| BR24

 
 
© picture-alliance/dpa

Überwachungskamera

Der Park in der Stadtmitte - auch Klostergarten genannt - oder der Busbahnhof (ZOB) sind Orte in Passau, an denen man "gefühlt" nicht ganz so sicher ist. Der Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit ist aber groß, bestätigt Stefan Schillinger, Chef der Passauer Polizei. Auf der einen Seite erzeuge der Anblick von Obdachlosen oder Betrunkenen natürlich Unbehagen in der Bevölkerung. Natürlich machen sich die Passauer große Sorgen, wenn hier - wenn auch nur vereinzelt - leere Spritzen im Gras gefunden werden. Trotzdem sagen die Zahlen: Die Kriminalität ist nicht mehr geworden, im Gegenteil, sie ist rückläufig.

"Wir haben im Bereich ZOB und Klostergarten statt 32 Körperverletzungen im Jahr 2016 mittlerweile nur noch 14 Körperverletzungen. Seit 2014/15 geht die Gewalt hier sehr zurück. Die Zahl der Ruhestörungen ist sogar auf null zurückgegangen." Stefan Schillinger

Zu wenig Kriminalität

Das ist auch der Grund, warum die Polizei im Klostergarten keine Überwachungskameras installiert hat. Hier herrscht schlichtweg zu wenig Kriminalität.

"Es passiert zu wenig Strafrechtliches, damit wir hier Videoüberwachung machen können. Da hätte der Datenschutzbeauftragte was dagegen." Stefan Schillinger

Kameras im Klostergarten

Im Gegensatz zur Polizei hätte die Stadt Passau zum Beispiel im Klostergarten sehr wohl die rechtliche Handhabe, Kameras zu installieren. Das wird derzeit auch geprüft, bestätigt Urban Mangold, zweiter Bürgermeister in Passau.

"Das Sicherheitsgefühl ist ja entscheidend. Und wenn sich Leute mit einer Kamera wohler fühlen und wenn man damit vielleicht auch präventiv tätig sein kann, dann schaden Kameras ja nicht." Urban Mangold 

Autoren

Martin Gruber

Sendung

Regionalnachrichten aus Niederbayern vom 28.11.2017 - 14:30 Uhr