten im Freistaat ist erneut gesunken. 484 Menschen kamen letztes Jahr auf Bayerns Straßen ums Leben - das sind so wenig wie nie seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen vor über 65 Jahren, so Innenminister Herrmann.

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Zahl der Verkehrstoten in Bayern sinkt weiter

2020 sind in Bayern so wenige Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen wie noch nie, seit es Aufzeichnungen dazu gibt. Das hat auch mit der Corona-Pandemie zu tun, da weniger Menschen auf den Straßen unterwegs waren.

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Von
  • Henning Pfeifer

Im Corona-Jahr 2020 hat es deutlich weniger Unfälle, Verletzte und Tote auf Bayerns Straßen gegeben. Die Zahl der Toten sank auf den niedrigsten Stand der vergangenen 65 Jahre - seitdem werden Aufzeichnungen darüber geführt. Diese Entwicklung hänge mit Corona zusammen, so der bayerische Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung der neuen Verkehrsunfallstatistik.

Homeoffice und Ausgangssperre verhindern zahlreiche Auto-Unfälle

Demnach sorgten das Home-Office und die Ausgangsbeschränkungen für weniger Verkehr auf den Straßen und somit für 17 Prozent weniger Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr. 484 Menschen verloren 2020 ihr Leben bei einem Verkehrsunfall in Bayern, das sind 57 Unfallopfer weniger als 2019.

Die Zahl der Fahrradunfälle ist hingegen um knapp zehn Prozent gestiegen - allerdings kamen elf Prozent weniger Radfahrer bei Unfällen ums Leben. Einen Anstieg gab es bei den tödlich verletzten Motorradfahrern. 127 ließen ihr Leben, 13 mehr als im Jahr zuvor.

Raser verursachen die meisten Unfälle

Hauptunfallursache insgesamt bleibe eine zu hohe, beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit, so Joachim Herrmann. Durch erhöhte Geschwindigkeit starben 147 Menschen, sechs mehr als im Vorjahr.

Innenminister Herrmann hat für dieses Jahr in fast allen Bereichen Kontrollen und Schwerpunktaktionen angekündigt. Das bedeutet intensivere Geschwindigkeitskontrollen, Schwerpunktaktionen bei Motorradfahrern, Radfahrern, Fußgängern und im Schwerlastverkehr. Alkohol und Drogen am Steuer und Ablenkung der Fahrer, etwa durch die Benutzung von Handys, stehen ebenfalls im Fokus.

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