Franken - Kultur


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Bamberger Krippenweg Krippen aus aller Welt in der Krippenstadt

Der Bamberger Krippenweg lockt 2016 wieder Besucher aus Nah und Fern. Zwei besondere Stationen sind das Bamberger Krippenmuseum und die Maternkapelle mit eigens für die Ausstellung "Licht in dunkler Nacht" gefertigten Krippen.

Stand: 25.11.2016

Oberpfälzer Krippen im Historischen Museum Bamberg | Bild: Museen der Stadt Bamberg

Große und kleine, historische und moderne, fränkische Krippen oder Krippen aus aller Welt – Bamberg macht seinem Ruf als Krippenstadt auch heuer wieder alle Ehre. 37 Stationen umfasst der Krippenweg im Stadtgebiet, der in der Advents- und Weihnachtszeit an öffentliche Plätze, in Museen, Kirchen und Kapellen lockt. Insgesamt können die Besucher dabei mehrere hundert verschiedene Krippen sehen und erleben.

"Licht in dunkler Nacht"

Eine Station auf dem Krippenweg ist die Maternkapelle. Seit 1930 nutzen die Bamberger Krippenfreunde die Kapelle für ihre Ausstellungen. In diesem Jahr ist dort die Ausstellung "Licht in dunkler Nacht" zu sehen. Sie zeigt vielfältige Krippen-Darstellungen, die von den Mitgliedern des Vereins eigens für diese Schau gebaut wurden. Darunter sind auch Krippen aus anderen Kulturen und Kontinenten.

Maternkapelle

Die Ausstellung "Licht in dunkler Nacht" in der Maternkapelle ist von 26. November bis 8. Januar zu sehen. Werktags hat die Schau von 13.00 bis 17.00 Uhr, jeden Samstag, Sonn- und Feiertag von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet (außer am 28. November sowie am 5., 12. und 31. Dezember).

Krippen aus der Oberpfalz

Mit viel Liebe zum Detail gebaut – Weihnachtskrippe der Oberpfälzer Krippenbauer Siegfried und Matthias Prüll.

Das Historische Museum zeigt in diesem Jahr die Sonderausstellung "Krippen aus der Oberpfalz. Die Sammlung der Familie Prüll, Burglengenfeld". Die Oberpfalz ist die Heimat der Krippenbauer Siegfried und Matthias Prüll und das ist auch leicht zu erkennen – in ihren Krippen findet das Heilsgeschehen vor einer original Oberpfälzer Kulisse statt. Die Ruine des Klosters Gnadenberg im Landkreis Neumarkt ist ebenso wie eine ganze Reihe alter Höfe ein stimmungsvoller Hintergrund für Christi Geburt. Der liebevolle Blick durch die Landschaft und die Architektur der Region sowie die Freude am Detail und der Schilderung alltäglicher Begebenheiten machen den Reichtum dieser Schau aus.

Zu Recht erinnern die Oberpfälzer Krippen an neapolitanische Vorbilder. Und in der Tat genießen die Krippenbauer Prüll in Italien hohe Anerkennung. Die Krippen begeistern durch Vielfalt und technisches Können. Naturgetreue Gebäude mit bröckelndem Putz, bäuerliche Gerätschaften, die Hundehütte, das Vogelhäuschen, die Taube, die das Geschehen von hoher Warte aus beobachtet: In geduldiger Feinarbeit hat die Familie Prüll ihre Krippen gezimmert, modelliert, genäht und verfeinert.

Historisches Museum

Das Historische Museum zeigt die Weihnachtsausstellung "Krippen aus der Oberpfalz. Die Sammlung der Familie Prüll, Burglengenfeld" im Marstall der Alten Hofhaltung, in einem echten Stall also, von 25. November bis 8. Januar. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr, am 24. Dezember von 11.00 bis 16.00 Uhr sowie am 1. Januar von 13.00 bis 17.00 Uhr.

Ursprünge der Weihnachtskrippe

Mittelalterliche und neuzeitliche Krippen-Kunstwerke treffen heuer im Diözesanmuseum Bamberg aufeinander.

Im Diözesanmuseum liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf den Ursprüngen der Weihnachtskrippe. Wo finden sich die ersten Darstellungen der Geburt Christi und in welchen Vorbildern der christlichen Ikonographie haben die einzelnen Krippenfiguren und Stationen ihre Wurzel? Wo kommen der Ochs und der Esel her und warum schwebt der Gloria-Engel über dem Stall? Worauf bezieht sich das Wort 'Krippe' ursprünglich und ab wann gibt es die Weihnachtskrippe im heutigen Sinne? Solche und weitere Fragen rund um die Krippe werden in der Sonderausstellung im Diözesanmuseum thematisiert und erläutert.

Ausgewählte mittelalterliche und neuzeitliche Kunstwerke stellt die Ausstellung den Krippenfiguren und Szenen gegenüber. Anhand von Beispielen aus den eigenen Beständen des Museums und anhand von wertvollen Leihgaben geht sie der Frage nach den Vorläufern der Krippe sowie der Symbolik der außerbiblischen Figuren, Tiere und Motive nach.

Diözesanmuseum

Das Diözesanmuseum Bamberg zeigt die Ausstellung "Ursprünge der Weihnachtskrippe" von 26. November bis 8. Januar dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Geschlossen ist das Museum am 24., 25. und 31. Dezember.

Immer wieder Neues

Das private Krippenmuseum in der Oberen Sandstraße zeigt in seiner sechzehnten neu gestalteten Weihnachtsausstellung eine einmalige Auswahl historischer Weihnachtskrippen, die sich nach Herkunft, Alter und Material unterscheiden. In der Sonderausstellung "Immer wieder Neues – Neuerwerbungen und nie gezeigte Bestände" wird eine reichhaltige Auswahl an kostbaren Krippendarstellungen aus der größten Krippensammlung Deuschlands zu sehen sein.

Krippenmuseum

Das Bamberger Krippenmuseum zeigt in diesem Jahr unter anderem die Sonderausstellung "Immer wieder Neues – Neuerwerbungen und nie gezeigte Bestände". Geöffnet ist das Museum von 26. November bis 6. Januar täglich von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie am 24. und 31. Dezember von 10.00 bis 12.30 Uhr.

"Von Krippe zu Krippe"

Große Krippe am Bamberger Maximiliansplatz

Eine gute Möglichkeit, sich die wesentlichen Krippenstationen in Begleitung anzusehen, sind die zweistündigen öffentlichen Krippenführungen "Von Krippe zu Krippe". Sie finden von 26. November bis 6. Januar an Wochenenden und Feiertagen jeweils um 13.30 Uhr statt. Treffpunkt ist die Tourist-Information in der Geyerswörthstraße 5.


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