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Radio und Fernsehen via Satellit

Stand: 16.08.2022

Satellitenschüssel mit Smiley | Bild: BR/Daniel Paul

Aktuell: ARD, ZDF und arte beenden SD Programmverbreitung auf dem Satellitentransponder 51

Zum 15. November 2022 wird die ARD die Programm-Verbreitung auf dem ASTRA-Satellitentransponder 51 (10,744 GHz) beenden. Die ARD-Programme ONE und tagesschau24 sowie das gemeinsam mit dem ZDF veranstaltete Programm phoenix und ARTE werden künftig nicht mehr in SD-Qualität angeboten. Zuschauer*innen mit Satellitenempfang können die vier Programme mit HD-tauglichen Empfangsgeräten weiterhin als HD-Programme auf anderen Satellitenfrequenzen empfangen. Stehen die HD-Programme noch nicht in der TV-Programmliste, ist als erster Schritt ein Sendersuchlauf erforderlich.

Wichtig zu wissen:

  • ONE, phoenix, tagesschau24 und ARTE werden bereits seit vielen Jahren in hochauflösender HD-Bildqualität über Satellit ausgestrahlt.
  • Sollten die vier Programme mit HD-Zusatz im Logo oder Namen noch nicht in der TV-Programmliste aufgeführt sein, empfehlen wir am besten noch vor November 2022 einen manuellen Sendersuchlauf durchzuführen. Dies ist jederzeit möglich.
  • Die für einen Sendersuchlauf erforderlichen technischen Empfangsdaten finden Sie hier
  • Auch viele Kabelnetzbetreiber beenden die SD-Verbreitung von ONE, phoenix, tagesschau24 sowie arte am Stichtag. Vodafone bietet den deutsch-französischen Kulturkanal arte bereits seit Ende März nicht mehr in SD-Qualität an.

Satellitenfernsehen ist beliebt: Fast jeder zweite Fernseh-Haushalt empfängt seine Programme aus dem All, darunter 91 Prozent der SAT-Haushalte in HD-Qualität. (Quelle: SES, ASTRA TV-Monitor 2021).
Die Programme mit dem Zusatz "HD" im Namen verfügen dabei über eine sichtbar bessere Bildqualität und höhere Detailschärfe als das ältere SD-Format mit Standardauflösung. Alle deutschen öffentlich-rechtlichen Programme werden unverschlüsselt im Digitalstandard DVB-S/S2 (Digital Video Broadcasting - Satellite) gesendet und sind frei empfangbar - auch in HD-Qualität.

ARD Transponderwechsel - Dezember 2021

Am 14. Dezember 2021 hat die ARD die langjährige Verbreitung über den Satelliten-Transponder 93 eingestellt. Die Programme empfangen Sie nun über andere Satellitenkanäle:

  • Um den Bildungskanal weiter empfangen zu können, wechseln Sie bitte auf ARD alpha HD. Listet Ihr TV-Gerät das Programm mit dem Zusatz "HD" nicht auf, starten Sie bitte einen Sendersuchlauf. ARD alpha HD wird bereits seit 2019 auf Transponder 39 verbreitet. Zum Empfang ist ein HD-taugliches Empfangsgerät erforderlich.
  • Auch sämtliche ARD-Radioprogramme befinden sich nun auf neuen Satellitenfrequenzen (Transponder 39 und 61). Unsere BR-Radioprogramme finden Sie auf Transponder 39 in einem neuen, effizienteren Audioformat AAC-LC bei weiter guter Klangqualität.
  • Das SR-Fernsehen in SD-Qualität finden Sie ab sofort auf Transponder 101
  • Der WDR bietet sein HD-Programmangebot mit sämtlichen Lokalzeiten jetzt auf Transponder 21 an.
  • Alle Empfangsparameter der ARD: https://www.ard-digital.de/empfang/dvb-s

Deutschsprachige Angebote über ASTRA

Der Satellitenempfang bietet eine enorme Programmanzahl an TV- und Radioprogrammen. Für deutschsprachige Angebote ist ASTRA auf der Orbitposition 19,2° Ost mit seiner Satellitenflotte ungeschlagen die Nummer Eins. Die Ausleuchtzone eines Satelliten, der so genannte Footprint, deckt viele europäische Länder ab. Von Spanien bis Norwegen genügt in der Regel eine 60 Zentimeter große Satellitenschüssel zum Empfang. So lassen sich das BR Fernsehen, ARD alpha, die BR-Radioprogramme und die vielen anderen Angebote europaweit sehen und hören.

Die Satellitenübertragung ist ein wichtiger Grundpfeiler der Radio- und TV-Versorgung. Nicht nur der Direktempfang in Privathaushalten hat sich seit den 1980er-Jahren stark etabliert. Auch für die Zuführung der Programme in Kabelnetze oder als Ersatzweg zu terrestrischen Senderstandorten spielt der Satellit eine bedeutende Rolle.

Der Weg ins All

Für das umfangreiche Programmbouquet ARD Digital betreiben die Rundfunkanstalten verschiedene Playoutcenter und Satelliten-Uplinkstationen: So nimmt das BR-Fernsehen (SD und HD) den Weg zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt und wird von dort aus zum ASTRA-Satellitensystem geschickt (Uplink Transponder 71 und 25). Die Uplinkstation von ARD alpha HD und den BR-Radioprogrammen (Transponder 39) wiederum steht beim rbb in Potsdam.

Bevor die einzelnen Programme ihre Reise in den Orbit antreten und von dort zurück auf die Erde verteilt werden, werden ihre Signale in den Playoutcentern noch mit weiteren ARD-Programmen zu einem gemeinsamen Datenstrom zusammengefasst - im Fachjargon: "gemultiplext" und dann "ihrem" Satellitenkanal zugeführt.

Freie Sicht ist Voraussetzung

Satellitenempfang lebt von der freien Sicht ins All: Die Satellitenantenne mit der LNB-Empfangeinheit ist die Außeneinheit der Anlage. Sie sammelt die von Satelliten in 36.000 Kilometer Entfernung gesendete und auf der Erdoberfläche gerade noch ausreichende Energie ein, fokussiert und konvertiert die Signale und liefert so das gewünschte Programm. Die Sichtverbindung zwischen dem geostationären Satelliten und der ausgerichtete Satellitenschüssel darf nicht verstellt sein. Nicht nur Bäume oder Bauwerke müssen bei der Anbringung berücksichtigt werden, auch Wind und Wetter können Probleme machen. Bedecken Schnee oder Eis eine unbeheizte Satellitenantenne, ist kein oder kein einwandfreier Empfang möglich. Wichtig ist auch, dass die Schüssel exakt auf die Position des Satellitensystems ausgerichtet ist. Nur dann wird das Signal optimal empfangen. Am besten können Antennenbauer die korrekte Ausrichtung mit einem Messgerät prüfen und justieren.


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