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Konnersreuth erhält Resl-Zentrum | BR24

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    Konnersreuth erhält Resl-Zentrum

    Das Schicksal von Therese Neumann aus Konnersreuth, die angeblich aus Wundmalen blutete und Christus-Visionen hatte, polarisiert bis heute die katholische Welt. Jetzt bekommt Konnersreuth ein Informations- und Begegnungszentrum.

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    Im Frühjahr 2018 ist Baubeginn für das Therese Neumann gewidmete Informations- und Begegnungszentrum in Konnersreuth. Die Planungen dafür laufen seit rund zehn Jahren. Jetzt hat es der Marktrat beschlossen. Das Info- und Begegnungszentrum wird auf dem leer stehenden und sanierungsbedürftigen Schafferhof entstehen. Das Projekt ist jedoch umstritten. In einem Bürgerentscheid wurde die Idee nämlich schon abgelehnt, wie SPD-Marktrat Edgar Wenisch erinnert.

    "Der Bürger hat gesagt: Nein, wir wollen das nicht! Wir wollen das nicht, reißt den Schafferhof ab, weil uns die Kosten zu hoch sind." Edgar Wenisch, SPD

    Der Bürgerentscheid war vor drei Jahren. Danach hat Bürgermeister Max Bindl seine Pläne auf Eis gelegt. Dann jedoch startete die Staatsregierung ihre Nordostbayern-Offensive und diese brachte Fördergeld. Jetzt wird der Schafferhof also trotzdem saniert.

    Jeden Monat ein Gebetstag

    Unterdessen laufen die Bemühungen, Therese Neumann selig zu sprechen. Vor mittlerweile zwölf Jahren hat der damalige Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller das Seligsprechungsverfahren eröffnet. Wann es abgeschlossen ist, steht in den Sternen. Mit einem Gebetstag traditionell am 18. eines Monats beten die Gläubigen in Konnersreuth wieder dafür, dass ihre Resl selig gesprochen wird. Ihr Todestag jährt sich im September zum 55. Mal.

    Heilig oder scheinheilig?

    Die 1962 verstorbene Therese Neumann sorgte Zeit ihres Lebens für internationales Aufsehen. Ab dem Jahr 1926 soll sie jeden Freitag religiöse Visionen gehabt haben. Dazu soll sie immer am Karfreitag an Händen, Füßen und am Kopf geblutet haben. Hunderttausende Besucher aus aller Welt kamen nach Konnersreuth, um die Resl und ihre Stigmata in ihrem Geburts- und Wohnhaus mitten auf dem Marktplatz zu sehen. Zum Mythos der Resl gehört auch, dass sie mehr als 30 Jahre lang auf Nahrung verzichtet haben und lediglich von der täglichen Hostie gelebt haben soll.