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Albert Schmid

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Ex-Bamf-Präsident kritisiert Pläne zu Ankerzentren

Im Zusammenhang mit dem Bamf-Skandal hat sich dessen Ex-Präsident, der Oberpfälzer SPDler Albert Schmid, zu Wort gemeldet. Er kritisiert die Reformpläne von Bundesinnenminister Seehofer. Für Schmid sind diese Ankerzentren Lager.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Der Ex-Präsident des Bamf, der Oberpfälzer SPD-Politiker Albert Schmid, kritisiert Horst Seehofers Pläne, Ankerzentren einzurichten. Dort würden zu viele Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aufeinandertreffen. "Man hat zu viele verschiedene Erwartungen und Problemlagen. Das führt zu riesen Spannungen. Und dazu noch Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen - das ist nicht beherrschbar". Man müsse alle beteiligten Behörden auf Bundes und Landesebene zusammenlegen - dann sei es ein vernünftiges Konzept, findet Schmid.

Er lebt in Laaber in der Oberpfalz. Er war einst Bürgermeister in Regensburg und später, von 2000 bis 2010, Bamf-Chef.

Seehofer: Skandal im BAMF belegt Notwendigkeit von Ankerzentren

Nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer sollen Asylbewerber in den Ankerzentren zentral untergebracht werden und so lange ausharren bis klar ist, wer bleiben darf und wer das Land verlassen muss. Damit sollen Asylverfahren beschleunigt und mehr Asylbewerber abgeschoben werden. So steht es im Koalitionsvertrag.

Am Sonntag hatte Seehofer die umstrittenen Pläne im Zuge der Affäre im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erneut ins Spiel gebracht. Der Skandal belege die Notwendigkeit von Ankerzentren, sagte Seehofer im ZDF.