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Prozess gegen Stalker in München | BR24

© BR/Henning Pfeifer

Spezialisten der Spurensicherung am Tatort in Giesing

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    Prozess gegen Stalker in München

    August 2016: Eine 45-jährige Architektin wird vor ihrer Haustür in München erstochen – wahrscheinlich von ihrem Ex-Freund. Drei Monate später wird der mutmaßliche Mörder in Spanien gefasst. Heute beginnt der Prozess. Von Birgit Grundner

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    Der heute 46-jährige Angeklagte – ebenfalls Architekt – hatte sich nach Nordspanien abgesetzt und unter die Pilger des berühmten Jakobswegs gemischt. Seit seiner Auslieferung nach Deutschland im November 2016 sitzt er in Untersuchungshaft und schweigt zum Tatvorwurf. Für den Prozess am Landgericht München I sind elf Tage angesetzt. Das Urteil soll es Ende Oktober geben.

    Ex-Freundin lebte in ständiger Angst

    Der Mann wollte das Ende seiner sechs Jahre zurückliegenden Beziehung zum späteren Opfer nicht hinnehmen. Das Amtsgericht München verurteilte ihn bereits 2014 wegen jahrelanger Nachstellung zu einer Geldstrafe. Doch das sogenannte Stalking ging weiter, auch, nachdem die Frau den Wohnort gewechselt und ein richterliches Kontaktverbot erwirkt hatte. Vorsorglich hatte sie ihre Nachbarn darüber informiert. Die Architektin lebte in ständiger Angst. Mitunter soll sich die 45-Jährige nur in Begleitung nach Hause getraut haben, berichteten Nachbarn.

    Mord geschah kurz vor neuem Stalking-Prozess

    Im August 2016 sollte sich ihr Stalker erneut vor Gericht verantworten. Wenige Tage vorher soll der Angeklagte seiner Ex-Freundin aber vor ihrer Haustür im Münchner Stadtteil Obergiesing aufgelauert und sie mit mindestens 18 Messerstichen getötet haben, so die Staatsanwaltschaft. Das Opfer verblutete im Hauseingang.

    Fahndung zunächst in den Bayerischen Alpen

    Schon sehr bald nach dem Mord vom 16. August 2016 hatte die Polizei die Suche nach dem mutmaßlichen Täter auch auf die Alpen ausgeweitet. Mit Fahndungsplakaten in bayerischen Berghütten sollten Wanderer und Mountainbiker in die Suche einbezogen werden. "Es ist bekannt geworden, dass der Tatverdächtige eine gewisse Affinität zu den Bergen hat", sagte Gottfried Schlicht vom Polizeipräsidium München zur Begründung.