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Maßnahmen gegen weitere Flüchtlings-Tumulte in Waldkraiburg | BR24

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Asylunterkunft Waldkraiburg

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    Maßnahmen gegen weitere Flüchtlings-Tumulte in Waldkraiburg

    Der Runde Tisch der Behörden in Waldkraiburg hat Maßnahmen beschlossen, die künftige Tumulte in der Erstaufnahmeeinrichtung verhindern helfen sollen: ehrenamtliche Arbeit für Asylbewerber, Einrichtung eines Bolzplatzes und mehr Sicherheitspersonal.

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    Die Stadt Waldkraiburg, das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd und die Regierung von Oberbayern haben sich bei einem Runden Tisch auf Maßnahmen verständigt, um die Situation in und um die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Waldkraiburg zu verbessern. Insbesondere die Nachbarschaft soll davon profitieren. Sie hatte sich immer wieder im Rathaus über Lärm und Alkohol in der Unterkunft beschwert.

    Grünfläche mit Bolzplatz und mögliche Videoüberwachung

    Die Stadt Waldkraiburg will eine an die Aufnahmeeinrichtung angrenzende Grünfläche zur Verfügung stellen. Dort soll unter anderem ein Bolzplatz angelegt werden. Auf Vorschlag der Polizei wird die Regierung von Oberbayern prüfen, ob sich zur Verbesserung der Sicherheitslage im Gebäude sowie auf dem Freigelände eine Video-Überwachung einrichten lässt. Auch soll die Zahl der Sicherheitsleute aufgestockt werden.

    Reduzierung der Bewohnerzahl wird geprüft

    Weiteres Thema war die Enge in der Asylunterkunft. Die Stadt Waldkraiburg hat bei der Besprechung eine deutliche Reduzierung der Belegung der Erstaufnahmeeinrichtung gefordert. Anfang Juni waren dort 330 Menschen untergebracht. Die Regierung von Oberbayern hat der Stadt zugesagt, dieses Anliegen mit dem Innenministerium zu erörtern.

    Landes-Caritasdirektor Bernhard Piendl hatte in der vergangenen Woche im BR betont, dass Gewalt unter Flüchtlingen zuweilen auch ihrer Wohnsituation geschuldet sei. Menschen bräuchten ihre Privatsphäre.

    Ehrenamtliche Beschäftigung

    Die Heimbewohner sollen sich nun vermehrt ehrenamtlich in den Heimalltag einbringen und verschiedene Dienste für das Haus übernehmen. Dafür hatte am Samstag auch Ministerpräsident Markus Söder bei seinem Besuch in der Einrichtung geworben.

    Bei den Auseinandersetzungen unter den Flüchtlingen als auch mit den Einsatzkräften der Polizei hatte es in der vergangenen Woche einen Schwer- und mehrere Leichtverletzte gegeben. Wachleute in der Unterkunft wollten zuvor Kühlschränke wegräumen, deren Betrieb die Heimleitung verboten hatte.