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250 bunte, kleine Zwerge mit nach oben gerecktem Daumen des Künstlers Ottmar Hörl werden in Pocking aufgestellt. Nach dem Ende der Installation werden die "Optimisten" für einen guten Zweck verkauft.

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"Optimistische" Hörl-Installation: Daumen hoch für Pocking

Wer von Pocking nach Bad Füssing fährt, kann sie gar nicht übersehen: 250 bunte Figuren sind über sechs Etagen auf dem Geländer des Römerturms festgeschraubt. Mit dem Daumen nach oben sollen sie gute Laune verbreiten, auch für den guten Zweck.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Sie sind bunt, etwa kniehoch und haben alle die gleiche Geste: den Daumen nach oben gestreckt. 250 Figuren sind über sechs Etagen auf dem Geländer des Römerturms festgeschraubt worden. Künstler Ottmar Hörl nennt seine Zwerge "Optimisten". Sie sollen gute Laune verbreiten. Hörl hofft, dass die Bürger beim Anblick lächeln und darüber nachdenken, wie gut es uns hierzulande geht. Drei Wochen ist die Ausstellung zu sehen. Wer sich danach einen Optimisten sichert, tut auch etwas Gutes. Wie die Stadt mitteilt, geht der Gewinn zu 100 Prozent an Pockinger Kindergärten.

Weltbekannter Künstler

Ottmar Hörl, 1950 in Nauheim/Hessen geboren, emeritierter Professor und früherer Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, ist ein auf der ganzen Welt bekannter Konzeptkünstler und Bildhauer. Nach Dürer-Hasen in Nürnberg, Ludwig II-Büsten im Nymphenburger Schlosspark, vielen kleinen Beethovens in Bonn und Mini-Dom-Figuren in Regensburg ist jetzt Pocking an der Reihe - passend zu den Feierlichkeiten um die Stadterhebung vor 50 Jahren. "Ob ein Ort 500 Einwohner hat oder 500.000 macht für mich keinen Unterschied. Meine Kunst ist für alle gedacht", sagt Hörl.

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Ottmar Hörl bringt die ersten Figuren selbst an

Optimist ist die beste Wahl

Dass er in Pocking ausstellt, liegt an dem Engagement einer Bürgerin. Simone Privo ist großer Fan, kontaktierte den Künstler und überzeugte den Stadtrat von der Idee, 250 Figuren zu kaufen. Gemeinsam mit Hörl überlegte sie dann, welches Objekt am besten in diese Region passt. Beide kamen schnell auf den Optimisten. "Pocking war durch das Bäderdreieck stark von der Corona-Krise betroffen. Viele Menschen waren in Kurzarbeit. Der Optimist ist ein Zeichen für die ganze Region, dass es wieder aufwärts geht", sagt Privo.

Diskussionen erwünscht

Die knapp einen halben Meter großen Zwerge sollen auch zum Diskutieren anregen. "Ich will die 97 Prozent in der Gesellschaft erreichen, die noch nie in einer Galerie waren. Sie sollen Lust kriegen, sich mit Kunst zu beschäftigen", sagt Hörl. Er hofft, dass sich Leute Fragen stellen wie: Ist die Installation Kitsch? Was macht diesen Zwerg zur Kunst? Und gäbe es einen ähnlichen im Baumarkt nicht günstiger?

Installation bis August

Bis zum 12. August grüßen die gelb-, grün-, pink-, rot-, blau- und goldfarbenen Zwerge vom Aussichtsturm. Danach können Bürger die Optimisten der Stadt abkaufen. Der Gewinn geht an die Pockinger Kindergärten.

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Sie sind das deutsche Klischee schlechthin - die Gartenzwerge. Der Künstler Ottmar Hörl will mit ihnen nun Optimismus und gute Laune verbreiten. Dafür hat er 250 bunte Figuren im niederbayerischen Pocking aufgestellt- den Daumen nach oben gereckt.

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